Klinikdetails

Geschichte der Anästhesieabteilung im Klinikum Hanau

Schon am 01.01.1965 wurde am Stadtkrankenhaus Hanau als einem der ersten städtischen Krankenhäuser im Rhein-Main-Gebiet eine Anästhesieabteilung eingerichtet. Zu deren ersten Chefarzt wurde Herr Dr. Hans Herrmann Hennes berufen. Der neue Chefarzt war ein Anästhesist der ersten Stunde, der nach einer breiten klinischen und wissenschaftlichen Ausbildung u. a. bei Prof. Frey (Mainz) und Prof. M. Allgöwer (Chur) schon 1962 die Facharztanerkennung für Anästhesie erhalten hatte. War der Chefarzt zunächst sein eigener Chef, so erfolgte in den folgenden Jahren eine schrittweise Aufstockung des ärztlichen und pflegerischen Stellenpools. 1979 erfolge als Krönung der kliniksinternen Arbeit von Herrn Dr. Hennes die Einrichtung einer operativen Intensivstation, die ihm unterstellt wurde. Es folgte die Umbenennung der Anästhesieabteilung in „Institut für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin". Am 01.01.1985 konnte Herr Dr. Hennes das 25jährige Bestehen des anästhesiologischen Instituts in Hanau feiern. Herrn Dr. Hennes wissenschaftliches Interesse galt, wie seine Publikationen ausweisen, besonders den neuen und modernen Inhalationanästhetika und ihrer Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern. Herr Dr. Hennes verstarb 2004 im Alter von 73 Jahren.

Nach der Pensionierung von Herrn Dr. Hennes übernahm Herr Prof. Dr. Peter Michael Osswald am 01.07.1993 die Leitung des Instituts, die er bis zum 30.09.2007 innehatte. Herr Prof. Osswald kam vom Universitätsklinikum Mannheim nach Hanau. Sein wissenschaftliches Arbeitsfeld war breit gefächert, umfasste aber vor allem Themen der allgemeinen Anästhesie, Schmerztherapie, Eigenblutspende und medizinischen Informatik. Kurz nach Übernahme der Institutsleitung konnte die Anästhesie neue, großzügige Räume im ehemaligen Verwaltungsbau, heute Haus A, beziehen, wodurch erstmals Untersuchungsräume für eine Schmerzambulanz, sowie eine Prämedikationsambulanz mit Lungenfunktionsprüfung und Eigenblutspende zur Verfügung standen. Eine umfassende Modernisierung des gesamten Gerätebestandes der Anästhesiearbeitsplätze im OP sowie der Intensivstation schloß sich an. Unter den zahlreichen von ihm initiierten Fortbildungsveranstaltungen, auch in Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer Hessen, ist besonders das 1994 von ihm ins Leben gerufene „Wilhelmsbader Symposium" zu aktuellen Themen der Anästhesie und Intensivmedizin sowie die Gründung des „Fördervereins Palliativmedizin" im Jahre 2002 zu nennen.

Nach dem Ausscheiden von Herrn Prof. Osswald wurde das Institut vom 01.10.07 bis zum 31.03.08 vom langjährigen Leitenden Oberarzt, Herrn Dr. Wolfgang Wirth, kommissarisch geführt. Herr Dr. Wirth gehört dem Institut seit 1975 an und ist seit 1986 Leitender Oberarzt. Er richtete 1979 die operative Intensivstation ein, der er insgesamt 20 Jahre vorstand. Neben der Therapie lebensbedrohlicher Infektionen gilt sein ganz besonderes Interesse der Diagnostik und Therapie schwerer Störungen der Blutgerinnung, was sich in einer vielbeachteten Referententätigkeit widerspiegelt und - kombiniert mit breitester klinischer Erfahrung - den Klinikalltag höchst wertvoll bereichert.
Vom 01.04.2008 bis 31.08.2010 wurde das Institut von Herrn PD Dr. Jörg Brederlau geleitet.

Die Anzahl der Beatmungsbetten wurde auf 10 Betten aufgestockt. Am 21.08.2008 erfolgte die Umbenennung des "Instituts" in "Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin".

Zum 15.09.2010 hat PD Dr. Marco Gruß die Leitung der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie übernommen.