Geburtshilfe

Als Eltern-Kind-Zentrum Level 1 bietet die Klinik allen werdenden Eltern eine Geburt in Sicherheit und Geborgenheit, auch bei Risikogeburten wie z. B. bei Schwangerschaftsdiabetes, Mehrlingen oder Frühgeburten.

Ein hochqualifiziertes und engagiertes Team aus geburtshilflichen Fachärzten, Neonatologen (Fachärzte für Neugeborene) und Hebammen steht Ihnen 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Das Klinikum bietet damit den einzigen Hanauer Kreißsaal mit bei Geburt anwesendem Kinderarzt.

Wir ermöglichen Ihnen eine besonders schonende und natürliche Geburtshilfe. Zur Förderung der Mutter-Kind-Bindung legen wir besonderen Wert auf Bonding.

Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie gern.

Covid-19: Informationen für Schwangere und werdende Eltern

Liebe Schwangere und werdende Eltern,

um die Verbreitung von Covid-19 weiter einzudämmen und Sie, Ihre Angehörigen und unsere Mitarbeiter zu schützen, haben wir in den letzten Tagen einige Maßnahmen nach den Vorgaben der Stadt Hanau, des Gesundheitsamts und der Regierung ergriffen, unter anderem einen allgemeinen Besuchsstopp. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.

Für Sie als Schwangere ist das nochmal eine besondere Situation, die sicher Fragen aufwirft. Wir versuchen Ihnen hier einige zu beantworten:

Vorweg: Sollten Sie sich krank fühlen oder bei Ihnen der Verdacht auf Covid-19 bestehen, verzichten Sie bitte darauf ins Klinikum zu kommen, sondern melden Sie sich telefonisch in der Ambulanz. Das Team bespricht dann eine individuelle Lösung mit Ihnen! Bitte beachten Sie, dass aktuell keine Begleitpersonen und auch keine Kinder mit aufs Gelände dürfen!

Tel.: (06181) 296-2633

Wie komme ich zu meiner Untersuchung/zur Geburt auf das Gelände?

Wenn Sie zur Geburt oder eine medizinisch notwendige Untersuchung in unser Klinikum kommen, erfolgt der Zugang über das Schleusenzelt auf dem Parkplatz vor dem Klinikgelände; Ecke Leimenstraße.

Telefonische Anmeldung zur Geburt

Um den persönlichen Kontakt und damit das Risiko von Ansteckungen auf ein Minimum zu reduzieren, findet die Anmeldung zur Geburt zunächst nur telefonisch statt. Wenn Sie bereits einen Termin zur Anmeldung zur Geburt bei unserer geburtshilflichen Ambulanz haben, meldet sich das Kreißsaal-Team telefonisch bei Ihnen.

Wir haben Ihnen hier alle Formulare, die bei einer Anmeldung zur Geburt ausgefüllt werden müssen, hochgeladen. So können Sie sich diese schon mal durchlesen, bzw. auch ausdrucken und bei Ihrem Telefontermin gemeinsam mit dem Team der geburtshilflichen Ambulanz durchgehen und ausfüllen.

Bögen:

Die ausgefüllten Bögen können Sie entweder ausdrucken, unterschreiben und uns per Mail zurücksenden (E-Mail: klinikgyngeb@remove-this.klinikum-hanau.de) oder zu Ihrem nächsten Termin vor Ort (z.B. CTG/Ultraschall) ausgefüllt und unterschrieben mitbringen. Um einen Termin für die Anmeldung zur Geburt zu vereinbaren, melden Sie sich bitte unter der folgenden Telefonnummer:

Tel.: (06181) 296-2633

Pränatalsprechstunde/weiterführende Untersuchungen

Wenn Sie bereits einen Termin für die Pränatalsprechstunde in unserer geburtshilflichen Ambulanz haben, findet dieser weiterhin statt. Sollte sich dies ändern, werden Sie informiert. Dies gilt auch für weiterführende Untersuchungen (z.B. CTG/Ultraschall).

Bitte beachten Sie, dass zu diesen Terminen aktuell keine Begleitpersonen und auch keine Kinder mit aufs Gelände dürfen!

Begleitung zur Geburt und Besuche nach der Entbindung

Wenn Sie Wehen haben, können Sie zunächst ganz normal ins Klinikum kommen. Der werdende Vater oder eine von Ihnen bestimmte Bezugsperson (gesund und symptomfrei), darf Sie begleiten. Ein Wechsel der Begleitperson ist nicht möglich.

Sobald die Mutter mit dem Neugeborenen auf unsere Eltern-Kind-Station verlegt wird, darf ausschließlich die Person, die auch die Geburt begleitet hat, täglich, zwischen 15 Uhr und 18 Uhr, eine Stunde zu Besuch kommen. Weitere Besucher (Geschwisterkinder, Großeltern, Freunde oder Bekannte) sind leider nicht zugelassen. 

Sollte eine Schwangere entbinden, die mit Covid-19 infiziert ist, ist hierfür ein abgelegener Saal reserviert. Wir gewährleisten die direkte Betreuung der werdenden Mutter mit den natürlich vorgesehenen Schutzmaßnahmen.

Wir wissen, dass das keine einfache Situation ist und Sie sich das anders vorgestellt hatten. Wir bitten aber auch um Ihr Verständnis, dass wir diese Regelung zum Schutz aller im Klinikum Anwesenden einführen mussten.

Kaiserschnitt

Sollte ein Kaiserschnitt geplant sein oder notwendig werden, kann die Geburt vom Vater (oder einer anderen, nicht wechselnden, Bezugsperson) begleitet werden.

Schwangere mit Verdacht auf / gesicherter Covid-19 Infektion

Sollte bei Ihnen ein Verdacht auf eine Covid-19 Infektion bestehen, oder Sie bereits positiv getestet worden sein, werden Sie von unserem Schleusenzelt auf eine der bereits eingerichteten Isolierstationen für Covid-19 geleitet. Dort dürfen Sie leider keinen Besuch empfangen, um die Ansteckungsgefahr möglichst gering zu halten.

Familienzimmer

Sie haben die Möglichkeit ein Familienzimmer zu nutzen. In diesem Fall muss der Vater überwiegend im Zimmer bleiben und darf während des Aufenthalts das Klinikgelände nicht verlassen. 

Storchenparkplätze

Da unsere Storchenparkplätze auf dem Klinikgelände liegen, stehen diese leider momentan nicht zur Verfügung.

Eltern-Info-Abende, Kurse der Elternschule sowie alle anderen Veranstaltungen innerhalb des Klinikums sind zunächst bis auf weiteres abgesagt.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihr Verständnis

Ihr Team der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe

hr-info-Beitrag vom 5. Mai

Prof. Dr. med. Thomas Müller über die Geburtshilfe in Zeiten von Covid-19
zum Beitrag

Covid-19 und Schwangerschaft/Geburt: Häufig gestellte Frage

Die Informationen, die wir Ihnen hier zur Verfügung gestellt haben, wurden vom Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), vereint im German Board and College of Obstetrics and Gynecology (GBCOG), zusammengestellt.

Bin ich als Schwangere durch das Coronavirus gefährdeter als andere Frauen?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es international keinen Hinweis, dass Schwangere durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Es wird erwartet, dass die große Mehrheit der schwangeren Frauen nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich einer Erkältung beziehungsweise Grippe aufweist. Schwerwiegendere Symptome wie Lungenentzündung scheinen bei älteren Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Langzeiterkrankungen häufiger zu sein. Wenn eine bereits vor der Schwangerschaft bestehende Herz- oder Lungenerkrankung vorliegt, könnten eher Komplikationen bei Atemwegsinfektion wie bei der Coronavirusinfektion eintreten. 

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf mein Baby, wenn bei mir eine Infektion diagnostiziert wird?

Da es sich um ein sehr neues Virus handelt, fangen wir gerade erst an, etwas darüber zu lernen. Es gibt keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann (dies wird als vertikale Übertragung bezeichnet). Es wird daher als unwahrscheinlich angesehen, dass das Virus beim Fetus zu Anomalien führt. Bislang wurde international nur über 20 Schwangerschaften berichtet, alle fanden in China statt. In keinem Fall war ein Neugeborenes infiziert. Es wurden keine Auffälligkeiten bei Mutter und Kind berichtet.

Was kann ich tun, um mein Risiko, am Coronavirus zu erkranken, zu verringern?

Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Hände regelmäßig und effektiv waschen, sobald Sie von öffentlichen Orten nach Hause oder an den Arbeitsplatz kommen. Vermeiden Sie unbedingt den Kontakt mit allen Personen, auch der Familie, wenn die Symptome einer Erkältungskrankheit oder Fieber aufweisen. Hier finden Sie nützliche Tipps, wie Sie das Infektionsrisiko am besten reduzieren können:

Welche Reisehinweise gelten, wenn ich schwanger bin?

Prinzipiell gilt, dass Sie zur Vermeidung einer Übertragung Abstand zu Mitreisenden halten sollten – im Alltag, als auch unterwegs in Bahnen, Bussen etc.. Wenn Sie sich in Deutschland befinden, sollten Sie den Ratschlägen des Bundesministeriums für Gesundheit folgen (www.bundesgesundheitsministerium.de), die regelmäßig entsprechend der sich entwickelnden Situation gemeinsam mit weiteren Bundesministerien und dem RKI aktualisiert werden. Alle Personen, einschließlich schwangerer Frauen, sollten vor Reiseantritt sicherstellen, dass sie über angemessene Versicherungsvereinbarungen verfügen. Sie sollten auch überprüfen, ob Ihre Reiseversicherung die Geburt und Betreuung Ihres Neugeborenen abdeckt, für den Fall dass Sie im Ausland gebären sollten. Bezogen auf das Ausland ist das Reiserisiko für Schwangere nicht höher ist als für andere Reisende. Beachten Sie bitte die Seite des Auswärtigen Amts mit Reisewarnungen für bestimmte Gebiete (www.auswaertiges-amt.de).

Was gilt, wenn ich engen Kontakt zu Personen hatten, die auf COVID-19 positiv getestet wurden?

Eine Corona-Infektion äußert sich durch grippeähnliche Symptome, wie trockener Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Wenden Sie sich telefonisch an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt. Durch diese/n werden Sie über alle weiteren Maßnahmen aufgeklärt. Wenden Sie sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen telefonisch an Ihr zuständiges Gesundheitsamt (dieses können Sie hier ermitteln: tools.rki.de/plztool/), oder rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117. Aktuell sind noch keine Behandlungsmöglichkeiten oder Impfungen bekannt. Die Diagnose wird mit einem Abstrichbefund aus dem Mund- und Rachenbereich gestellt.

Was soll ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

Wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden, sollten Sie sich telefonisch an Ihre/n Frauenärztin/-arzt wenden, um auf Ihre Diagnose aufmerksam zu machen. Wenn Sie keine oder leichte Symptome haben und keine Risikofaktoren für Komplikationen bei Ihnen oder weiteren Personen im Haushalt vorliegen (z.B. relevante chronische Grunderkrankungen), können Sie sich unter Betreuung durch einen behandelnden Arzt zu Hause zu erholen. Wenn Sie schwerere Symptome haben, werden Sie möglicherweise in einem Krankenhaus behandelt.

Wann sollte ich isoliert werden?

Eine Isolation wird empfohlen, wenn:

  • Sie mit jemandem in Kontakt gekommen sind, der an einer Coronavirusinfektion leidet;
  • Sie ein bestimmtes Gebiet oder Land besucht haben, in denen COVID-19-Fälle vorkommen oder das als Risikogebiet ausgewiesen wurde;
  • Sie Symptome haben, die auf eine Infektion mit dem Coronavirus hinweisen, und darauf warten, getestet zu werden oder auf Ihre Ergebnisse;
  • Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden und es Ihnen empfohlen wurde, sich zu Hause zu erholen.

Kriterien zur Aufhebung von Isolierungsmaßnahmen und zur Entlassung aus dem Krankenhaus
Nach aktuellem Wissensstand ist eine Entisolierung zu Hause bzw. Entlassung aus der Klinik frühestens 10 Tage nach Symptombeginn und Erfüllung ALLER folgender Kriterien vertretbar:

  • Fieberfreiheit seit mind. 48 Stunden;
  • Symptomfreiheit seit mind. 24 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung
  • 2 negative SARS-CoV-2-PCR-Untersuchungen im Abstand von 24 Stunden gewonnen aus Mund-Rachen-Abstrichen.
Was soll ich tun, wenn ich aufgefordert werde, mich selbst zu isolieren?

Schwangere, denen geraten wurde, sich selbst zu isolieren, sollten im Haus bleiben und 14 Tage lang den Kontakt mit anderen vermeiden. Das RKI gibt hierzu dezidierte Empfehlungen:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html

Konkret bedeutet das:

  • nicht zur Schule oder zur Arbeit oder in öffentliche Bereiche zu gehen;
  • keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen – bleiben Sie zu Hause und erlauben Sie keine Besuche;
  • lüften Sie die Räume, in denen sie sich befinden;
  • trennen Sie sich so weit wie möglich von anderen Personen im Haushalt, indem Sie ihre eigenen Handtücher, Geschirr und Utensilien verwenden und zu unterschiedlichen Zeiten essen;
  • bitten Sie Freunde und Familie oder nutzen Sie Lieferservices, um Besorgungen für Sie zu erledigen. Die Übergabe sollte dann ohne direkten Kontakt erfolgen.

Kann ich trotzdem an meinen vorgeburtlichen Terminen teilnehmen, wenn ich mich selbst isoliert habe?

Sie sollten sich an Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt wenden, um sie/ihn darüber zu informieren, dass Sie sich derzeit in Selbstisolierung für eine mögliche beziehungsweise bestätigte Coronavirus-Infektion befinden. Es ist wahrscheinlich, dass routinemäßige vorgeburtliche Termine ohne Schaden für Sie oder Ihr Kind herauszögert werden, bis die Isolation endet. Wenn Ihre Hebamme oder Ihr Arzt darauf hinweist, dass Ihr Termin nicht warten kann, werden die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, damit Sie den Termin wahrnehmen können.

Was mache ich, wenn ich mich unwohl fühle oder mir während der Selbstisolation Sorgen um mein Baby mache? 

Ihr ambulant betreuender Arzt und das zuständige Gesundheitsamt sollten gemeinsam mit Ihnen und ggf. Ihrer Betreuungsperson das Vorgehen im Falle einer notfallmäßigen bzw. außerhalb der üblichen Erreichbarkeiten eintretenden Zustandsverschlechterung im Vorhinein festlegen. Das Vorgehen sollte sowohl das aufnehmende Krankenhaus, die mitzuführenden Unterlagen als auch das geeignete Transportmittel dorthin umfassen. Schwangeren wird empfohlen, keine allgemeinen Sprechstunden oder Kliniken zu besuchen, es sei denn, sie benötigen dringend eine medizinische Versorgung. Wenn Sie während Ihrer Selbstisolationsphase Bedenken hinsichtlich des Wohlbefindens Ihrer selbst oder Ihres ungeborenen Kindes haben, wenden Sie sich an Ihren Frauenarzt bzw. Ihre Frauenärztin. Wenn dort die Aufnahme in ein Krankenhaus empfohlen wird, werden schwangere Frauen gebeten, mit privaten Verkehrsmitteln zu reisen oder einen Krankenhaustransport zu arrangieren und vor dem Betreten des Krankenhauses die Klinik telefonisch zu benachrichtigen. 

Wird sich die Selbstisolierung aufgrund einer vermuteten oder bestätigten Infektion mit COVID-19 darauf auswirken, wo ich gebäre?

Als Vorsichtsmaßnahme wird schwangeren Frauen mit Verdacht auf oder bestätigter Coronavirus-Infektion bei Wehen empfohlen, zur Geburt eine Klinik aufzusuchen, in der das Baby kontinuierlich elektronisch überwacht und der Sauerstoffgehalt stündlich geprüft werden kann. Die kontinuierliche Überwachung des Fetus dient dazu, zu überprüfen, wie Ihr Baby auf Wehen reagiert. Da eine kontinuierliche Überwachung des Fetus nur in einer geburtshilflichen Abteilung stattfinden kann, in der Ärzte und Hebammen anwesend sind, wird nicht empfohlen, zu Hause oder in einem Geburtshaus zu gebären, in dem nur Hebammen anwesend sind.

Wird sich die Selbstisolierung aufgrund einer vermuteten oder bestätigten Infektion mit COVID-19 auf meine Geburt auswirken?

Derzeit gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Sie nicht vaginal gebären können oder dass ein Kaiserschnitt sicherer ist, wenn eine Coronavirus-Infektion vermutet oder bestätigt wurde. Wenn Ihre Atemwegserkrankung (Atmung) jedoch darauf hindeutet, dass eine dringende Entbindung erforderlich ist, kann eine Kaiserschnittgeburt empfohlen werden. Es gibt auch keine Hinweise darauf, dass Frauen mit Verdacht auf oder mit bestätigter Coronavirus-Infektion keine PDA haben können. Die Verwendung von Lachgas kann jedoch die Aerosolisierung und Ausbreitung des Virus erhöhen – davon wird ausdrücklich abgeraten.

Was passiert, wenn ich während meiner Selbstisolationsphase Wehen bekomme?

Wenn Sie Wehen bekommen, sollten Sie Ihre Entbindungsstation um Rat fragen und sie darüber informieren, dass Sie eine Coronavirus-Infektion vermutet oder bestätigt haben. Ihr Geburtsteam wird Sie über Möglichkeiten beraten.

Könnte ich meinem Baby das Coronavirus übertragen?

Da es sich um ein neues Virus handelt, gibt es nur begrenzte Hinweise auf die Behandlung der Coronavirus-Infektion bei Frauen, die gerade geboren haben. Es gibt jedoch keine Berichte darüber, dass Frauen, bei denen im dritten Schwangerschaftstrimester eine Coronavirus-Infektion diagnostiziert wurde, das Virus im Mutterleib an ihre Babys weitergegeben haben. Die Datenbasis ist hier sehr gering; Bei 20 Fällen wurde bei den Neugeborenen kein Virus nachgewiesen. Alle Infektionen sind im 3. Trimenon erfolgt.

Wird mein Baby auf Coronavirus getestet?

Ja, wenn zum Zeitpunkt der Geburt Ihres Babys ein Coronavirus bei Ihnen vermutet oder bestätigt wurde, wird Ihr Baby auf Coronavirus getestet.

Kann ich bei meinem Baby bleiben, wenn das Coronavirus bei mir vermutet oder bestätigt wird?

Ja, wenn das Ihr Wunsch ist. Vorausgesetzt, Ihrem Baby geht es gut und es muss nicht in der Neugeborenenstation gepflegt werden. Eine Diskussion über die Risiken und Vorteile sollte zwischen Ihnen, Ihrer Familie und den Ärztinnen bzw. Ärzten, die sich um Ihr Baby kümmern, stattfinden. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Kann ich mein Baby stillen?

Ja. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass das Virus über die Muttermilch übertragen werden kann. Daher wird davon ausgegangen, dass die anerkannten Vorteile des Stillens die potenziellen Risiken einer Übertragung des Coronavirus überwiegen. Infizierte Mütter oder Verdachtsfälle sollten beim Stillen durch Hygienemaßnahmen wie gründliches Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit dem Kind und durch das Tragen eines Mundschutzes eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion verhindern. Diese Empfehlung kann sich ändern, wenn sich das Wissen über das neue Virus weiterentwickelt.

Wenn Sie Ihr Baby stillen möchten, werden die folgenden Vorsichtsmaßnahmen empfohlen:

  • Waschen Sie Ihre Hände ausreichend lang, bevor Sie Ihr Baby, die Milchpumpe oder die Flasche berühren;
  • Tragen Sie eine Gesichtsmaske zum Füttern an der Brust;
  • Befolgen Sie nach jedem Gebrauch die Empfehlungen zur Pumpenreinigung;
  • Wenn Sie Ihr Baby mit Milchnahrung oder Milch füttern möchten, wird empfohlen, die Sterilisationsrichtlinien strikt einzuhalten;
  • Wenn Sie im Krankenhaus Muttermilch abpumpen, sollte eine spezielle Pumpe verwendet werden.

Ist eine Mutter nicht in der Lage, ihr Kind zu stillen, kann die Muttermilch auch abgepumpt werden und über eine weitere Person an den Säugling verfüttert werden. Auch hierbei sollte auf die Hygiene geachtet und Pumpe sowie Fläschchen nach dem Gebrauch sterilisiert werden.

Besondere Schwerpunkte des Fachbereichs

Vor der Geburt
Informationsabende für werdende Eltern mit Kreißsaalführung

Die Geburt Ihres Kindes soll für Sie eine schöne Erinnerung werden, deshalb ist es wichtig, dass Sie sich in der Umgebung, in der Ihr Kind auf die Welt kommen soll, wohlfühlen. Wir laden Sie herzlich zum Informationsabend für werdende Eltern inkl. Kreißsaalführung ein. Im Gespräch mit Hebammen, Frauenärzten, Kinderärzten und Fachpflegepersonal erhalten Sie Informationen über die Geburt und das Wochenbett. Danach besteht die Möglichkeit, den Kreißsaal und die Wochenstation zu besichtigen.

Unabhängig davon können Sie den Kreißsaal sowie die Eltern-Kind-Station jederzeit nach telefonischer Rücksprache besichtigen.

Pränataldiagnostik

Das Stichwort umfasst die gesamte Bandbreite der Diagnostik vor der Geburt des Kindes.
Besteht der Verdacht einer Fehlbildung des Ungeborenen oder man will sicher sein, dass keine Fehlbildung vorliegt, können Sie dies in der Klinik durch weitergehende sonographische Untersuchungen überprüfen lassen. Die Kollegen der Kinderklinik werden frühzeitig in die Beratungsgespräche über weitere Diagnostik und ggf. Therapie einbezogen.

Folgende Methoden der Pränataldiagnostik stehen Ihnen zur Verfügung

  • Dopplersonographie zur Erkennung einer Versorgungsstörung des Ungeborenen und Bestimmung des Schweregrads
  • 3D/4D-Sonographie bei speziellen Fragstellungen
  • Fruchtwasseruntersuchungen (Amniozentese und Chorionzottenbiopsie) zur Abklärung einer Chromosomenstörung
  • Blutentnahmen aus der Nabelschnur (Cordozentese) bei Verdacht auf Blutarmut oder Infektion
  • Auffüllung der Fruchthöhle (Amnioauffüllung) zur weiteren Abklärung bei Fruchtwasserarmut
  • Die Klinik verfügt u. a. über mehrere Hochleistungs-Ultraschallgeräte, eingesetzt wird die modernste digitale Ultraschalltechnik inklusive der 3D-Schnittbild- bzw. Oberflächenberechnung.

Für weiterführende Informationen haben wir Ihnen hier einige Links zusammengestellt:
www.down-syndrom-netzwerk.de
www.down-syndrom.org
www.leona-ev.de
www.kindernetzwerk.de
www.herzkinder.de

Veranstaltungsinfos

Wann:2., 3. & 4. Dienstag im Monat
19:00-21:00 Uhr
Ort:Konferenzraum 115
5.OG
HB-Gebäude

Keine Anmeldung erforderlich
Die Teilnahme ist kostenlos

Zum Veranstaltungskalender

Während der Geburt
Kreißsaal & Ambulanz Geburtshilfe

In unserem Kreißsaal schaffen wir für Sie ein Ambiente zum Wohlfühlen. Mit der eigenständigen geburtshilflichen Ambulanz in unmittelbarer Nähe zum Kreißsaal können Sie sich in geschützter und ruhiger Atmosphäre abseits der normalen Geschäftigkeit eines Krankenhauses zur Geburt anmelden und zu Kontrolluntersuchungen sowie zu Beratungs- und Informationsgesprächen kommen. In den Räumen der geburtshilflichen Ambulanz findet außerdem die pränatale Diagnostik sowie die Hebammen- und Schwangerensprechstunde statt.

Für eine Geburt in einer Atmosphäre von Geborgenheit und Sicherheit bieten wir Ihnen:
  • Akupunktur
  • Aromatherapie
  • Entspannungsbad
  • Geburt in verschiedenen Gebärhaltungen
  • Homöopathie
  • Schmerzarme Geburt (Peridualanästhesie)
  • Wassergeburt
  • Gebärinsel (Einbindung des Vaters)

In direkter Nachbarschaft zum Kreißsaal liegen die zentralen Operationssäle, so kann ein im Notfall notwendiger Kaiserschnitt jederzeit ermöglicht werden. Als Eltern-Kind-Zentrum der höchsten deutschen Versorgungsstufe ist in unserem Kreißsaal, einzigartig in Hanau, immer auch ein Kinderarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin anwesend.

Leitende Hebamme

Hebamme
Sonja Jens

Nach der Geburt
Eltern-Kind-Station

Auf der Eltern-Kind-Station heißt Sie ein qualifiziertes Team von Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern, Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzten, Physiotherapeuten und Servicekräften herzlich willkommen. Sie begleiten Sie fachgerecht vor und nach der Geburt und unterstützen Sie während Ihres gesamten stationären Aufenthaltes.

Rooming-In

Die körperliche Nähe und Zuwendung zu Ihrem Kind - dafür steht das Rooming-In. Nach der Geburt Ihres Kindes haben Sie die Möglichkeit Ihr Kind Tag und Nacht bei sich im Zimmer zu versorgen. Um eine intensive Mutter-Kind- bzw. Eltern-Kind-Beziehung aufzubauen, sind Sie als Mutter oder Vater die wichtigsten Bezugspersonen. Gerne stellen wir Ihnen auf Wunsch unser Familienzimmer zur Verfügung. Bei indizierter medizinischer Notwendigkeit verfügen wir über entsprechende Räumlichkeiten Ihr Kind direkt in Ihrer Nähe zu überwachen.

Die Eltern-Kind-Station bietet Ihnen:
  • Zweibettzimmer mit eigenem Duschbad
  • Einbettzimmer/Familienzimmer auf Wunsch
  • Frühstücksbuffett
  • Stillzimmer mit professioneller Stillanleitung
  • Gutschein für ein kostenloses Babyfoto durch eine Babyfotografin der Firma Babysmile
  • Tägliche ärztliche und pflegerische Visiten
  • Hilfe zur Versorgung und Pflege Ihres Neugeborenen
  • Hörscreening für Neugeborene
  • Stoffwechselscreening nach 36 Lebensstunden Ihres Kindes
    In den ersten Lebenstagen nach der Geburt werden jedem Neugeborenen einige Tropfen Blut aus der Ferse abgenommen und auf folgende Stoffwechselerkrankungen untersucht:
    • Hypothyreose (Störung der Schilddrüsenfunktion)
    • Phenyl - Ketonurie (Störung in der Verwertung der Aminosäure Phenylalanin)
    • Galaktosämie (Störung in der Verwertung des Milchzuckers Galaktose)
    • Biotinidasemangel (Störung in der Verwertung des Vitamins Biotin)

Mit der Tandem-Massenspektrometrie kann die gleiche Blutmenge auf 15 weitere Störungen im Eiweiß- und Fettstoffwechsel untersucht werden.

  • Phototherapie bei medizinischer Indikation für Neugeborene
  • Im Bedarfsfall Hüft- und Nierensonographie
  • U 2-Vorsorgeuntersuchung 
  • Weiterleitung der Geburtsanzeige zum Standesamt
  • Tageszeitung des Hanauer Anzeigers vom Tag der Geburt als Erinnerung

Wir freuen uns, Sie bald bei uns begrüßen zu dürfen und unterstützen Sie gern dabei, in Ihre neue Lebenssituation hineinzuwachsen.

Pflegerische Leitung

Sabine Jüngling

Elternschule

Wenn Sie ein Kind erwarten, verändert sich Ihr Leben in besonderer Weise. Die Schwangerschaft vollzieht sich nicht nur im körperlichen, sondern auch im seelischen Erleben der Frau und des Mannes. Sie sind sich dessen bewusst und befinden sich daher in einer Orientierungs - bzw. Aufbruchsphase. Wenn Ihr Kind das Licht der Welt erblickt, wird auch eine Familie geboren. Damit Sie das neue Leben mit Ihrem Kind möglichst gesund und stressfrei beginnen können, sind wir vor, während und nach der Geburt für Sie da!  Wir verstehen uns als Ansprechpartner für alle Schwangeren bzw. werdenden Eltern und stellen in unserer Elternschule eine ganzheitliche Versorgung von der Schwangerschaft bis zum zweiten Geburtstag Ihres Kindes sicher.

Wir können und möchten Sie in dieser so wichtigen Lebensphase informieren, stützen und begleiten und haben ein umfangreiches Kursangebot für Sie zusammengestellt. Weiterführende Informationen zu den von uns angebotenen Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender oder im aktuellen Programmheft der Elternschule.

Koordinatorin

Nicole Moreno Giesel

Informationen und Anmeldung

Marion Poth-Eckardt
Mo.-Fr.: 09:00-12:00 Uhr
Tel.: (06181) 296-2561
Fax: (06181) 296-2567