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Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Die Radiologie macht verborgene Krankheitsprozesse sichtbar und trägt mit wenig eingreifenden (minimal-invasiven) Techniken zur Behandlung vieler Erkrankungen bei. Die Leistungen des Instituts sind oft zentraler Bestandteil im Diagnose- und Behandlungskonzept nahezu aller Fachrichtungen im Klinikum. Dafür stehen uns modernste Geräte wie die Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Angiographie, Sonographie oder das klassische Röntgen zur Verfügung. Wenn die Bilder zeigen, woran der Patient im Inneren leidet, kann festgelegt werden, welche Therapie für den Patienten die Beste ist.

Dank der großen Fortschritte in Technik und elektronischer Datenverarbeitung führen Radiologen immer mehr minimal-invasive Therapien an fast allen Organen des Körpers durch (z.B. Behandlung von Lebertumoren „ohne Skalpell“ oder Einbringen von Gefäßstützen bei Gefäßengen). Die von uns erwarteten qualitativ anspruchsvollen Ergebnisse können wir jedoch nur erbringen, indem wir den Menschen in den Mittelpunkt unserer Betrachtung stellen und sehr eng mit allen Fachdisziplinen zusammenarbeiten.

Wir laden Sie herzlich ein, das Angebot unseres Instituts auf den folgenden Seiten kennenzulernen.

Ihr
Prof. Dr. med. Christopher Bangard
Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie

Indikationssprechstunden & Kontakte

Zeiten:
Mo.-Fr.: 08:00-16:00 Uhr

Sowohl unsere Anmeldung als auch das Chefarztsekretariat befinden sich im Erdgeschoss des Hochhauses. Die Untersuchungsräume der konventionellen Röntgendiagnostik, der Mammographie/Mammasonographie und Computertomographie (CT1) befinden sich im Erdgeschoss, die Untersuchungsräume der Computertomographie (CT2), der Magnetresonanztomographie und der Angiographie im Untergeschoss des Hochhauses.

Zentrale Anmeldung
Kontakt:Tel.: (06181) 296-4444
Fax: (06181) 296-6890
E-Mail Kontakt
Magnetresonanztomographie
Kontakt:Tel.: (06181) 296-2929
Mammographie
Kontakt:Tel.: (06181) 296-2930
Computertomographie
Kontakt:Tel.: (06181) 296-2935
Angiographie
Kontakt:Tel.: (06181) 296-2930
Konventionelles Röntgen
Kontakt:Tel.: (06181) 296-2930

Team

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie wird von Prof. Dr. med. Christopher Bangard geleitet.

Leitender Oberarzt
Nael Abusalim

Qualifikationen
  • Facharzt für Radiologie
  • DeGIR Module A-D, EBIR

Oberärztin
Dr. med. Cornelia Lietz

Oberarzt
Dr. med. Adrian Oberstein

Oberärztin
Dr. med. Dorothee Reisdorfer

Oberarzt
Oleg Elenberger

Oberarzt
Felix Budny

Oberärztin
Dr. med. Cindy Giesbert

Oberärztin
Dr. med. Andrea Müller

Oberarzt
Constantin Chitu

Leistungsspektrum

Abdominelle und onkologische Bildgebung

Die Schnittbildverfahren CT, MRT und Ultraschall sowie das klassische Röntgen machen viele Erkrankungen des Bauchraumes und des Beckens sichtbar. Bei der Behandlung von Entzündungsprozessen und in der Ausbreitungsdiagnostik von Tumorerkrankungen sind diese Verfahren wesentlicher Bestandteil, um die Therapie festzulegen. Die Fortschritte auf dem Gebiet der Tumorerkrankungen (Onkologie) führen zu immer individuelleren Therapiekonzepten. Hierbei ist die Zusammenarbeit zahlreicher Experten unterschiedlicher Kliniken notwendig, die sich in interdisziplinären Konferenzen, sog. Tumorboards, treffen. Wir bieten darüber hinaus auch eine Vielzahl minimal-invasiver, lokaler Therapieverfahren zur Tumorbehandlung an (siehe hierzu „Interventionelle Radiologie“).

Interventionelle Radiologie

Interventionelle Verfahren benötigen nach örtlicher Betäubung nur einen kleinen Schnitt, durch den Punktionsnadeln oder Katheter in den Köper eingebracht werden. Mit Hilfe radiologischer Techniken werden die im Körper gelegenen Strukturen sichtbar gemacht und der Weg zur Zielregion für den interventionellen Radiologen exakt dargestellt, um z.B. Gewebsproben zu entnehmen, Gefäßengen zu behandeln oder Lebertumore durch Hitze zu zerstören. Folgende Verfahren führen wir unter anderem durch:

  • Angiographie von arteriellen und venösen Blutgefäßen
     
  • Therapie von Gefäßverschlüssen
     
  • Ablation (RFA/MWA) von Tumoren z.B. in Leber, Lunge, Niere
     
  • Selektive Behandlung von Lebertumoren (HCC und CCC) und -metastasen (u.a. bei kolorektalem Karzinom, Mamma-Karzinom, neuroendokinem Tumor) mittels Chemoembolisation (TACE)
     
  • Uterusarterienembolisation zur Behandlung von Uterusmyomen oder der Adenomyose (Adenomyosis uteri)
     
  • MRT-gesteuerte Markierung oder Biopsie der Mamma
     
  • Röntgen-Markierung der Mamma
     
  • Gezielte Gewebeentnahmen (Biopsien) zur histologischen/mikrobiologischen Diagnosesicherung (Leber, Lunge, Niere, usw., Vakuumbiopsie der Brust, stereotaktische Vakuumbiopsie der Brust)
     
  • Gefäßverschließende Maßnahmen (Embolisation) bei Blutungen oder stark durchbluteten Tumoren
     
  • Drainageanlage zur Ableitung von Flüssigkeitsansammlungen (z.B. Abszessen) im Körper
     
  • Anlage eines Leberumgehungskreislaufes (TIPS)
     
  • Port-Anlage zur Durchführung von Chemotherapien oder zur parenteralen Ernährung
     
  • Behandlung von Dialyseshunts bei Engstellen oder Verschlüssen
     
  • Facettengelenkblockade zur Behandlung chronischer Rückenschmerzen
     
  • Sympathikolyse, Plexus coeliacus-Blockade zur Behandlung chronischer Schmerzen bei arterieller Verschlusskrankheit oder chronischen Tumorschmerzen
     
  • Entlastung und Drainage der Gallenwege sowie Wiederherstellung des Gallenabflussweges (PTC/PTCD)

Die vollständige Beschreibung aller interventionellen Verfahren würde den Rahmen der vorliegenden Information sprengen. Der behandelnde Radiologe wird mit Ihnen vor dem geplanten Eingriff ein ausführliches Gespräch führen, in dem Ihnen alles in einer für Sie verständlichen Sprache erklärt wird und Sie Fragen stellen können. Da die Indikationsstellung individuell erfolgt und eine Nachbetreuung erforderlich ist, werden bei uns alle angegebenen Verfahren in enger Zusammenarbeit mit unseren zuweisenden Kliniken und Partnern unter meist stationären Bedingungen durchgeführt.

Neuroradiologie

Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks sowie der Kopf- und Halsorgane erfordern oft die Durchführung einer Schnittbildgebung. Bis auf wenige Spezialverfahren bieten wir die gesamte neuroradiologische Diagnostik an. Hierbei spielt die Kernspintomographie (MRT) oft eine wichtige Rolle.  Um Erkrankungen wie z.B. den akuten Schlaganfall jederzeit bildgebend erkennen zu können, bieten wir nicht nur die Computertomographie, sondern auch die MRT rund um die Uhr an. Gemeinsam mit den Kliniken der Neurologie, Neurochirurgie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde tragen wir so zum optimalen  Therapiekonzept bei. Als eines von elf Thrombektomiezentren Hessens führen wir bei bestimmten schweren Schlaganfällen die kathetergestützte, mechanische Thrombektomie durch.

Kardiovaskuläre Bildgebung und Thoraxdiagnostik

Lunge
Bei Erkrankungen der Lunge, seien sie entzündlicher Ursache (Pneumonie), bei vermutetem Tumor (Bronchialkarzinom) oder mit einer Strukturänderung einhergehend (Emphysem, Fibrose), steht immer die Thorax-Übersicht in zwei Ebenen am Beginn der röntgenologischen Diagnostik. Erweist sich eine weiterführende Abklärung als notwendig, so wird immer die CT aufgrund ihrer Detailgenauigkeit eingesetzt.

Herz
Die Untersuchung des Herzens mittels MRT ist oft fester Bestandteil zur Beantwortung bestimmter Fragestellungen (KHK-Abklärung, Herzmuskelentzündungen, Darstellung von Narben nach Herzinfarkt, Herztumore, Herzfehlbildungen). Die CT spielt bei der Untersuchung der Herzkranzgefäße (Ausmaß der Verkalkungen) eine Rolle. Beide Methoden werden in enger Abstimmung mit der kardiologischen Fachabteilung veranlasst.

Gefäße
Bei Verdacht auf lebensbedrohliche Einrisse in der Hauptschlagader (Disseziierendes Aortenaneurysma) oder Vorliegen eines Lungengefäß-Verschlusses (Embolie) ist in der Akutphase auf Grund der Schnelligkeit und örtlichen Genauiggkeit zur Beantwortung der Frage nach einer OP-Würdigkeit des Befundes der CT der Vorzug zu geben. Die MRT hat eine geringere Auflösung, kann aber weiterführende Aussagen liefern (z. B. Dichtigkeit der Aortenklappe, Lagebeziehung der Herzkranzgefäße, Blutflussdynamik). Nachteil ist dabei die längere Dauer der Untersuchung.

Senologische Bildgebung (Brustdrüse)

Die Untersuchung der weiblichen (und manchmal auch der männlichen) Brust erfolgt mit einer Kombination von diagnostischen Möglichkeiten, die ineinander greifen. Allen Verfahren ist gemeinsam das Bestreben, gutartige von bösartigen Tumoren der Brustdrüse zu unterscheiden. Die Indikationsstellung und Untersuchungsauswertung erfolgt in enger Zusammenarbeit des behandelnden Frauenarztes mit dem Radiologen.

Nach eingehender klinischer Untersuchung steht an erster Stelle die röntgenbasierte Mammographie. Mit ihrer Hilfe werden eine Vielzahl von Veränderungen der Brust festgestellt und eingestuft. Sie ist die einzig wissenschaftlich gesicherte Methode zum Screening (Untersuchung, ohne dass Beschwerden oder ein Tastbefund bestehen). Nach entsprechenden Studien kann bei regelmäßiger Durchführung der Mammographie (bei Frauen über 50 Jahren) die Sterblichkeit an Brustkrebs gesenkt werden.
Der Ultraschall wird in meisten Fällen ergänzend zur Mammographie, bei jungen Frauen alternativ zu dieser Röntgenuntersuchung, eingesetzt. Die Methode erbringt weitere, von der Mammographie unabhängige Kriterien, die bei der Beurteilung vorliegender Veränderungen sehr hilfreich sind.

Bei bestimmten Fragestellungen kann eine weitere Abklärung mit der MRT mit Kontrastmittel notwendig werden. Keinesfalls ist diese Untersuchung als Ersatz für die Mammographie möglich. Tumorknoten haben vom übrigen Gewebe abweichende Durchblutungseigenschaften. Durch eine entsprechende computergestützte Auswertung können dadurch unklare Befunde mit einer hohen Empfindlichkeit erfasst werden. Eine weitere Indikation für die MR-Mammographie ist die Untersuchung bei Vorliegen von Brustimplantaten. So können neben Tumoren, die im Rahmen anderer Untersuchungsverfahren durch das Implantat verdeckt werden, auch selbst feinste Risse erkannt werden.
Unter Sichtkontrolle der Mammographie (wie in unserer Abteilung durchgeführt) bzw. auch des Ultraschalls (wie in der Abteilung für Gynäkologie im Hause durchgeführt), können Gewebeproben entnommen (Biopsie) oder ein verdächtiges Gebiet mit einer feinen Nadel markiert werden, um dem Operateur das Auffinden des verdächtigen Areals zu erleichtern.

Muskuloskelettale Bildgebung

Nacken- und Rückenschmerzen gegebenenfalls mit Ausstrahlung in Arme oder Beine: Verspannungen und chronische Schmerzen im Bereich des gesamten Rückens sind dabei ein sehr häufiges Problem, das zumeist durch die modernen Lebensumstände begünstigt wird.
Die Röntgendiagnostik sollte zum Einsatz kommen, wenn die Beschwerden trotz Behandlung (zumeist Krankengymnastik) länger bestehen (mehr als sechs bis acht Wochen). Wird über ein Kribbeln und Empfindungsstörungen geklagt und wird in einer eingehenden körperlichen Untersuchung eine Taubheit oder eine beginnende Lähmung festgestellt, sollte die weiterführende Diagnostik sofort eingeleitet werden. Nach Anfertigung von Röntgenübersichtsaufnahmen reicht oft eine ergänzende CT aus. Neben dem Nachweis von Bandscheibenvorfällen kann die Methode knöcherne Vorsprünge, die zu den Symptomen beitragen, sehr genau feststellen. Kann die exakte Höhe des Ursprungs der Symptome nicht festgestellt werden, ist bereits eine Operation vorausgegangen, wird eine Entzündung, Einblutung oder ein Tumor vermutet, so ist die MRT die geeignetere Methode um diese Fragen zu beantworten. Sind die Beschwerden akut nach einem Unfall aufgetreten, so ist die Beurteilung der knöchernen Verletzungen die Domäne der CT. Verletzungen der Bänder, der Bandscheiben oder des Rückenmarkes werden demgegenüber in der MRT besser erfasst.

Weiterführende Informationen zu unseren Untersuchungsmethoden haben wir Ihnen hier zusammengefasst:

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie ist ein Schnittbildverfahren, bei dem der Körper des Patienten durch einen schmalen, fächerförmigen Röntgenstrahl durchleuchtet wird, indem sich eine Röntgenröhre um den Patienten dreht. Die durch die unterschiedlichen Körperstrukturen abgeschwächten Röntgenstrahlen werden durch Detektoren registriert. Aus der Drehung der Röntgenröhre um den Patienten ergeben sich zahlreiche Schwächungsmessungen, die mit Hilfe eines Computers zu einem Querschnittsbild berechnet werden.

Durch die modernen Mehrzeilenspiral-Computertomographen können bei einer Umdrehung der Röntgenröhre statt wie früher nur eine, nun simultan viele dünne Schichten (bis zu 256!) akquiriert werden. Dies verbessert die Detailerkennbarkeit, so dass kleinste Organveränderungen oder auch Blutgefäße dargestellt werden können, teils sogar dreidimensional in sehr hoher Qualität.

In welchen Fällen wird die Computertomographie eingesetzt?

  • Schnelle Feststellung der Ursache akuter, schwerwiegender Erkrankungen (insbes. Schlaganfall / Hirnblutung) 
  • Diagnostik nach Unfällen (rasche und umfassende Feststellung der Verletzungen / Darstellung komplexer Brüche)
  • Diagnostik von Schmerzen oder Entzündungen im Bauchraum
  • Erfassung vonTumorerkrankungen. Die Computertomographie wird zur Stadien-Einteilung eingesetzt, wodurch eine genaue Therapieplanung möglich wird, wie auch zur Kontrolle nach Chemotherapie, Operation oder Bestrahlung und im Verlauf zur Tumornachsorge.
  • Erkrankungen der Lunge und des Brustraumes (Entzündungen (Pneumonie), chronische Erkrankungen, z.B. Lungen-Fibrose, und akute Ereignisse, z.B. Lungenembolie)
  • Diagnostik von Aufweitungen der Körperschlagader (Aortenaneurysma) oder Verengungen der Halsschlagadern
  • Darstellung von Gefäßverschlüssen beim schweren Schlaganfall
  • Darstellung der Herzkranzgefäße
  • Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule (Bandscheibenvorfälle)

Wie ist der Untersuchungsablauf?
Die Untersuchung der Patienten erfolgt zumeist in Rückenlage, in seltenen Fällen ist eine andere Position (Seiten-, Bauchlage) hilfreich. Dabei ist, wie bei vielen anderen radiologischen Untersuchungsverfahren, stilles Liegen notwendig. Für Untersuchungen bestimmter Körperbereiche (Lunge, Bauchraum) werden Atemkommandos gegeben, damit die Aufnahme auch nicht durch die natürliche Atembewegung „verschmiert" wird.
Für die meisten Untersuchungen wird in eine Vene über eine Kunststoff-Verweilkanüle ein Kontrastmittel gespritzt. Dies ist zur besseren Abgrenzung mancher Strukturen (z. B. Gefäße) bzw. zur Beurteilung der Durchblutung verschiedener Prozesse (z. B. Tumoren oder Entzündungsherde) erforderlich. Die Kontrastmittelgabe setzt eine normale Nierenfunktion voraus. Im Falle einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Allergie auf Kontrastmittel können diese nur nach vorbereitenden Maßnahmen in Ausnahmefällen gegeben werden.
Bei den Untersuchungen des Bauchraumes ist es erforderlich, den Darm zu markieren um eine Unterscheidung von krankhaften Veränderungen treffen zu können. Dies wird erreicht durch Trinken von Kontrastflüssigkeiten zumeist über einen längeren Zeitraum (je nach Fragestellung 30 bis 90 Minuten). Zur Kontrastierung des Dickdarmes erfolgt bei manchen Fragestellungen zusätzlich die Gabe von Kontrastmittel von hinten über den After.

Besteht die Gefahr der Komplikationen durch das Kontrastmittel?
In aller Regel wird das Kontrastmittel gut und ohne Nebenwirkungen vertragen. Häufig wird ein allgemeines Wärmegefühl angegeben. Dies hat keinen Krankheitswert und vergeht meist sehr rasch. Andererseits können verschiedene Krankheitszustände hervorgerufen werden:

  • Allergische Reaktion: Sehr selten tritt eine leichte allergische Reaktion mit Kloßgefühl im Hals, Brechreiz, Juckreiz oder Hautausschlag auf. Extrem selten sind schwere allergische Reaktionen mit Herz- und Kreislaufversagen zu befürchten.
  • Liegt eine Funktionseinschränkung der Niere vor, so kann diese durch Kontrastmittel verschlechtert werden. Um diesem vorzubeugen, werden die Nierenwerte im Blut im Vorfeld kontrolliert und ggf. vor der Untersuchung eine Infusion gegeben. Auch wenn bestimmte Eiweiße im Blut vorliegen (z. B. im Rahmen eines Plasmozytoms), kann es zu einer weiteren Funktionseinschränkung kommen.
  • Vermehrte Schilddrüsenhormonproduktion, die zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen kann bis zu einem schweren Krankheitszustand, der sogenannten thyreotoxischen Krise.

Wie steht es mit der Strahlenbelastung?
Die Computertomographie bietet im Vergleich zur konventionellen Röntgendiagnostik eine wesentlich höhere Aussagekraft mit einem entsprechenden diagnostischen Zugewinn. Dies muss jedoch mit einer im Vergleich höheren Strahlenbelastung erkauft werden. Durch strenge Indikationsstellung, durch Anpassung der Untersuchungsprotokolle an die Fragestellung und ständige Optimierung kann die Belastung minimiert werden.

Magnetresonanztherapie (MRT)

Was ist die Magnetresonanztomographie?
Die Magnetresonanztomographie (MRT) - auch Kernspintomographie genannt - ist ein diagnostisches Verfahren, mit dem Querschnittbilder des Körpers angefertigt werden, die eine Vielzahl detailgenauer Informationen über Lage, Größe und Beschaffenheit der untersuchten Organe enthalten. Das Verfahren verwendet keine Röntgenstrahlen, so dass es besonders auch für die Untersuchung von Kindern geeignet ist.

Warum Magnetresonanztomographie?
Die MRT ist eines der empfindlichsten Untersuchungsverfahren für die bildliche Darstellung verschiedener Weichteile (wie z. B. Gehirn) und auf indirekter Weise auch mancher Erkrankungen des Knochens.

  • Erkrankungen des Gehirns, der Augen, des Innenohrs und der Wirbelsäule.
  • Darstellung von Knorpel, Bänder, Sehnen und umgebende Weichteile von Gelenken (insbes. bei Sportverletzungen)
  • Erkrankungen der weiblichen Brustdrüse, der Oberbauchorgane, des Beckens und des Darmes (als Ergänzung in best. Fällen)
  • Darstellung des Herz- und Gefäßssystems (Bewegungen und Durchblutung des Herzmuskels, Blutfluss in den Herzhöhlen)
  • Abbildung der großen Schlagadern (arterielle Verschlusskrankheit)

Worauf ist vor der Untersuchung zu achten?
Eine MRT-Untersuchung erfordert keine großen Vorbereitungen. Es ist hilfreich zirka vier Stunden vor der Untersuchung nicht mehr zu essen oder zu trinken und unmittelbar vor Beginn die Toilette aufgesucht zu haben, damit die Untersuchung nicht unterbrochen werden muss.
Normalerweise können alle Medikamente, die vorher verschrieben worden sind, auch weiter eingenommen werden. Es ist für die Beurteilung von eventuellen Krankheitszuständen besonders wichtig, wenn Informationsmaterial (Bilder, Befunde) von zuvor durchgeführten diagnostischen Verfahren (Röntgen, Ultraschall, Computertomographie) zum Zeitpunkt der Befunderstellung zur Verfügung steht. Dadurch kann die Erkrankung ganzheitlich beurteilt werden.

Sollten Sie Träger von Implantaten sein (z.B. Herzschrittmacher, Herzklappen, Prothesen), so bitten wir vor der Untersuchung um eine entsprechende Mitteilung, um feststellen zu können, ob und unter welchen Umständen die MRT durchgeführt werden kann.

Mammographie

Die Mammographie ist die Untersuchung der weiblichen Brust mit Röntgenstrahlen. Im Gegensatz zu den anderen Röntgenuntersuchungen werden sehr weiche Röntgenstrahlen zur Bilderzeugung verwendet, denn nur damit ist gewährleistet, dass eine ausreichende Unterscheidbarkeit (Kontrast) zwischen in ihrer Dichte ähnlichen Bestandteile der Brust zu erzielen ist. Durch die Verwendung spezieller Materialien sowohl in der Röntgenröhre als auch für die Röntgenfilter wird die für die Brustuntersuchung notwendige Strahlenqualität erzielt. Um unscharfe Aufnahmen zu vermeiden, muss eine geringe Größe des Brennfleckes und eine Kompression der Brustdrüse durchgeführt werden. Bei der Anmeldung zur Untersuchung ist zu beachten, dass ein Termin in der ersten Zyklushälfte zu bevorzugen ist, da in diesem Zeitraum die Kompression weniger schmerzhaft ist.

Warum wird eine Mammographie durchgeführt?

  • Früherkennung bzw. Abklärung von an der Brust auftretenden Veränderungen, wie Knoten, Hauteinziehungen, Verziehungen oder Sekretion aus der Brustwarze. 

Wie steht es mit der Strahlenbelastung?
Das errechnete Risiko, an einem Brustkrebs nach einer Mammographie zu erkranken, steigt gegenüber dem natürlichen Risiko von 10 auf 10,02 Prozent. Das natürliche Risiko ist also, gemessen an dem Risiko durch die Strahlenbelastung Brustkrebs zu bekommen, ungleich größer.

Warum zusätzlich noch Ultraschall?
Durch die Beschaffenheit des Brustdrüsenkörpers muss damit gerechnet werden, dass auch bei optimaler Mammographie-Technik und größter Erfahrung des befundenen Arztes eine bestimmte Anzahl bestehender Knoten in der Brust nicht erkannt werden. Darüber hinaus können weitere Gewebseigenschaften aufgezeigt werden, die zur Beurteilung des Knotens dienen. Der Ultraschall wird auch angewandt, wenn bei sehr dichtem Brustdrüsengewebe die Mammographie keine ausreichende Aussage liefert.

In welchen Fällen ist die Magnetresonanztomographie notwendig?

  • Abklärung Dignität (Gut-/Bösartigkeit)
  • Bei diffusen mamographischen Veränderungen (z.B. Architekturstörungen)
  • Bei jungen Patientinnen mit dichtem Brustdrüsenkörper
  • Ergänzendes Staging bei bekanntem Brusttumor
  • Nachsorge: Abgrenzung von Narben ggü. wiederauftretendem Tumorknoten
  • Bei Silikonimplantaten

Wie läuft die Untersuchung ab, was ist zu beachten?
Die 20 Minuten dauernde Untersuchung wird in Bauchlage durchgeführt, wobei die Brüste in eine spezielle Schale eingebracht werden. Wesentlich bei der Beurteilung der Strukturen in der Brust ist nicht nur ihr Aussehen, sondern auch wie schnell und in welcher Weise sie das Kontrastmittel aufnehmen. Da u.a. die hormonelle Stimulation eine verstärkte Kontrastierung bewirkt, sollte die Untersuchung nur in der zweiten Zykluswoche durchgeführt werden.
Um größtmögliche Treffsicherheit zu erzielen, erfolgt in unserem Haus die Interpretation der Ergebnisse synoptisch in Zusammenschau mit der klinischen Untersuchung, der Mammographie und dem Ultraschall. Dies kann die Ergebnismitteilung entsprechend verzögern.

Warum ist eine Gewebsentnahme notwendig?
Bei unklaren Befunden ist die feingewebliche Sicherung der Diagnose unverzichtbar. Dies kann durch eine operative Probeentnahme oder durch minimal invasive Verfahren in der Röntgenabteilung erfolgen. Sollte das Ergebnis der Biopsie ein bösartiger Befund sein, muss eine Operation angeschlossen werden.

Welche Verfahren gibt es?

  • Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie: Auffälliges Gewebe wird mit einer Hohlnadel, die über einen Schneidmechanismus verfügt, entnommen. Pro Stanzvorgang werden mehrere Gewebszylinder entnommen, um eine sichere histologische Diagnose zu erzielen.
  • Vakuumsaugbiopsie: Hiermit können deutlich größere Gewebemengen entnommen werden. Über eine dickere Nadel werden auffällige Gewebsanteile zunächst angesaugt und mit einem Schneidemechanismus "abgehobelt". 

Die Gewebsentnahmen werden unter örtlicher Betäubung durchgeführt, so dass sie nicht besonders schmerzhaft sind. Das Risiko einer Verschleppung von bösartigen Zellen wird nach zahlreichen Studien als verschwindend gering erachtet.

Angiographie

Angiographie bedeutet Gefäßdarstellung. Die Methode wird zur Sichtbarmachung von Gefäßengstellen und Gefäßverschlüssen im Bereich der Körperschlagadern (Arterien) eingesetzt.

Die klassische Angiographie wird in unserer Klinik als Digitale Subtraktions-Angiographie (DSA) durchgeführt. Hierbei werden unter Anwendung moderner Computertechnik aus dem Röntgenbild alle störenden Umgebungsstrukturen (zumeist Knochen) entfernt. Dabei bleiben nur noch die durch Kontrastmittel sichtbar gemachten Schlagadern ohne störende Überlagerungen im Röntgenbild sichtbar.

Wird das Kontrastmittel über eine Ellenbogen- oder Leisten-Vene in den Körper gespritzt, spricht man von venöser DSA oder DVSA. Diese Methode wird von uns auch als ambulante Untersuchung angeboten.
Möchte man die Schlagadern wesentlich genauer einschließlich kleinster Verästelungen darstellen, so bedient man sich der arteriellen DSA. Dabei wird nach örtlicher Betäubung unter sterilen, Operationssaal-ähnlichen Bedingungen eine Schlagader (meist die Leistenschlagader) punktiert und ein Katheter bis in die Hauptschlagader (Aorta) eingebracht. Über den eingelegten Katheter wird dann das Kontrastmittel eingespritzt.

Röntgen

Was wird untersucht?
Besonders gut können mit Röntgenstrahlen dichte Strukturen, wie z. B. Knochen abgebildet werden. Durch eine Änderung der Aufnahmebedingungen sind jedoch auch andere Gewebe wie z. B. Lungen oder Herz bzw. die Brustdrüse gut abbildbar.

Indikationen:

Schädel

  • Fehlbildungen
  • Entzündungen der Nasennebenhöhlen und des Mittelohres

Wirbelsäule, Becken und übriges Skelett

  • Knochenbrüche
  • Behandlungskontrolle der Knochenbrüche, die Stellungsüberprüfungen und den Ablauf des Heilungsprozesses im zeitlichen Verlauf festzuhalten
  • Auskugelungen (Luxationen) und Fehlstellungen von Gelenken
  • Abnutzungserscheinungen (Arthrose).
  • Entzündliche Knochen- und Gelenkerkrankungen
  • Osteoporose
  • Stoffwechselerkrankungen des Knochens
  • Gut- und bösartige Raumforderungen.

Brustraum-Aufnahmen

  • Entzündliche/infektiöse Erkrankungen der Lunge oder der Bronchien
  • Strukturelle Veränderungen des Lungengewebes z.B. im Sinne einer Lungenfibrose bzw. eines Lungenemphysems
  • Jegliche Tumore die sich in der Lunge manifestieren
  • Erkrankungen des Herzens, dabei in erster Linie Darstellung der Folgen der Herzschwäche.

Bauch-Aufnahmen

  • Durchbrüche von Magen und Darm (Perforation)
  • Darmverschlingungen und Störungen der Darmdurchgängigkeit (Ileus)

Wie läuft die Untersuchung ab?
Nach Betreten des Röntgenraumes macht der Patient die zu untersuchende Körperregion, vollständig von Kleidungsstücken und Schmuck, damit störende Überlagerungen vermieden werden.
Dann wird der Patient bzw. das interessierende Körperteil in Abhängigkeit von der Fragestellung zwischen Röntgenröhre und Röntgenfilmplatte platziert. Anschließend erfolgt die Aufnahme. Dabei ist es besonders wichtig, dass Bewegungen, sei es auch nur durch die Atmung, vermieden werden, damit nicht durch Unschärfen die Qualität der Aufnahmen und somit der Diagnose eingeschränkt werden.

Wie steht es mit der Strahlenbelastung?
Die zur Erzeugung einer Aufnahme erforderlichen Strahlendosen, die von modernen Geräten abgegeben werden, gelten als unbedenklich. Dies gilt auch für mehrere Aufnahmen im Jahr.

Ausstattung

Wir verfügen in den oben genannten Bereichen der radiologischen Diagnostik über modernste Geräte. Unsere Ausstattung umfasst:

Zwei Computertomographen (CTs):
1 x Siemens Dual Flash
1 x Siemens Somatom Sensation 40

Zwei Magnetresonanztomographen (MRTs):
1 x Siemens Skyra 3T
1 x Philips Ingenia Ambition 1,5T

Eine Angiographie-Anlage Philips AlluraClarity

Ein Mammographie-Gerät Siemens Mammomat Inspiration

Zwei Sonographie-Geräte
1 x Siemens S2000
1 x GE Logiq S7 Expert

Eine Durchleuchtungsanlage