Neonatologie

Liebe werdende Eltern,

wir begrüßen Sie herzlich auf der Website unserer Neugeborenen-Intensivstation K26. Unter dem Motto "Manchmal ist das Kleinste das Größte" sind wir rund um die Uhr für unsere Frühgeborenen und kranken Neugeborenen und für Sie als Mütter und Väter da. Natürlich wünscht sich jede Familie eine unkomplizierte Schwangerschaft und Geburt. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass Sie in den Expertinnen und Experten der K26 immer jemanden an Ihrer Seite haben, der Sie und Ihr Kind bei allem, was Sie brauchen, unterstützt. Hier können Sie sich über die Möglichkeiten der modernen Neugeborenenmedizin informieren.

Bis zu 9% aller Neugeborenen kommen in Deutschland vor der abgeschlossenen 37. Schwangerschaftswoche (SSW) zur Welt. Ein erheblicher Anteil dieser Frühgeborenen erblickt das Licht der Welt deutlich vor der 30. Schwangerschaftswoche und wiegt dabei weniger als 1.000g. Aber auch reife Neugeborene können unter oder kurz nach der Geburt Probleme entwickeln, die die Hilfe unserer Spezialistinnen und Spezialisten der Neugeborenen-Intensivstation notwendig macht.

Um die Versorgung von extrem Frühgeborenen, also Kindern, die ab der 24. SSW oder mit einem Gewicht um 500g zur Welt kommen, sicherzustellen, hat der Gesetzgeber enge Qualitätsvorgaben zur ärztlichen Präsenz und Qualifikation, dem pflegerischen Personalschlüssel, der Geräteausstattung und weiteren Strukturmerkmalen gemacht. Als Perinatalzentrum der höchsten deutschen Versorgungsstufe (Level 1) erfüllen wir all diese Qualifitätsvorgaben und sind Ihre Experten im Main-Kinzig-Kreis für die Betreuung der Kleinsten der Kleinen. Unser Perinatalzentrum fasst alle Bereiche der medizinischen Versorgung zusammen: von der Geburtsplanung, über die gemeinsame Betreuung von Problemfällen in der Schwangerschaft in der Pränatalsprechstunde, die Betreuung von gesunden Neugeborenen auf der Eltern-Kind-Station oder kranken Neu- und Frühgeborenen auf der Frühchen-Intensivstation K26, die psychosoziale Akutbetreuung bis hin zur kompetenten Entlassungplanung mit nachstationärer Betreuung.

Behandlungserfolge entstehen als Ergebnis eines ganzheitlichen Konzeptes aus guter medizinischer Betreuung und entwicklungsfördernder familienzentrierter Pflege. Diese wird ergänzt durch das Schmerzmanagment, die psychosoziale Betreuung der gesamten Familie und die Entlassungsplanung mit häuslicher Nachbetreuung. Uns ist es besonders wichtig, dass Sie sich in der familiären Atmosphäre unserer K26 wohlfühlen und wir Ihnen mit Ihren Kleinen bei einem bestmöglichen Start ins Leben zur Seite stehen. Zögern Sie deshalb nicht, mit Ihren offenen Fragen, Sorgen und Ängsten auf uns zuzukommen. Wir sind gern für Sie da.

Ihr
Dr. med. Bernhard Bungert
Sektionsleiter der Neonatologie

Kontakt

Sektionsleiter
Ansprechpartner:Dr. med. Bernhard Bungert
Kontakt:Tel.: (06181) 296-5000
E-Mail-Kontakt
Neonatalbegleitung
Ansprechpartnerin:Christina Sünder-Kühn
Telefonische Sprechstunde:Mo., Do.: 12:00-14:00 Uhr
Kontakt:Tel.: (06181) 296-67378
E-Mail-Kontakt
Still- und Laktationsberatung
Ansprechpartnerin:Christina Sünder-Kühn
Kontakt:Tel.: (06181) 296-67378
E-Mail-Kontakt
Sozial-Pädagogische Betreuung
Ansprechpartnerin:Beate Kleemann
Kontakt:Tel.: (06181) 296-2235
E-Mail-Kontakt
Nachsorgeprogramm: Bunter Kreis Hanau
Ansprechpartnerin:Beate Kleemann
Kontakt:Tel.: (06181) 296-2235
E-Mail-Kontakt

Team

Die Sektion für Neonatologie ist Teil der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin und wird von Dr. med. Bernhard Bungert geleitet. Er ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Neonatologe. Zum Team gehören neben Ärzten auch 35 Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger, die eine Weiterbikdung für Intensiv- und Anästhesiepflege Pädiatrie absolviert haben, sowie eine Neonatalbegleiterin, ausgebildete Schmerzexperten und drei Stationsassistentinnen.

Sektionsleiter Neonatologie
Dr. med. Bernhard Bungert

Qualifikationen
  • Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin
  • Neonatologe

Oberärztin
Dr. med. Claudia Meyer

Stlv. Sektionsleiterin Neonatologie

Qualifikationen
  • Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
  • Neonatologin

Pflegerische Bereichsleitung K26
Cornelia Urbach

Kontakt

Tel.: (06181) 296-67377
E-Mail-Kontakt

Pflegerische Bereichsleitung Kinderklinik
Martina Wichels

Kontakt
Kontakt:Tel.: (06181) 296-1488
E-Mail-Kontakt

Neonatalbegleiterin
Christina Sünder-Kühn

Elternberaterin
Still- und Laktationsberaterin IBCLC

Kontakt

Tel.: (06181) 296-67378
E-Mail-Kontakt

Schmerzexpertin
Michele Streck

Kontakt

Sozial-pädagogische Betreuung
Beate Kleemann

Koordinatorin Bunter Kreis

Kontakt

Tel.: (06181) 296-67942
E-Mail-Kontakt

Babylotsin
Tatjana Stein

Kontakt
Kontakt:Tel.: (06181) 296-67945
E-Mail-Kontakt

Leistungsspektrum

Wir bieten Ihnen folgendes medizinisches Leistungsspektrum:

Gemeinsam mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

  • Beratung bei Problemschwangerschaft im Rahmen der Pränatalsprechstunde
  • Vorgeburtliche Aufklärung bei extremer Frühgeburtlichkeit ab der 24. + 0 SSW
  • Vorgeburtliche Beratung bei drohender Frühgeburt in der 22. und 23. SSW
  • Pflegerische Beratung bei drohender Frühgeburt
  • Kindärztliche Betreuung von operativen Entbindungen

Versorgung von kranken, reifen Neugeborenen mit

  • Sauerstoffunterversorgung (Kühlbehandlung mit 33,5 °C)
  • Neugeborenen-Infektion
  • Medikamentennebenwirkungen
  • Suchtmittel-Entzug
  • Krampfanfällen (EEG und Dauer-EEG) mit der Sektion Neuropädiatrie
  • Extremer Neugeborenen-Gelbsucht (Phototherapie bis Blutaustausch)
  • Stoffwechselentgleisungen
  • Unterzuckerung
  • Neugeborenen-Diabetes mit den Spezialisten der Diabetologie
  • Atemstörung mittels invasiver und nichtinvasiver Beatmungsmethoden
  • Blutarmut (Transfusionen)
  • Störung der Kreislaufanpassung mittels NO-Beamtung
  • Herzfehlerdiagnostik (EKG, Sauerstoff- und Blutdruckmessung, Herz-Echo)

Versorgung von Frühgeborenen mit

  • Unspezifischen Atemstörungen
  • Atemnot-Syndrom (mit schonender Surfactantgabe über Sonden und modernen invasiven und nicht-invasiven Beatmungsformen)
  • Problemen der Kreislaufanpassung mittels Flüssigkeit und Medikamenten
  • Ernährungsstörungen
  • Darmentzündungen von Extrem-Frühgeborenen
  • Chronischer Lungenerkrankung
  • Langzeitbeatmung
  • Frühgeborenen-Atempausen durch zentrale Überwachung

Wenn Sie möchten, können Sie bereits vor der Geburt unsere Neugeborgenen-Intensivstation K26 besuchen, um sich ein genaues Bild der Station zu machen. Gesunde Neugeborene versorgen wir gemeinsam mit der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in unserem Eltern-Kind-Zentrum.

In Notfällen übernehmen wir außerdem die Versorgung von Neugeborenen im St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau. Für die kleinen Patienten steht unsere Neugeborenen-Intensivstation und ein Neonatologe rund um die Uhr zur Verfügung.

Entwicklungsfördernde Pflege und Elternberatung

Familie im Mittelpunkt

Ein Frühgeborenes benötigt neben der pflegerischen und medizinischen Versorgung vor allem seine Eltern, um sich adäquat zu entwickeln und reifen zu können. Der Bindungsaufbau Mutter-Vater- Kind in dieser hochsensiblen Zeit ist uns ein großes Anliegen. Es gilt, die individuellen Bedürfnisse, Stärken und Schwächen des Kindes zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren, um dem Kind zu helfen, sein bestmögliches Potenzial zu entwickeln. Dies geschieht bei uns durch das Schaffen einer ruhigen und friedlichen Umgebung, sanfte Pflege und einfühlsames Handling. Das Erkennen der Bedürfnisse sowie der achtsame Umgang mit Ihrem Kind ist uns eine Herzensangelegenheit. Uns ist es wichtig, Ihnen als früh gewordenen Eltern eine individuelle Begleitung und Beratung anzubieten, und  Sie zur frühestmöglichen Übernahme der Pflege und Versorgung Ihres Kindes anzuleiten.

Die Betreuungs- und Beratungsangebote entwickeln sich aus Ihren Wünschen, individuellen Bedürfnissen und bilden die Grundlage unserer täglichen Arbeit. Schon bei unserer pränatalen Beratung auf der Wochenbettstation vor einer möglichen Frühgeburt beantworten wir gerne Ihre Fragen, schaffen einen persönlichen Kontakt und bieten Ihnen eine Stationsbesichtigung an.

Stillen hat eine hohe Bedeutung für das Wohlergehen und die Entwicklung von Frühgeborenen und liegt uns sehr am Herzen. Wir unterstützen und fördern Sie kompetent bei Ihrem Stillwunsch und haben bequeme Stillstühle, Stillkissen und Milchpumpen für Sie parat. Unsere Stillberaterinnen bieten außerdem eine kompetente Beratung an.

Beim täglichen Känguruhen (das Kuscheln unserer kleinen Patienten auf der Brust der Eltern) stärken wir die Bindung zwischen Eltern und Kind und die Gesundheit des Frühgeborenen. Dazu stehen Ihnen 24 Stunden täglich unsere Türen offen.

Sofern wir freie Kapazitäten haben, können wir einen Elternteil auf Station mitaufnehmen, sodass Sie gut auf die Zeit zuhause vorbereitet sind. Durch unser Entlassmanagement können Sie dem Tag der langersehnten Entlassung nach Hause entspannt entgegen sehen.

In meiner Funktion als Neonatalbegleiterin, Elternberaterin und Still- und Laktationsbeauftrage IBCLC unterstütze ich Sie sehr gerne, beantworte Fragen, stehe Ihnen tatkräftig zur Seite und vermittele gerne in unser multiprofessionelles Team. Dazu gehören unter anderem die Frühförderstellen, der soziale Dienst, die Babylotsin, die Anbindung an das Sozialpädiatrische Zentrum in Aschaffenburg, die Betreuung durch die Kinder- und jugendpsychiatrische Ambulanz der Vitos-Kliniken, unser Nachsorgeprojekt „Bunter Kreis Hanau“ und vieles mehr.

Gern können Sie mich außerhalb der Sprechzeiten per E- Mail kontaktieren und wir vereinbaren einen Gesprächs- oder Besuchstermin. Selbstverständlich sind unsere Beratungs- und Begleitangebote freiwillig und kostenlos. Ich freue mich auf Ihren Anruf.

Kontakt

Christina Sünder-Kühn
Neonatalbegleiterin, Elternberaterin, Still- und Laktationsberaterin IBCLC

Feste Sprechstunde:
Mo., Do.: 12:00-14:00 Uhr
Tel.: (06181) 296-67378
E-Mail-Kontakt

Schmerzmanagement

Schmerzen und Stress bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen sind manchmal nicht vermeidbar. Daher nehmen wir das Thema bei den kleinsten Patienten unserer Klinik sehr ernst. Es ist unser Ziel, zügig die Schmerzursache zu finden und wenn möglich zu behandeln. Allein das Umfeld der Station wird so angenehm wie möglich gestaltet. Die Flure und Zimmer sind lichtgedimmt und Lärmampeln helfen dem Personal und den Besuchern, die Lautstärke zu minimieren. Eltern werden so schnell wie möglich in die Versorgung eingebunden und können durch viel Hautkontakt beim Känguruhen das Wohlbefinden und die Entwicklung der Babys fördern.

Schmerztherapie und –prophylaxe fängt auf der neonatologischen Intensivstation schon bei der Grundversorgung an. Oberstes Ziel ist, den kleinen Patienten so viel Liebe und Aufmerksamkeit wie möglich zu schenken, und unangenehme Reize und invasive Maßnahmen soweit als möglich zu minimieren. So schaffen wir die besten Voraussetzungen für eine ungestörte Entwicklung und eine rasche Entlassung nach Hause. Bei Eingriffen/Prozeduren, bei denen erfahrungsgemäß mit dem Auftreten von Schmerzen zu rechnen ist, wenden wir standardisiert nichtmedikamentöse Maßnahmen, wie das Schnullern mit Glucose 20% oder Muttermilch, das Halten in Embryonalhaltung oder das Pucken in Tüchern, an.

Zu den Maßnahmen gegen Schmerzen zählen aber auch mit bedacht gewählte Medikamente sobald und so lange sie nötig sind.

Ansprechpartnerinnen

Michele Streck
Conny Urbaniak

Schmerzexpertinnen

Tel.: (06181) 296-2230

Babylotsin

Die Geburt eines Babys bringt große Freude, aber auch einige Herausforderungen mit sich, denen Eltern begegnen müssen. Nicht alle Familien können hierfür auf ein tragendes Netz in ihrem Umfeld zurück greifen. Als Babylotsin bin ich vor Ort für Sie da. Ich kläre mit Ihnen, welche Unsicherheiten und Sorgen Sie haben und welche Stärken Sie für die Bewältigung der ersten Jahre mit dem Baby in Ihrer Familie mitbringen.

Als Babylotsin kenne ich die zahlreichen Unterstützungsangebote, die für junge Familien in Hanau und im Main-Kinzig-Kreis zur Verfügung stehen.Bei Bedarf vermittele ich Ihnen wohnortnah die passenden Angebote zu Ihren Fragestellungen. Das Angebot ist ein freiwilliger und kostenfreier Service für Sie.

Was machen Babylotsen?

Babylotsen klären mit werdenden Eltern und jungen Familien, welche Stärken sie für die Bewältigung der ersten Zeit mit ihrem Baby mitbringen und sprechen offene Fragen an, die geklärt werden wollen.

  • Sie beraten, welche Unterstützung es gibt, gerne auch schon vor der Geburt.
  • Sie informieren über wohnortnahe Angebote für Familien.
  • Sie vermitteln erste Kontakte.

Kontakt

Tatjana Stein
Babylotsin

Tel.: (06181) 296-67945
E-Mail-Kontakt

Nachsorgeprogramm: Bunter Kreis

40.000 Familien werden jedes Jahr plötzlich mit einer veränderten Lebenssituation konfrontiert, weil ihr Kind zu früh zur Welt kommt, chronisch krank wird oder verunglückt. Das bringt erhebliche Belastungen mit sich, seelisch und körperlich, aber auch finanziell und sozial. Oft sind Betroffene mit dieser Situation alleine und wissen nach dem Krankenhausaufenthalt, nicht, wie es weitergehen soll. Am Klinikum Hanau wurde für solche Fälle der Bunte Kreis Hanau ins Leben gerufen. Das Modell Bunter Kreis ist im Main-Kinzig-Kreis einzigartig und hat zur Aufgabe, die betroffenen Familien in der Übergangsphase von einer intensiven Klinikbetreuung nach Hause zu begleiten. Die Einrichtung leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Stabilität der Familien und schließt eine große Versorgungslücke in der Gegend.

Im Mittelpunkt der Nachsorge stehen neben der medizinischen Versorgung des erkrankten Kindes auch die Familie, das Beziehungssystem und die Lebensumstände. Die aktuell 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bestehend aus Ärzten, Pflegekräften, Neonatalbegleitern, Sozialpädagogen, Kinder- und Jugendtherapeuten, Diabetesassistenten, Oekotrophologen und der Seelsorge, koordinieren die Weiterversorgung des Kindes, motivieren und unterstützen die Familie. Der Bedarf in der Familie eines chronisch kranken oder frühgeborenen Kindes wird anhand von Case-Management ermittelt und mit der Nachsorgeeinrichtung und dem Klinikum koordiniert.

Kontakt

Beate Kleemann
Koordinatorin Bunter Kreis

Tel.: (06181) 296-67942
E-Mail-Kontakt

Stichwortverzeichnis: Neonatologie von A-Z

Absaugen
Vorgang zur Beseitigung von Sekret im Nasen-Rachen-Raum und / oder in der Lunge mittels eines dünnen Schlauches

Alarm
Monitoralarme werden je nach Gestationswoche und Krankheitsbild des Kindes individuell eingestellt. Werden Alarmgrenzen unter- oder überschritten, so erfolgt ein akustischer Alarmton und der Wert leuchtet am Monitor auf.

Anpassungsstörung
Durch Belastung verschiedenster Art (Stressfaktoren) ausgelöster Komplex von Reaktionen, d.h. vorübergehende physiologische oder morphologische, aktive oder passive Veränderung der Anpassung des Organismus an veränderte Bedingungen.

Apgar
Punktesystem zur Beurteilung des Neugeborenen nach der Geburt, bei dem fünf gut erfassbare Symptome zu definierten Zeitpunkten (1, 5, 10, 60 Minuten nach Geburt) Zahlen zugeordnet werden, die addiert den sog. Apgar-Wert ergeben (benannt nach der Erstbeschreiberin, Virginia Apgar, einer Narkoseärztin aus New York). Dabei werden beurteilt: Atmung, Herzaktion, Muskeltonus, Hautfarbe, Reflexe.

Apnoe
Fehlender Luftfluss, Atemstillstand > 20 Sekunden Periodische Atmung: fehlende Atmung von 5-10 Sekunden Dauer im Wechsel mit normaler Atmung ohne Änderung von Herzfrequenz und Hautfarbe

ASGT
Stoffwechseltest für Neugeborene, wird am 3. Lebenstag bei allen Neugeborenen durchgeführt.

Beatmung
Ist eine künstliche Lungenbelüftung mittels Beatmungsgerät oder per Hand zur Aufrechterhaltung eines ausreichenden alveolären Gasaustausches, über einen Tubus oder eine Trachealkanüle.

Blasenkatheter
Ein dünner Schlauch, der in die Harnröhre eingeführt wird, zur kontinuierlichen Entleerung der Harnblase. Dieser wird häufig postoperativ notwendig oder wenn Neugeborene sediert werden müssen.

Blubber
Gerät zur Atemunterstützung

BPD
Chronische Lungenkrankheit von Frühgeborenen, definiert als Sauerstoffbedarf für mehr als 28 Tage. Heilt in der Regel im Laufe von einigen Wochen, bisweilen auch Monaten, aus.

Bradykardie
Langsame Herzschlagfolge

B-Strepptokokken
Relativ häufig in der Scheide anzutreffende Bakterien (bei rund 10% aller Frauen), die bei der Geburt auf das Kind übertragen werden können. Bei einigen Neugeborenen kann dies zu einer Infektion mit B-Strepptokokken führen. Wurden bei einer Frau B-Streptokokken nachgewiesen oder hat sie selbst während der Geburt Zeichen einer Infektion, z.B. Fieber, kann man das Risiko der Übertragung der Bakterien auf das Kind durch die Gabe eines Antibiotikums während der Geburt stark verringern. Ein Neugeborenes kann aber auch erst mehrere Wochen nach der Geburt mit B-Streptokokken besiedelt werden, gelegentlich entsteht auch daraus eine Infektion. Diese sog. Spät-Infektion lässt sich durch die Gabe von Antibiotika während der Geburt nicht verhindern.

CPAP
"Continuous Positive Airway Pressure" (kontinuierlich positive Atemwegsdruck). Dieser kann über einen gekürzten Nasen-Rachentubus (mononasal) sowie über Maske oder Prongs (binasal) appliziert werden, um eine bessere Belüftung der Lungen zu erzielen. In vielen Fällen lässt sich damit eine "richtige" Beatmung vermeiden.

Echokardiographie
Ultraschallverfahren zur Beurteilung der Herzfunktion und Erkennung von Herzerkrankungen

EEG
Messung der elektrischen Ströme, die die Funktion der Hirnnervenzellen begleiten.

EKG
Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist eine Ableitung von Potentialänderungen zwischen zwei Ableitstellen im elektrischen Feld des Herzens über die Zeit. Zuordnung der Spannungsverläufe zu Phasen der elektrischen Herzaktion möglich. Wichtig zur Aufklärung von Störungen der Herzaktivität. Ein Elektrokardiogramm kann die Herztöne des Neugeborenen aufzeichnen.

ESK
"Einschwemmkatheter", dünner Plastikschlauch, der über ein großes Gefäß vorgeschoben wird zur Verabreichung von Infusionslösungen.

Extubation
Der Vorgang, in dem der Beatmungsschlauch (Tubus) aus der Luftröhre gezogen wird. Oft schließt sich daran eine andere Form der Atemhilfe an.

Forceps
auch Zangengeburt genannt. Dabei zieht der Arzt bzw. die Ärztin das Kind mit einer Geburtszange (Forzeps) aus dem Geburtskanal heraus, um den ins Stocken geratenen Geburtsvorgang zu beschleunigen.

Frühgeborenes

  • Neugeborenes mit Gestationsalter < 260 Tage, d.h. < 37 vollendete Schwangerschaftswochen
  • Reifes Neugeborene: Gestationsalter 260- 293 Tage, d.h. vollendete 37 – 41 Schwangerschaftswochen
  • Übertragens Neugeborenes: Gestationsalter > 293 Tage, d.h. > 42 Schwangerschaftswochen

Einteilung: Neugeborenenperiode: 1.-28. Lebenstag Ohne Berücksichtigung der Reife wird nach dem Geburtsgewicht eingeteilt in:

  1. Untergewichtige Neugeborene (LBW= low bith weight infants) Geburtsgewicht < 2500g
  2. Sehr untergewichtige Neugeborene (VLBW= very low birth weight infants) Geburtsgewicht < 1500g
  3. Extrem untergewichtige Neugeborene (ELBW= extremely low birth weight infants) Geburtsgewicht < 1000g

Aus Verhältnis zwischen Gestationsalter und Geburtsgewicht wird definiert:

  1. Eutroph: Kinder mit einem Geburtsgewicht zwischen 10. und 90. Perzentile
  2. Hypotroph: Kinder mit einem Geburtsgewicht < 10. Perzentile
  3. Hypertroph: Kinder mit Geburtsgewicht > 90. Perzentile

Herzkatheter
Gerät zur Untersuchung des Herzens, dass über eine Vene in das Herz geschoben wird.

High-Flow-/Freddy- /Sauerstoff-/Pressluftsonde
Sonden, über die ein entsprechender Luftstrom, evtl. mit Sauerstoffanreicherung, über die Nase gegeben werden kann.

Inkubator
Der Inkubator, auch Brustkasten genannt, ist ein geschlossenes Gehäuse zur Pflege von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen. Die Luft wird angewärmt und angefeuchtet.

Intubation
Einführen eines Plastikschlauches (Tubus) in die Luftröhre, um darüber ein Kind maschinell beatmen zu können.

Känguruhing
Direkte Kontaktaufnahme zwischen der Mutter bzw. dem Vater und ihrem Kind durch Hautkontakt.

Mekonium
Erster Stuhl des Neugeborenen. Er ist gekennzeichnet durch seine schwarze Farbe und seine klebrig-zähe Konsistenz. Er wird "Kindspech" genannt und ist geruchslos.

Zwerchfelllücke, Zwerchfellhernie
Vor der Geburt entstandene Lücke im Zwerchfell, das normalerweise Brust- und Bauchraum voneinander trennt. Durch die Lücke können Baucheingeweide (Darm, Magen, Leber) in den Brustraum eindringen und das Wachstum der Lunge beeinträchtigen. Dadurch ist die Lunge bei der Geburt zu klein, und das Kind kann damit nicht ausreichend atmen. Die meisten Neugeborenen mit Zwerchfelllücke müssen nach der Geburt intensiv beatmet werden, der operative Verschluss der Zwerchfelllücke erfolgt normalerweise mit 2-3 Tagen.

Sonographie
Bildliche Darstellung von Gefäßen und Organen mittels Ultraschall, für das Kind wenig belastend und ungefährlich. Die Sonographie vermag in vielen Fällen Röntgenaufnahmen zu ersetzen, die mit einer Strahlenbelastung einhergehen.

Surfactant
Eine Art Schmiermittel für die Lunge, das Frühgeborenen oft noch fehlt. Es wird normalerweise erst rund einen Monat vor dem errechneten Termin ausreichend produziert. Dieser Zeitpunkt kann durch eine sogenannte fetale Lungenreife-Induktion vorverlegt werden. Ist trotzdem zu wenig Surfactant vorhanden, kann dieser nach der Geburt in die Luftröhre eingefüllt werden, von dort aus verteilt sich der Surfactant gleichmäßig über beide Lungen.

Tubus
Schlauch, der in die Luftröhre der Kinder vorgeschoben wird zur maschinellen Beatmung der Lunge. Ist nur eine Atemunterstützung erforderlich, muss er nur 3-5 cm tief in den Nasen-Rachen-Raum eingeführt zu werden.

Überwachung
Überwacht werden bei Frühgeborenen und kranken Neugeborenen alle Vitalparameter. Dazu gehören: Herzfrequenz, Atmung, Blutdruck, Sauerstoffsättigung.

Vakuumextraktion (VE)
Auch Saugglockenentbindung genannt. Dabei zieht der Arzt bzw. die Ärztin den Kopf des ungeborenen Kindes mittels Saugglocke aus dem Geburtskanal der Mutter heraus, um den ins Stocken geratenen Geburtsvorgang zu beschleunigen.

Wärmebett
Ein Wärmebett ist ein Bett für Frühgeborene und kranke Neugeborene. Die Wärmezufuhr erfolgt über einen Heizstrahler oder eine Wärmeplatte.

Wet Lung (Wasserlunge)
Reste von Fruchtwasser verbleiben nach der Geburt in der Lunge, oft nach Kaiserschnitt und verschwinden meist innerhalb von 1-2 Tagen.

Bildergalerie