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Zum internationalen Hebammentag: Duales Studium ermöglicht ab 2019 Spitzenausbildung für den perfekten Start ins Leben

Hanau, 2. Mai 2019. In Kooperation mit der Hochschule Fulda bieten das Klinikum Hanau, das St. Vinzenz-Krankenhaus und das Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim des Gesundheitszentrums Wetterau werdenden Hebammen Ausbildung und Studium in Einem – und sind damit der Zeit voraus.

Wussten Sie, dass eine Hebamme ohne Arzt einem Kind auf die Welt helfen darf, ein Arzt jedoch nie ohne Hebamme?! Deshalb ist das Berufsbild der Hebamme unersetzlich. Seit 1991 wird der internationale Hebammentag am 5. Mai mittlerweile in 50 Ländern begangen, um die Berufsgruppe zu ehren und der Gesellschaft ihre Bedeutung klar zu machen. Um eine qualifizierte, familienorientierte und individuelle Betreuung für Eltern und Kind vor, während und nach der Geburt auch für die Zukunft nachhaltig zu sichern, haben das Klinikum Hanau, das St. Vinzenz-Krankenhaus Hanau und das Gesundheitszentrum Wetterau nun eine Kooperation mit der Hochschule Fulda gestartet. Sechs angehende Hebammen haben jedes Jahr die Möglichkeit in den drei Häusern im Rahmen eines dualen Studiums nach acht Semestern einen Bachelor of Science (B.Sc.) im Fach Hebammenkunde zu erlangen.

Ab dem 18. Januar 2020 soll die Akademisierung der Hebammenausbildung vollständig umgesetzt sein, das heißt, die Berufsausbildung zur Hebamme soll dann nur über ein duales Studium möglich sein. Während an anderen Stellen noch über die konkrete Umsetzung nachgedacht wird und viele Fragen offen sind, ist die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Fulda und den drei ausbildenden Kliniken weit vorangeschritten und bietet den Interessenten ein praxisnahes Konzept, das Examen und Bachelorabschluss schon ab Oktober 2019 vereint. „Das Studium schafft eine tolle Verbindung zwischen Theorie und Praxis und gibt den Studierenden alles an die Hand, was sie später brauchen, um für eine individuelle Geburt in Sicherheit und Geborgenheit zu sorgen“, sagt Esther Klug, Leiterin des Pflege- und Stationsmanagements am Klinikum Hanau.

Theorie und Praxis: Vom Kinderwunsch bis zum Krabbeln

Die Arbeit von Hebammen beginnt oft schon beim Kinderwunsch und begleitet die werdenden Eltern bis zu ein Jahr nach der Geburt. Dabei läuft nicht immer alles reibungslos: Das Alter der werdenden Mütter steigt, damit nimmt auch die Zahl der Risikoschwangerschaften zu, und es kommen immer neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinzu. Auch darauf müssen die Auszubildenden in einem der ältesten Berufe der Welt vorbereitet werden. Deshalb hält das Studium neben neun Praxiseinsätzen ab dem zweiten Semester auch insgesamt 1.600 Theoriestunden bereit, die von Gynäkologie und Geburtshilfe, Anatomie, Physiologie, Psychologie, Mikrobiologie bis hin zu Gesetzes– und Staatsbürgerkunde und Qualitätssicherung alles abdecken. „Die Studenten entscheiden sich für ein Mutterhaus, in dem sie während der acht Semester angestellt sind und einen Teil der Praxiseinsätze ableisten. Nach dem Bachelor stehen den Absolventen viele Karrierewege in Leitungspositionen oder Wissenschaft und Forschung offen“, erklärt die Pflegedirektorin am St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau, Jutta Berg.

Vielfältiges Arbeitsumfeld

Die Aufgaben einer Hebamme sind abwechslungsreich: Von Schwangerenbetreuung und Geburtsvorbereitungskursen über Geburtsbegleitung bis hin zur Wochenbettbetreuung. Genauso vielfältig lässt sich aber auch das Arbeitsumfeld gestalten: Als freiberufliche Hebamme, als Beleghebamme oder Angestellte in einer Klinik als Teil eines multiprofessionellen Teams. „Wir müssen Professionalität und Menschlichkeit unter einen Hut bringen, sind gerade im Kreißsaal das Sprachrohr der werdenden Eltern und müssen für die Wünsche und Bedürfnisse der Mutter eintreten“, beschreibt Sonja Jens, Hebamme und stellvertretende Bereichsleitung im Kreißsaal am Klinikum Hanau, die Herausforderungen in ihrem Beruf. Um Erfahrung in den unterschiedlichen Bereichen der Geburtshilfe zu sammeln, können die Studenten in den Praxiseinsätzen zwischen den drei Ausbildungshäusern wechseln und im außerklinischen Bereich Berufspraxis sammeln. „Besonders schön an unserer Kooperation finde ich, dass wir den angehenden Hebammen und Entbindungspflegern die Möglichkeit bieten, quasi jedes Level der klinischen Geburtshilfe kennenzulernen. Vom hebammengeführten Kreißsaal bei uns in Bad Nauheim über einen Regelversorger im St. Vinzenz Krankenhaus bis hin zum Perinatalzentrum der höchsten deutschen Versorgungsstufe mit Spezialisierung auf Mehrlings- und Frühgeburten am Klinikum in Hanau“, sagt Mike Racke, Leiter der Theodora-Konitzky-Akademie des Gesundheitszentrums Wetterau.

Für interessierte Bewerber

Das duale Studium Hebammenkunde (B.Sc.) beginnt an der Hochschule Fulda jährlich zum Wintersemester, angeboten werden 30 Studienplätze. Jede der drei kooperierenden Kliniken bietet zwei Plätze an und vergütet ihre Studenten bereits ab dem ersten Semester. Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester. Nach dem siebten Semester absolvieren die Studenten das Examen zur Ausbildung als Hebamme, im achten Semester folgt dann der Bachelor of Science. Interessierte können sich noch bis zum 31. Mai in einer der drei Kliniken um einen Ausbildungsplatz bewerben, weitere Infos gibt es im Internet auf der Seite der Hochschule Fulda (www.hs-fulda.de), den Webseiten der Kliniken oder in sozialen Netzwerken.