Pressemeldung vom 19. Juli 2018

Arzt-Patienten-Seminar: Radiologie, mehr als nur Röntgen! Fortschritte in der minimal-invasiven lokalen Krebstherapie


Chefarzt Prof. Dr. med. Christopher Bangard informiert im Arzt-Patienten-Seminar am 2. August über die Fortschritte der minimal-invasiven lokalen Krebstherapie. Er ist einer von wenigen europäisch zertifizierten interventionellen Radiologen (EBIR) in Deutschland.

Radiologen erzeugen und interpretieren Röntgenbilder, denkt der Laie – doch Radiologie kann heute viel mehr, als den Körper zu durchleuchten oder CT- und MRT-Bilder anzufertigen. Die minimal-invasive lokale Krebstherapie hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. So ist es beispielsweise möglich, eine Sonde durch die Haut direkt in das Tumorgewebe einzuführen und dieses dort durch einen hochfrequenten Wechselstrom auf über 100°C zu erhitzen und zu zerstören. Der Eingriff erfolgt meist in Vollnarkose und wird computertomographisch oder ultraschallgesteuert durchgeführt. Das dauert nicht einmal 60 Minuten und erfordert nur einen kurzen Krankenhausaufenthalt. Wann ist eine solche minimal-invasive Technik sinnvoll? Welche Vorteile bietet die Methode? Welche Möglichkeiten hat die moderne Radiologie heute noch? Diese und weitere Fragen beantwortet Prof. Dr. med. Christopher Bangard, Chefarzt des Institutes für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Klinikum Hanau im Arzt-Patienten-Seminar, am Donnerstag, den 2. August, ab 17:30 Uhr. Die Veranstaltung findet in der Aula der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in der Julius-Leber-Straße 2a statt.

Rund 5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit der Diagnose Krebs. Neben Operation und Chemotherapie zählen die lokalen radiologischen Verfahren zu den Behandlungsmethoden der einst unheilbaren Krankheit, die heute in vielen Fällen keineswegs mehr aussichtslos ist. Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie ist ein zentraler Bestandteil bei Diagnose und Behandlung nahezu aller Fachrichtungen im Klinikum Hanau. Dafür stehen modernste Geräte wie die Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Angiographie, Sonographie oder das klassische Röntgen zur Verfügung.

„Am Klinikum Hanau ist es uns wichtig, die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren. Deshalb veranstalten wir in regelmäßigen Abständen die Arzt-Patienten-Seminare, bei denen unsere Experten zu den unterschiedlichsten Themen referieren und auf die Fragen der Besucher eingehen können“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke. Die Informationsveranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb Stunden. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen. Der Eintritt ist kostenfrei.