Da Vinci Robotersystem

Roboter oder roboterassistierte Systeme sind mittlerweile Teil unseres Alltags geworden und aus vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Auch in den Operationssälen haben sie ihren Platz gefunden. Mit dem hochentwickelten roboterassistierten Da Vinci System werden bei uns am Klinikum Hanau minimalinvasive Eingriffe mittels Schlüsselloch-Chirurgie an der Bauchspeicheldrüse, Gallenblase und Darm, sowie adipositaschirurgische Eingriffe durchgeführt.Gerade übergewichtige Patienten profitieren sehr von dieser neuen, schonenderen Operationstechnik.

Für die Operation mit dem Da Vinci System sind maximal vier kleine, präzise Schnitte nötig, die nicht länger als 1 – 2 cm sind. Das führt nicht nur zu einer schnelleren Wundheilung, sondern auch zu unauffälligeren Narben. Durch das 10-fach vergrößerte 3D-Bild des Operationsbereichs kann der Chirurg zudem sehr viel präziser arbeiten und das System gleicht dabei sogar natürliche Zitterbewegungen aus. Diese schonende Operationstechnik verringert den Blutverlust während der OP und sorgt für weniger Schmerzen. Für Sie als Patient entstehen durch den Einsatz des Da Vinci Systems keine zusätzlichen Kosten.

Machen Sie sich ein Bild von unserem Da Vinci System im Einsatz und erfahren Sie mehr über seine Vorteile für Sie als Patienten und für den Operateur. Wenn Sie noch offene Fragen haben, zögern Sie nicht, auf uns zuzukommen. Wir sind gern für Sie da.

Ihr
Prof. Dr. med. Peter Langer
Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral und Thoraxchirurgie

Da Vinci im Überblick

Streng genommen ist das Da Vinci System kein Roboter, sondern ein roboter-assistiertes Chirurgiesystem, denn er führt niemals eigenständig Bewegungen aus und trifft vor allem keine eigenen Entscheidungen. Wahrend des Eingriffs behät der Operateur durchweg die volle Kontrolle. Zusätzlich wird er von einem ärztlichen Assistenten am OP-Tisch und zwei OP-Pflegekräften, die ebenfalls speziell für das System weitergebildet wurden, unterstützt.

Das System besteht aus drei Komponenten:

Operationseinheit: Der Roboter hat vier Arme. Einer davon ist mit einer 3D-Kamera ausgestattet, an den drei weiteren können Spezialinstrumente für den individuellen Eingriff angedockt werden. Die Arme führen die Bewegungen des Operateurs exakt aus.

Steuerkonsole: Hier sitzt der Operateur während des Eingriffes. Von dort aus sieht er den Operationsbereich über einen 3D-Monitor stark vergrößert und steuert die Roboterarme über zwei Joysticks und Fußpedale.

Videosystemturm: Hier sind der Steuercomputer, der die Kommunikation zwischen den Systemkomponenten ermöglicht, sowie ein großer HD-Monitor, der die Livebilder des Operationsbereichs für alle Anwesenden im OP überträgt, verbaut.