Pränataldiagnostik

Unter dem Stichwort Pränataldiagnostik versteht man die gesamte Bandbreite der Diagnostik vor der Geburt des Kindes.
Hat der betreuende Frauenarzt den Verdacht auf eine Fehlbildung des Ungeborenen oder will sicher sein, dass keine Fehlbildung vorliegt, kann dies bei uns durch eine weitergehende sonographische Untersuchung geschehen. Wir ermöglichen auch die entsprechende interdisziplinäre Beratung über eine weitere Diagnostik und gegebenenfalls Therapie. Die Kollegen der Kinderklinik werden dabei frühzeitig in die Beratungsgespräche einbezogen.
Sollte sich im Rahmen der Schwangerschaftsbetreuung der Verdacht ergeben, dass das Kind im Wachstum zurückbleibt, kann mittels Dopplersonographie eine Versorgungsstörung des Kindes erkannt und ihr Schweregrad beurteilt werden. Gegebenenfalls kann eine vorzeitige Entbindung rechtzeitig erfolgen. Bei speziellen Fragestellungen kommt die 3D-4D-Sonographie zur Anwendung.

Zum Ausschluss oder zur Bestätigung einer kindlichen Chromosomenstörung werden Fruchtwasseruntersuchungen (Amniozentese und Probeentnahmen aus dem Mutterkuchen (Chorionzottenbiopsie)) vorgenommen. Bei Verdacht auf eine kindliche Blutarmut oder Infektion können Blutentnahmen aus der Nabelschnur (Cordozentese) erfolgen; bei zu wenig Fruchtwasser kann die Fruchthöhle zur weiteren Abklärung wieder aufgefüllt werden (Amnionauffüllung).
Die Frauenklinik am Klinikum Hanau verfügt u. a. über mehrere Hochleistungs-Ultraschallgeräte, eingesetzt wird die modernste digitale Ultraschalltechnik inklusive der 3D-Schnittbild- bzw. Oberflächenberechnung.

Der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, PD Dr. med. Thomas Müller, besitzt die Fakultative Weiterbildung Spezielle Geburtshilfe und Perinatologie" und verfügt über eine langjährige wissenschaftliche und klinische Erfahrung auf dem Gebiet der vorgeburtlichen Diagnostik.