Organspende: Klinikum Hanau informiert im Arzt-Patienten-Seminar am 5. November
Oberärztin Dr. med. Christine Reichert-Eckhardt erklärt Voraussetzungen, die Bedeutung des Hirntods und Möglichkeiten zur Dokumentation der persönlichen Entscheidung
Hanau, 30. Oktober 2026. Stellen Sie sich vor, Sie selbst, Ihr Partner oder Ihr Kind wartet verzweifelt auf ein lebensrettendes Organ. Die Monate vergehen und der Anruf, der alles verändern könnte, bleibt aus. Diese bedrückende Realität ist Alltag für Tausende von Menschen. Rund 8.200 Menschen standen 2025 in Deutschland auf der Warteliste für eine Organtransplantation. Obwohl die Einstellung zur Organspende seit Jahren überwiegend positiv ist und mehr als die Hälfte der Bevölkerung bereits eine persönliche Entscheidung getroffen hat, besitzen nur etwa 40 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis. Viele Menschen sind unsicher, wie sie ihre Entscheidung verbindlich dokumentieren können
Das Arzt-Patienten-Seminar am Donnerstag, 5. November 2026, bietet dazu Orientierung: Dr. med. Christine Reichert-Eckhardt, Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie informiert über die Grundlagen der Organspende, die Bedeutung des Hirntods und die Voraussetzungen für eine Spende. Die Veranstaltung beginnt um 17 Uhr und findet im Konferenzraum 115 im 5. Obergeschoss des HB-Gebäudes am Klinikum Hanau statt.
Mit nur einer postmortalen Organspende können gleich mehrere Leben gerettet werden. Die Erfolgsrate von Organtransplantationen ist hoch: Ein Jahr nach einer Nierentransplantation liegt die Überlebensrate beispielsweise bei über 90 Prozent. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) koordiniert seit mehr als 20 Jahren die postmortale Organspende in Deutschland. Mit Informationsangeboten und der Unterstützung von Krankenhäusern leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Transplantationsmedizin und zur Steigerung der Organspenderzahlen.
„Mit unseren Arzt-Patienten-Seminaren möchten wir verlässliche Informationen zu wichtigen Gesundheitsthemen vermitteln und zugleich Raum für die persönlichen Fragen der Besucherinnen und Besucher schaffen“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums, Stefan Gröger. Die Veranstaltung dauert rund eineinhalb Stunden, dabei ist ausreichend Zeit für Fragen rund um das Thema vorgesehen. Der Eintritt ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Plätze erforderlich und kann telefonisch unter (0174) 3318228 oder hier über die Website erfolgen

