Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen

Schwierigkeiten beim Hören, mit Schwindel mit der Atmung oder beim Schlafen sollten Sie nicht einfach als gegeben hinnehmen.

In der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten steht allen Patienten das gesamte diagnostische und organisatorische Leistungsspektrum der Maximalversorgung zur Verfügung. In der HNO-Klinik und der daran angeschlossenen HNO-Praxis werden alle Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen sowohl ambulant als auch stationär behandelt. Die Klinik und Praxis stehen allen Patienten offen und bedürfen keiner Facharztüberweisung. Wir verfügen über einen nach modernsten Kriterien eingerichteten Operationssaal. Es stehen alle Betäubungsverfahren wie Vollnarkose, Teilnarkose als auch örtliche Betäubungsverfahren zur Verfügung. Moderne operative Techniken erlauben es uns, viele Operationen ambulant durchzuführen.

Sprechstunden & Kontakt

Sprechstunde HNO-Praxis
Kontakt:Tel.: (06181) 24727
Zeiten:Mo., Di., Do.:  08:00-18:00 Uhr
Mi.:                  08:00-16:00 Uhr
Fr.:                   08:00-13:30 Uhr
Und nach Vereinbarung
Notfallsprechstunde / HNO ärztlicher Notdienst
Kontakt:Tel.: (06181) 296-24727
Zeiten:Sa., So., & Feiertage: 10:30-12:00 Uhr
Spezielle plastische Sprechstunde
Kontakt:Tel.: (06181) 24727
Zeiten:Mi.: 14:30-15:30 Uhr
Spezielle Sprechstunde Allergologie
Kontakt:Tel.: (06181) 24727
Zeiten:nach telefonischer Vereinbarung

Team

Das Team der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenerkrankungen wird geleitet von:

Leitung

Leitung
Dr. med. Detlef Oldenburg

Leitung
Dr. med. Predrag Simic

Leitung
Dr. med. Torsten Kuhn

Leitung
Dr. med. Tobias Schoen

Leistungsspektrum

Neben der Behandlung üblicher HNO-Erkrankungen führen wir Allergie-Tests durch, untersuchen die Ursachen von Gleichgewichtsstörungen, helfen bei Stimm- und Sprachstörungen und diagnostizieren Schnarch-Probleme. Wir untersuchen Hörstörungen, besonders bei Kindern und Säuglingen - hier bieten wir entsprechende Vorsorge-Untersuchungen an. Viele Beschwerden und Erkrankungen im Bereich von Hals, Nase und Ohren lassen sich durch einen operativen Eingriff vollständig beheben. Auch operativ sind unsere Ärzte hoch qualifiziert. Sie verfügen über eine langjährige berufliche Erfahrung und haben ständige Operationspraxis.

Operative Schwerpunkte
  • Mandelteilentfernung (Tonsillotomie), Polypen-Entfernung (Adenotomie)
  • Nasen und Nasennebenhöhlenchirurgie
  • Chirurgie von Schnarcherkrankungen
  • Plastisch, ästhetische Nasenchirurgie
  • Laserchirurgische Eingriffe des Weichgaumens, des Kehlkopfes, der Haut und der Nase
  • Weichteilchirurgie des Halses und der großen Kopfspeicheldrüsen
Diagnostische und therapeutische Schwerpunkte
  • Behandlung von Tinnitus und Hörsturz
  • Behandlung von Schwindel
  • Diagnostik und Therapie von Schlafbezogenen Atmungsstörungen
  • Akupunktur
  • Allergologie/ Hypo-Sensibilisierungs-Therapie
Hals

Mandeloperation

Die Entfernung der Gaumenmandeln (Tonsillektomie) stellt wohl die häufigste und bekannteste HNO-ärztliche Operation dar. Nach strenger Indikationsstellung (z. B. chronische, rezidivierende Entzündungen der Gaumenmandeln, Zustand nach Mandel-Abszess oder bei Tumorverdacht) wird die Operation bei Kindern in Vollnarkose und bei Erwachsenen sowohl in Vollnarkose als auch in örtlicher Betäubung durchgeführt.Da eine Nachblutungsgefahr von wenigen Prozenten aller Operationen besteht, ist eine stationäre Überwachung von fünf Tagen erforderlich und nach der stationären Entlassung sollte eine körperliche Schonung zu Hause erfolgen

Verkleinerung der Mandeln

Wenn die Mandeln stark vergrößert sind und die Luft- und Speisewege einengen ohne häufig entzündet zu sein, kann eine alleinige Verkleinerung der Mandeln - Kappung oder Tonsillotomie - notwendig sein. Wir führen diesen Eingriff mit dem Laser oder mit dem elektrischen Messer( bipolaren Thermotherapie) durch.
Die Vorteile dieser Methode liegen darin, dass die Mandeln als Teil des Immunsystems erhalten bleiben und nach der Operation kaum eine Blutungsgefahr besteht. Die Kappung (Tonsillotomie) erfolgt in Vollnarkose und dauert zirka 40 Minuten. Nach der Operation ist Schonung für zirka zehn Tage notwendig. Die Schmerzen sind meist weniger ausgeprägt als nach einer kompletten Entfernung der Mandeln und lassen sich mit üblichen Schmerzmitteln therapieren.

Polypen-Entfernung

Bei Kindern sind oft die vergrößerten Rachendachmandeln (Adenoide Vegetationen, volkstümlich: Polypen) Anlass zu wiederkehrenden Tubenmittelohrkatarrhen, Ohrenentzündungen, chronischem Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Verzögerung in der Sprachentwicklung.
Ihre Entfernung (Adenotomie oder Adenoidektomie) wird in schonender Weise in Vollnarkose durch den Mund durchgeführt. Die Nachblutungsgefahr und eventuelle Schluckbeschwerden sind wesentlich geringer als bei der Mandeloperation. Mit einer Veränderung des Sprachklanges wegen der nun freigegebenen Nasenatmung und der erforderlichen Umstellung der Gaumenmuskulatur ist für Tage bis Wochen nach der Operation zu rechnen.
Wenn zusätzlich ein Eingriff am Trommelfell bzw. Mittelohr (Paracentese oder Einlage einer Paukendrainage) erforderlich ist, kann er in derselben Narkose durchgeführt werden.

Kehlkopfoperation

Vielfältige Erkrankungen des Kehlkopfes (z. B. Zysten, Polypen Tumoren, Stimmbandauflagerungen und Schwellungen bzw. Verdickungen, Polypen, warzenartige Veränderungen, so genannte Sängerknötchen, gut- und bösartige Tumoren u. a.) können durch diese Methode diagnostiziert und behandelt werden.
Die Kehlkopfendoskopie wird unter Zuhilfenahme des Operationsmikroskops in Vollnarkose durchgeführt. Unter zu Hilfeanhme des Lasers können Tumoren und gutartige Neubildungen blutungsarm entfernt werden.

Unterkieferspeicheldrüse

Bei der Operation wird die Drüse unter Schonung des Gesichtsnervens, der über die Drüse zum Mundwinkel läuft, komplett entfernt. Die OP erfolgt über eine intraoperatives Kontrolle des Gesichtsnerven.

Nase

Nasenscheidewand-OP

Bei ständiger Nasenatmungsbehinderung, Kopfschmerz und ausgeprägtem Schnarchen ist eine Operation der Nasenscheidewand und an den Nasenmuscheln sinnvoll. Die Nasenscheidewand kann wachstumsbedingt oder nach einer Verletzung oder Fraktur der Nase durch Verbiegungen die Nasenatmung behindern. Die Schwellkörper der Nase (Nasenmuscheln) sind häufig bei Allergikern und bei regelmäßigem Gebrauch von Nasentropfen (Privinismus)vergrößert.

Septum-Operation: die Operation erfolgt durch die Nase, führt also nicht zu sichtbaren Narben.
Während einer Operation der Nasenscheidewand werden die verbogenen knorpeligen und knöchernen Anteile der Nasenscheidewand entfernt. Entnommenes Knorpelmaterial wird anschließend wieder zwischen die Schleimhautblätter eingesetzt. Hier finden auch zahlreiche Lasersysteme ihren Einsatz.

Nasenmuschel-OP

Der Schleimhautüberschuss der Nasenmuschel wird durch eine Muschelverkleinerung mit Hilfe einer feinen Nadel elektrisch eingeschrumpft. Eine andere Methode ist die chirurgische Abtragung. Neu ist die Methode der so genannten Conchiosuccion. Dabei wird der Schwellkörper der Nasenmuschel mit Hilfe eines rotierenden Messers ausgesaugt und dadurch reduziert. Diese sehr elegante Methode wird zurzeit noch nicht von allen Kassen übernommen, kann aber auch als Privatleistung in Anspruch genommen werden. Ebenfalls zur Anwendung kommen verschiedene Lasersysteme (Co2 -Laser, Diodenlaser)

Nasenkorrektur

Die ästhetische Chirurgie der Nase ist einer der schwierigsten plastisch-chirurgischen Eingriffe des Gesichtes.
Das Endergebnis einer Schönheitsoperation der Nase wird ebenso von der individuellen Anatomie des Patienten, als auch von den Fähigkeiten des Operateurs bestimmt. Keine Nase gleicht einer anderen völlig.
Daraus folgt, dass es kein Standardverfahren gibt, um jede Nase perfekt zu rekonstruieren und zu modellieren.
Langjährige, fachärztliche operative Erfahrung sowohl in der funktionellen, als auch in der ästhetischen Nasenchirurgie sind Vorraussetzung zur Durchführung von Nasenplastiken. Funktion und Ästhetik der Nase sind gleichrangige Ziele der Operation. Ein natürliches Aussehen der Nase nach der Operation ist den Chirurgen der HNO-Gemeinschaftspraxis Hanau ein wichtiges Anliegen. Das Idealergebnis der ästhetisch- funktionellen Nasenchirurgie ist eine schöne, sich in die Proportionen des Gesichtes harmonisch einfügende, natürlich aussehende Nase mit normaler Funktion.
Die Operation wird üblicherweise in Vollnarkose durchgeführt.
Verwendung findet sowohl die so genannte "geschlossene Technik" ohne sichtbare Schnitte als auch die "offene Technik" über einen fast unsichtbaren Schnitt am Nasensteg.

Nasennebenhöhlen-OP

Der operative Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Erfassung und Behandlung von Erkrankungen der Nasennebenhöhlen. 20 Prozent aller Menschen erkranken mindestens einmal im Leben an einer Nasennebenentzündung.
Bei den Nasennebenhöhlen (NNH) handelt es sich um ein komplexes System kleinerer belüfteter Knochenzellen, die die Nasenhaupthöhle umgeben.
Die Beschwerden bei akuten eitrigen Nebenhöhlenentzündungen sind Schleimfluss und Schmerzen im Bereich der Stirn- und/oder Kieferhöhle.
Im Gegensatz dazu sind die Beschwerden bei chronischen Nebenhöhlenentzündungen weit weniger charakteristisch: geklagt wird über dumpfe Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, eine oft andauernd behinderte Nasenatmung, Infektanfälligkeit, Halsschmerzen.
Therapie: Die akute Sinusitis wird mit abschwellenden Nasentropfen, Schleimlösern und gegebenenfalls auch einem Antibiotikum behandelt. In seltenen Fällen ist auch hochdosierte intravenöse antibiotische Therapie unter stationären Bedingungen erforderlich. Bei der chronischen Sinusitis oder bei Polypen- oder Zystenbildung ist die Therapie der Wahl die Operation.
Die Operation der Nasennebenhöhlen erfolgt in der HNO-Klinik Hanau von sehr erfahrenen und spezialisierten Operateuren. Der Eingriff wird ausschließlich von Fachärzten durchgeführt. Die Chirurgie erfolgt endonasal, das heißt: ohne sichtbare Narben durch die Nase. Es wird ausnahmslos die endoskopische OP-Technik durch die Nase angewandt. Diese ist aufgrund ihrer geringen Radikalität zum derzeitigen Zeitpunkt die optimale Therapieform hinsichtlich Sicherheit als auch Langzeiterfolg. Der Einsatz von Shavern (rotierende Messer) und Lasen zur Reduktion der Nasenmuscheln kann ebenfalls erfolgen.

Ohren

Mittelohroperation

  • Verschluss von Trommelfelldefekten (Tympanoplastik)

  • mikroskopische Inspektion des Mittelohres (Tympanoskopie)

  • Ohrmuschel/Gehörgangstumore

Entfernungen von Hautveränderungen an der Ohrmuschel und im äußerem Gehörgang werden am häufigsten unter mikroskopischer Sicht durchgeführt. Diese Eingriffe erfolgen in der Regel in örtlicher Betäubung und unter ambulanten Bedingungen.

Ohranlegeplastik

Abstehende Ohren und Verformungen des äußeren Ohres sind eine häufige Deformität, die bei Kindern zu schwerwiegenden psychischen Problemen führen kann.
Aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt ist es möglich, dass Veränderungen des äußeren Ohres, eventuell bedingt durch berufliche oder private Gründe, als störend und psychisch belastend empfunden werden.
Das Ohr ist mit dem vierten bis sechsten Lebensjahr ausgewachsen. Die Operation sollte zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr, also vor der Einschulung, durchgeführt werden, da die Kinder in der Regel zu diesem Zeitpunkt noch nicht dem Spott der Umgebung ausgesetzt sind. Zudem werden in diesem Alter die Nachsorgemaßnahmen von ihnen bereits toleriert.
Selbstverständlich ist es auch möglich, eine Ohrkorrektur in jedem späteren Lebensabschnitt vornehmen zu lassen.
Die Kosten für diesen Eingriff werden in der Regel von den gesetzlichen Krankennkassen übernommen. Im Anschluss an das sechste Lebensjahr entscheiden die Krankenkassen individuell. Eine privatärztliche Behandlung ist zu jeder Zeit möglich. Der Eingriff kann teilweise ambulant erfolgen.

Hörtest

Beim Audiogramm werden der zu untersuchenden Person Töne unterschiedlicher Tonhöhe für jedes Ohr über einen Kopfhörer (Luftleitung) und über Knochenleitungshörer (Knochenleitung) vorgespielt. Der von ihr gerade noch hörbare Schalldruck wird mit dem Durchschnittswert der normalhörenden Menschen verglichen. So kann - wie beim Schallpegel - das mögliche Ausmaß des Hörverlustes bestimmt werden.

Hörnerventest

Mittels BERA (Brainstem Evoked Response Audiometry) wird die Leitfähigkeit des Hörnervs vom Innenohr bis zum Hirnstamm untersucht. Über einen Kopfhörer werden abwechselnd auf beide Ohren Klack-Geräusche eingespielt. Die daraufhin im Innenohr entstehenden akustischen Potenziale werden über den Hörnerv zum Gehirn weitergeleitet. Mit Hilfe von Elektroden werden diese Potenziale abgeleitet und in einem Computer ausgewertet.

Neugeborenen-Hörscreening

Otoakustische Emissionen (OAE) sind akustische Signale sehr geringer Intensität, welche von den kontraktionsfähigen äußeren Haarzellen (Nervenzellen des Innenohres) erzeugt werden und im äußeren Gehörgang mit speziellen, hochempfindlichen Mikrophonen gemessen werden können. Dies ist ein hervorragendes Screening-Verfahren zur Früherkennung kindlicher Hörstörungen (bei Säuglingen anwendbar) und führt zum Nachweis von Innenohrschäden.

Schnarchen

Um das Schnarchen zu reduzieren, stehen in unserer Klinik folgende Methoden zur Verfügung:

LAUP (Laserunterstützte Uvula-Plastik)

Das Zäpfchen eines übergroßen Weichgaumens wird mit dem Laser verkleinert und die Schleimhaut gerafft. Der Eingriff hilft sehr effektiv gegen Schnarchgeräusche und kann gegebenenfalls ambulant durchgeführt werden. Durch die thermische Schädigung des Gewebes, kann der Eingriff schmerzhaft sein (bis zu zehn Tagen), die Leistung wird nur im Falle eines krankhaften Schnarchens von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

UPPP (Uvula-Palato-Pharyngoplastik)

Überschießende Schleimhaut vom Weichgaumen wird inklusive der Mandeln entfernt, gegebenenfalls unter Einsatz des Lasers. Dieser effektive Eingriff bei krankhaften Schnarchern ist nur stationär durchführbar. Die Kosten dieses Eingriffes werden üblicherweise von den Kassen übernommen.

Radiofrequenztherapie

Eine Nadel wird in das Gewebe im Weichgaumen oder Zungengrund eingeführt, die dann das Gewebe gezielt verödet. Durch die daraus resultierende Narbenbildung mindert sich die Schwingfähigkeit des Gewebes, was zu einer Reduktion von Schnarch-Geräuschen führt. Nachteilig ist, dass dieser Eingriff möglicherweise wiederholt werden muss, Kosten werden nicht erstattet.

Otoneurologie

Patienten mit Schwindel, Gesichtslähmungen, Hörsturz oder Tinnitus bedürfen neben der Behandlung einer differenzierten Diagnostik, an der in der Regel mehrere Fachgebiete beteiligt sind. Dank der sehr guter Zusammenarbeit mit der radiologischen, internistischen und neurologischen Abteilung unseres Hauses, steht uns eine breite Palette der diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung. In unsere Zuständigkeit gehört neben der konventionellen audiologischen Diagnostik auch die Anwendung so genannter objektiver Untersuchungsmethoden (Hirnstammaudiometrie (Hörnervtest)) und Gleichgewichtstests, mit denen die Funktionsfähigkeit des Hör-Gleichgewichtsorganes, des gemeinsamen Nervens und eines Teils des Hirnstammes ausgemessen werden kann.

Schwindeltest

Die Überprüfung des Gleichgewichts geschieht mittels einer speziellen „Schwindelbrille", diversen Lage- und Lagerungsprüfungen, bestimmten Koordinationsprüfungen bei Bewegungen im Raum und einer seitengetrennten Reizung beider Ohren mit kalter oder warmer Luft. Dadurch wird künstlich ein Schwindel erzeugt, und es setzen ausgleichende Augenbewegungen (Nystagmen) ein. Diese kennzeichnen den Funktionszustand des Gleichgewichtsorgans (Labyrinth) und müssen auf beiden Seiten in etwa gleicher Anzahl auftreten.

Allergietest

Eine Therapie der Allergie ist nicht nur sinnvoll, um die lästigen Symptome wie Augenbrennen und Nasenfluss zu beseitigen, sondern auch um einer Verschlimmerung der allergischen Erkrankung z. B. Asthma bronchiale vorzubeugen (so genannter Etagenwechsel der Allergie). Die Behandlung einer Allergie kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Ein Ansatz ist die Vermeidung des allergieauslösenden Stoffes. Dies kann bei Nahrungsmittelallergie durch Verzicht oder bei Milbenallergie durch spezielle Maßnahmen (Vermeidung von Staubfängern, milbendichte Bettwäsche, Matratzenüberzüge etc.) zur Allergenverringerung erfolgen. Zusätzlich stehen heutzutage moderne und wirksame Medikamente in Form von Tabletten und Sprays zur Verfügung, um die allergischen Symptome wie Augenjucken, Niesreiz, behinderte Nasenatmung und Fließschnupfen zu beeinflussen.

Spezifische Immuntherapie

Unter einer spezifischen Immuntherapie oder Hypo-Sensibilisierung versteht man eine Behandlungsmethode, bei der durch wiederholte monatliche Gabe eines Allergens in Form einer Spritze in die Haut, die Verträglichkeit dieses Allergens ausgelöst wird. Die wichtigste und beste Indikation ist die Hypo-Sensibilisierung gegen Pollen- und Hausstaub-Milben-Allergene.
Bei der Therapie werden Allergene in steigender Dosierung zunächst für zirka acht Wochen wöchentlich und anschließend alle vier bis sechs Wochen unter die Haut gespritzt. Bei Unterbrechungen durch z. B. Urlaub oder Krankheit wird die Therapie mit einer reduzierten Dosis fortgesetzt.
Die Therapie dauert zwei bis drei Jahre. In unserer Praxis werden moderne Impfstoffe eingesetzt.

Akupunktur bei Allergie

Die Wirksamkeit von Akupunktur bei Allergien und allergischem Asthma ist in verschiedenen Studien wissenschaftlich belegt worden. Für Patienten, die auf eine konventionelle Therapie z. B. Hypo-Sensibilisierung nicht ansprechen, bietet die Akupunktur als unspezifische Regulationstherapie eine Chance. Wie bei jeder Desensibilisierungstherapie eine längere Injektionsserie notwendig ist, muss auch im Falle der Akupunktur eine langfristige Behandlungsserie erfolgen. Der Beginn der Behandlung bei Pollenallergie sollte möglichst sechs bis acht Wochen vor der Saison liegen.

Stimm- und Sprachdiagnostik

Bei den Stimm- und Sprachstörungen kommen folgende Untersuchungsmethoden zum Einsatz:

Lupenendoskopie

Mit dem Lupenendoskop kann man im 90 Grad-Winkel sozusagen um die Ecke in den Kehlkopf sehen und die Stimmbänder sowie die Strukturen der unteren Rachenanteile und des Kehlkopfes beurteilen. Mit einer speziellen Atemtechnik können die meisten Patienten in der Regel ihren möglicherweise vorhandenen Würgereiz gut unterdrücken. In Ausnahmefällen verwenden wir allerdings ein Spray zur Oberflächenanästhesie (es hält zirka zehn Minuten an). Wir können dann beurteilen, ob es sich bei den beklagten Beschwerden um eine so genannte funktionelle Störung handelt oder aber ob Polypen, Knötchen, Tumoren oder ähnliches als Ursache für die Beschwerden vorliegen.

Stroboskopie

Dabei wird ein kleiner Schwingungsaufnehmer um den Hals gelegt. Er muss mit dem Kehlkopf Kontakt haben. Während der o.g. Lupenlaryngoskopie wird eine Blitzlampe zugeschaltet, die durch eine justierbare Phasenverschiebung eine Pseudozeitlupenbetrachtung der einzelnen Schwingungen der Stimmlippen erlaubt. Für die exakte Diagnostik einer funktionellen Stimmstörung oder Kontrolle einer Stimmbandlähmung ist diese Untersuchung unerlässlich.

Stimm- und Sprachuntersuchung

Die Untersuchung basiert auf der genauen Untersuchung der Sprachwerkzeuge (Mund, Zunge, Lippen, Zähne, Gesichtsmuskulatur, Gaumensegel, etc.), der Überprüfung von Dysgrammatismus, Dyslalie (Konsonantenfehlbildung), auditiver Wahrnehmung, der Kopf- und Körperhaltung, der Atemgewohnheiten usw. Ferner beurteilen wir die Heiserkeit der Stimme anhand ihrer Rauhigkeits- und Behauchtheitsanteile. Die Therapie besteht häufig in der Verordnung einer Sprach- und Stimm- Therapie, der Planung eines operativen Eingriffs oder aber aus der Kombination beider Therapieverfahren.

Endoskopie

Am häufigsten werden Endoskopien im HNO-Fach zur Beurteilung von Nase, Nasenrachen und Kehlkopf vorgenommen. Bei erforderlichen Gewebsentnahmen oder zur Beurteilung der tieferen Luftwege und der Speiseröhre besteht die Möglichkeit, diese Endoskopien in Narkose vorzunehmen.

Sonografie

Einen raschen Überblick über den Entzündungsgrad der Kiefer- und Stirnhöhlen bei akuten Infekten der oberen Luftwege kann man durch die Ultraschalluntersuchung (A- und B-Scan-Sonografie) dieser Organe erhalten. Im Zusammenhang mit einer Nasen-Endoskopie kann damit in vielen Fällen auf eine Röntgenaufnahme verzichtet werden. Mindestens ebenso wertvoll ist dieses Verfahren bei der Diagnostik und Verlaufskontrolle von Schwellungen am Hals (Lymphknoten, Speicheldrüsenerkrankungen, Tumoren). Ein Ultraschall ersetzt häufig aufwändige Röntgenbilder und ist frei von Strahlenbelastung.

Akupunktur

Die Akupunktur wird bei uns unter anderem zur Behandlung bei Allergien, bei bestimmten Formen von nicht allergischem chronischem Schnupfen (hyperreflektorische Rhinopathie), bei chronischem Kopfschmerz sowie Schwindel und Ohrgeräuschen eingesetzt. Sie wird in der Regel als Körper-Akupunktur ausgeführt. Bei entsprechender Indikation wird sie mit der Ohr-Akupunktur kombiniert. Eine entsprechende Zertifizierung liegt vor.

Sauerstofftherapie

Dieses natürliche Verfahren kann zusätzlich, insbesondere bei chronischen Entzündungen, Ohrgeräuschen und Schwindelerkrankungen eingesetzt werden. Bestehende Medikamente müssen nicht abgesetzt und können bedenkenlos weiter eingenommen werden.