Herzrhythmus-Behandlung mit ausgezeichneten Strukturen
Das Team des Vorhofflimmerzentrums unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Guido Groschup freut sich gemeinsam mit Gloria Zörner, Leitung Qualität & Compliance (ganz links), und Geschäftsführer Stefan Gröger (ganz rechts) über die Rezertifizierung als Vorhofflimmerzentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie.
Hanau, 18. August 2026. Vorhofflimmerzentrum am Klinikum Hanau erfolgreich für weitere fünf Jahre rezertifiziert
Rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden an Vorhofflimmern, der häufigsten Herzrhythmusstörung überhaupt. Unbehandelt kann sie schwerwiegende Folgen haben, darunter Schlaganfälle oder eine zunehmende Herzschwäche. Umso wichtiger ist eine qualitätsgesicherte und spezialisierte Behandlung. Dass Patientinnen und Patienten am Klinikum Hanau dabei in guten Händen sind, bestätigt nun die erfolgreiche Rezertifizierung des Vorhofflimmerzentrums durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK). Die Auszeichnung gilt für weitere fünf Jahre. Das Urteil der Auditoren fiel dabei eindeutig aus: „Das Zentrum sollte rezertifiziert werden. Es gab keinen relevanten Optimierungsbedarf im Rahmen der Rezertifizierung als Vorhofflimmerzentrum.“ Die Rezertifizierung bestätigt, dass das Zentrum die hohen fachlichen, organisatorischen und strukturellen Anforderungen der Fachgesellschaft weiterhin erfüllt. Bereits 2023 war die Klinik für Rhythmologie am Klinikum Hanau erstmals als Vorhofflimmerzentrum zertifiziert worden.
„Die erneute Zertifizierung ist eine große Anerkennung für die Arbeit unseres gesamten Teams“, sagt Dr. med. Guido Groschup, Chefarzt der Klinik für Rhythmologie. „Das Auditorenvotum zeigt, dass wir unseren Patientinnen und Patienten eine Behandlung auf höchstem fachlichem Niveau bieten und gleichzeitig etablierte Prozesse geschaffen haben, die eine optimale Versorgung vor, während und nach dem Eingriff ermöglichen.“
Um diese Auszeichnung zu erhalten und weiter führen zu dürfen, müssen Kliniken umfangreiche Kriterien erfüllen. Dazu gehören eine hohe Erfahrung in der Behandlung von Vorhofflimmern, speziell qualifizierte Rhythmologinnen und Rhythmologen, moderne technische Ausstattung sowie klar definierte und dokumentierte Behandlungsprozesse. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit zahlreicher Bereiche im Klinikum. Von der Terminplanung und der Vorbereitung der Patientinnen und Patienten über die elektrophysiologischen Eingriffe bis zur stationären Betreuung und Nachsorge greifen die Abläufe ineinander.
Geschäftsführer Stefan Gröger sieht in der erneuten Auszeichnung eine wichtige Bestätigung: „Die Rezertifizierung zeigt, dass wir unseren Patientinnen und Patienten auch bei hochspezialisierten Behandlungen dauerhaft eine qualitativ hochwertige und verlässliche Versorgung bieten können. Sie ist gleichzeitig ein Beleg für die hervorragende Zusammenarbeit vieler Berufsgruppen im Haus.“
Für die Verantwortlichen der Klinik für Rhythmologie ist die Auszeichnung deshalb weit mehr als eine formale Bestätigung. Sie ist zugleich ein Versprechen an die Patientinnen und Patienten: eine evidenzbasierte, strukturierte und menschlich zugewandte Behandlung nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Über die Klinik für Rhythmologie
Die spezielle Rhythmologie ist ein Teilbereich der Kardiologie und befasst sich mit der Diagnose und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Neben der medikamentösen Therapie kann eine Herzrhythmusstörung mit einer elektrophysiologischen Untersuchung und einer damit einhergehenden interventionellen Verödungstherapie (Ablation) dauerhaft behandelt bzw. geheilt werden. Eine solche Therapie wird bei zahlreichen schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörungen angewandt – dabei verödet der Rhythmologe die krankhaften und zu einer Herzrhythmusstörung führenden Bereiche.
Die Klinik für Rhythmologie stellt eine ideale Ergänzung zur Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und internistische Intensivmedizin dar und arbeitet mit deren Team Hand in Hand. Die Klinik hält das gesamte Spektrum der interventionellen Elektrophysiologie vor. Neben der konventionellen Ablation, z.B. bei AV-Knoten-Reentrytachykardien, steht eine 3D-Mappingtechnologie der neuesten Generation zur Behandlung komplexer Rhythmusstörungen zur Verfügung. Dadurch können die Herzkammern originalgetreu abgebildet werden. Zudem können Informationen zur Erregungsausbreitung ebenso wie narbige Veränderungen graphisch dargestellt werden. Dies ermöglicht eine exakte Analyse und Behandlung der vorliegenden Rhythmusstörung unter Berücksichtigung der individuellen Veränderungen des Herzens. Neben der Behandlung von Vorhofflimmern bzw. Vorhofflattern in der linken Vorkammer können damit auch Kammerrhythmusstörungen, z.B. nach einem Herzinfarkt, behandelt werden. Die kontinuierliche Anpressdruckmessung der verwendeten Katheter erhöht dabei die Sicherheit und Effektivität der Behandlung.


