Institut für Pathologie

Das Institut ist Dienstleister für das Klinikum Hanau und eine Vielzahl weiterer Kliniken und Praxen aller Fachrichtungen. Die Leiter des Instituts, Dr. Sebastian Blasius und PD Dr. Christian August, sind als Ärzte für Pathologie in einer Gemeinschaftspraxis im Gloria-Palais niedergelassen.

Das Institut bearbeitet in großem Umfang eingesandte Gewebeproben und übernimmt qualifiziert die anatomisch-pathologische Diagnostik an diesem Material. Die enge Zusammenarbeit mit dem Klinikum Hanau und die räumliche Nähe zu seinen Einzelkliniken und Abteilungen ist eine ideale Voraussetzung für die so genannte intraoperative Schnellschnittdiagnostik, die in bestimmten Fällen ein individuelles operatives Vorgehen ermöglicht. Das heißt: Noch während der Operation werden Gewebeproben untersucht, um den Fortgang des Eingriffs zum Nutzen des Patienten bestmöglich gestalten zu können.

Die feingeweblichen und zytologischen Untersuchungen werden durch moderne immunhistochemische Verfahren ergänzt. Das Institut für Pathologie bietet seinen Kunden einen umfangreichen Service, damit Gewebeproben schnellstmöglich in Empfang genommen, untersucht und die Ergebnisse rasch und reibungslos übermittelt werden können.

Ihre
Dr. Sebastian Blasius und PD Dr. Christian August
Leiter des Instituts

Sprechstunden & Kontakt

Allgemeine Sprechstunde
Zeiten:Mo.-Fr.: 08:00-16:00 Uhr
Interdisziplinäres Brustzentrum
Zeiten:Mi.: 15:30-16:30 Uhr
Interdisziplinäres Tumorboard
Zeiten:Di. & Do.: 15:45-16:45 Uhr
Ort:B1, 1. OG - Großer Röntgendemoraum

Team

Leiter des Instituts
PD Dr. med. Christian August

Qualifikationen
  • Facharzt für Pathologie

Leiter des Instituts
Dr. med. Sebastian Blasius

Qualifikationen
  • Facharzt für Pathologie

Leiter des Instituts
Prof. Dr. med. Stephan Schulz

Qualifikationen
  • Facharzt für Pathologie

Laborleiterin
Danuta Kmiecik

Qualifikationen
  • Medizinisch-technische Assistentin

Leistungsspektrum

Zum Aufgabenspektrum des Instituts für Pathologie gehören die pathologisch-anatomische Diagnostik von degenerativen, entzündlichen und tumorbedingten Erkrankungen - und zwar aus allen Fachgebieten der Medizin, in erster Linie der Chirurgie, Gynäkologie, Dermatologie, Inneren Medizin, Urologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Orthopädie und Zahnheilkunde. Die Pathologie befasst sich mit krankhaften Vorgängen im Körper von lebenden Menschen. Sie konzentriert sich dabei ausschließlich auf die körperlich nachweisbaren krankhaften oder abweichenden Veränderungen

Zytologie

Wichtige Teilgebiete der Pathologie sind zytologische gynäkologische und extra-gynäkologische Untersuchungen. Dabei führt die histologische Beurteilung zur Erkennung von entzündlich- oder tumorbedingten Veränderungen nicht am Gewebe, sondern an Einzelzellen. Diese Methode wird bevorzugt bei der Krebsfrüherkennung eingesetzt. Das Zellmaterial wird durch Punktionen oder Abstriche gewonnen.

Intra-operative Schnellschnittdiagnostik am Kryostatschnitt

Noch während des operativen Eingriffs wird eine frisch entnommene Gewebeprobe an das Institut für Pathologie gesandt. Das Gewebe wird mittels eines Kryostaten tiefgefroren (zwischen minus 25 und 30 Grad Celsius). Davon werden dann dünne Schnitte hergestellt, gefärbt und sofort unter dem Mikroskop beurteilt. Das Ergebnis wird telefonisch an den Operateur übermittelt. Vom Empfang des Materials bis zur Diagnoseübermittlung wird eine Zeitspanne von 15 bis 20 Minuten eingehalten. Die Schnellschnittdiagnose entscheidet über das weitere operative Vorgehen.

Immunhistologie

Üblicherweise erfolgt die Diagnosestellung durch eine mikroskopische Beurteilung von Zellen und Geweben. Diese bewährte klassische Methode wird durch zusätzliche, moderne immunhistologische Untersuchungsverfahren - insbesondere in der Tumorerkennung- ergänzt. Die immunhistologischen Methoden beruhen auf dem Nachweis von Antigenen im Gewebe unter Einsatz unterschiedlichster Antikörper. Hierdurch erhält der Pathologe zusätzliche Informationen u. a. über die Herkunft, das biologische Verhalten oder eventuellen Rezeptorengehalt krankhafter Prozesse.

Obduktion

In den Bereich der Pathologie fällt auch die Obduktion von verstorbenen Patienten. Im Gegensatz zur Rechtsmedizin, befasst sich die Pathologie mit natürlichen Todesfällen. Obduktionen werden durchgeführt, um Grund- und Folgeerkrankungen sowie medizinisch unklare Todesursachen festzustellen. Sie dienen u. a. auch zur Erkennung von beruflich bedingten Erkrankungen und Erbkrankheiten. Darüber hinaus ermöglichen sie die Überprüfung diagnostischer und therapeutischer Verfahren und sind unverzichtbarer Bestandteil der Aus- und Weiterbildung von Ärzten.