Unsere Spezialisten

Darmkrebs ist nur im Frühstadium auf den Darm beschränkt, d. h. es ist oft nicht nur ein Organ, ­sondern der ganze Mensch davon betroffen. Diese Erkenntnis hat erhebliche Konsequenzen für die Behandlung der Patienten. Um für die Betroffenen die bestmöglichen Behandlungs-Ergebnisse zu erreichen, müssen deshalb Mediziner aller Fachrichtungen eng zusammen arbeiten. Unter dem Dach des Darmzentrums Hanau sind dies:

Chirurgie I – Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie
Die Klinik ist spezialisiert auf die chirurgische Therapie aller Erkrankungen des Bauchraumes (Speiseröhre, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber, Gallenwege, Milz) und der endokrinen Organe (Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere) sowie die Chirurgie des Brustkorbes (Thorax).  Viele Darmoperationen können wir heute minimal-invasiv, d.h. ohne großen Bauchschnitt vornehmen.

Medizinische Klinik II - Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Infektiologie
Die Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Infektiologie behandelt Patienten mit Erkrankungen des Magen- Darmtraktes, der Leber und des Stoffwechsels (z.B. Diabetes mellitus). Beschwerden des Magen-Darmtraktes werden vorwiegend mit endoskopischen Methoden abgeklärt. Auffällige Befunde werden bei Spiegelungen des Dickdarmes abgetragen und feingeweblich untersucht.

Medizinische Klinik III - Klinik für internistische Onkologie, Hämatologie und klinische Immunologie
Die Klinik für internistische Onkologie, Hämatologie und klinische Immunologie behandelt Patienten mit einer Krebserkrankung. Kernbereich ist dabei die Durchführung von Chemotherapien.
Die Klinik bindet alle Fachdisziplinen ein und koordiniert die Diagnosestellung und Behandlung.

Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
Das Institut für Radioonkologie und Strahlentherapie behandelt insbesondere Patienten mit bösartigen Tumoren. Der Einsatz der Strahlentherapie erfolgt aber auch in der Therapie einiger gutartiger Erkrankungen.

Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Aufgabe des Instituts für Radiologie ist es, verborgene Krankheitsprozesse sichtbar zu machen. Hierzu dienen Röntgen-Aufnahmen, Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (MRT). Diese Verfahren sind entscheidend für die Bestimmung des Tumorstadiums und besonders für die Operationsplanung und Überprüfung des Therapieerfolges durch Strahlen- oder Chemotherapie unerlässlich.

Institut für Pathologie (externer Kooperationspartner)
Das Institut für Pathologie ist Dienstleister für das Klinikum Hanau. Es bearbeitet in großem Umfang eingesandte
Gewebeproben und übernimmt die anatomisch-pathologische Diagnostik. Die enge Zusammenarbeit und die räumliche Nähe zu den Kliniken ist ideale Voraussetzung für die intra-operative Schnellschnittdiagnostik.



Zu den medizinischen Kernbereichen kommen dann noch weitere Behandlungs-, Pflege- und Versorgungsangebote. Dies sind im Einzelnen:

Psycho-Onkologie
Psycho-Onkologie bezeichnet das Fachgebiet, das sich mit den seelischen Fragen der Krebserkrankung beschäftigt. Dabei sind Psycho-Onkologen nicht nur für die Patienten, sondern auch für deren soziales Umfeld wie Verwandte und Freunde da. Denn eine Krebserkrankung ist nicht nur für Betroffene selbst ein großer Einschnitt.

Genetische Beratung
Die überwiegende Mehrzahl der Darmkrebserkrankungen entsteht spontan. Aber in rund fünf Prozent der Fälle wird von einer familiären Vorbelastung (Prädisposition) ausgegangen. Kern der Beratung ist ein ausführliches Gespräch, in dem vor allem die Krankengeschichte im familiären Umfeld der betroffenen Person untersucht wird. Die tumorgenetische Beratung kann von jedem Menschen in Anspruch genommen werden, der befürchtet ein erbliches Risiko für eine Darmkrebserkrankung zu tragen.

Stoma-Beratung
Die Beratung für Patienten, die in Folge der Tumor-Operation einen künstlichen Darm­ausgang (Stoma) benötigen, erfolgt in Kooperation mit externen Partnern des Darmzentrums Hanau. Für die Information und Betreuung der Patienten ist ein hohes Maß an Fachwissen, pflegerische Kompetenz und Einfühlungsvermögen gefordert.

Ernährungs- und Diätberatung
Essen und Trinken sind lebenswichtig. Den gesunden Menschen hält eine ausgewogene Ernährung fit und leistungsfähig. Dem kranken Menschen hilft sie, wieder gesund zu werden bzw. seine Lebensqualität zu erhöhen. Die Diätassis­tentinnen am Klinikum Hanau sind Expertinnen auf dem weiten Gebiet der Ernährung und bieten Beratung, Hilfestellung und Begleitung.

Klinik-Seelsorge
Krebserkrankungen werfen viele Fragen auf. Sie stellen in der Regel sehr belas­tende Situationen für den Patienten selbst, aber auch für sein familiäres und soziales Umfeld dar. Betroffene können nach der Diag­nose Krebs im Klinikum Hanau ihre Fragen und Probleme mit den Seelsorgern im Klinikum besprechen.

Physiotherapie
Im Gesundungsprozess spielt die ­Physiotherapie eine wichtige Rolle. Unter Physiotherapie wird die äußerliche Anwendung von Heilmitteln verstanden. Sie wird zur Behandlung von Beschwerden vor allem bei Funktions- und Aktivitätseinschränkungen eingesetzt.

Palliativmedizin / PalliativTeam Hanau
Wenn die Heilung einer Darmkrebs-erkrankung nicht mehr möglich ist, möchten die meisten Menschen bis zuletzt zu Hause bleiben: geborgen, in vertrauter Umgebung, dabei medizinisch gut versorgt, möglichst schmerzfrei und ohne Luftnot. Das ermöglicht das Palliative Care Team Hanau am Klinikum.

Sozialberatung
Die Sozialberatung im Klinikum Hanau er­gänzt die medizinisch-therapeutische und pflegerische Versorgung im Krankenhaus durch eine individuelle fachliche Hilfe. Sie richtet sich an Patienten, die persön­liche und soziale ­Probleme im Zusammenhang mit ihrer Er­krankung oder Behinderung haben und deren Auswirkungen auf ihr Leben und das ihrer Angehörigen.

Das Ziel der Sozialberatung ist es, gemeinsam mit den Patienten, Lösungswege für die entstandenen Pro­bleme zu finden. Dazu gehören:

  • Hilfen zur Sicherung der Nachsorge
  • Hilfen zur beruflichen Rehabilitation
  • Hilfen zur medizinischen Rehabilitation
  • Hilfen zur Klärung von sozialrechtlichen Angelegenheiten

Pflegeüberleitung
Um den reibungslosen Übergang von der Krankenhausbehandlung in die häusliche Pflege zu ermöglichen, bieten wir die so genannte Pflegeüberleitung an. Die Mitarbeiter beraten und unterstützten Patienten, die nach der Entlassung noch pflegerische Versorgung benötigen. Dazu gehören:

  • Besuch auf der Station und Analyse der Pflegebedürftigkeit
  • Kontakt mit der Krankenkasse
  • Kontakt mit dem Hausarzt
  • Information über passende Pflegedienste
  • Grundversorgung mit Hilfsmitteln


Externe Kooperationspartner

Selbsthilfegruppen


Weiterführende Informationen