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Unsere Leistungen im Detail


Neben den im „Leistungsspektrum" dargestellten diagnostischen und therapeutischen Angeboten unserer Klinik, arbeiten wir schwerpunktmäßig an folgenden Themen, Prozessen und Projekten:

Anästhesie

  • Motto und Ziel: "Anästhesie ist Intensivtherapie im Zeitraffer"
  • Die im Haus schon seit vielen Jahren traditionell hohe Anwendungsfrequenz der thorakalen Epiduralanästhesie (rückenmarksnahe Schmerzmittelverabreichung im Brustwirbelsäulenbereich) wird in Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Klinik I in ein „Fast-track"-Konzept (Prozessoptimierung, Verkürzung der Liegedauer) eingebettet.
  • Der konsequente und prophylaktische Einsatz („Prewarming") externer Wärme-Applikatoren zur Verhinderung des Auskühlens während einer Operation wird forciert.
  • Bei der Carotisthrombend-Arteriektomie (Beseitigung einer Engstelle in der Halsschlagader) in Allgemeinanästhesie wird routinemäßig ein Neuromonitoring (Messung der Hirnströme mittels NIRS) durchgeführt. Bei fehlenden Kontraindikationen ist der Zervikalblocks (örtliche Betäubung der Halsnerven) das Anästhesieverfahren der ersten Wahl.
  • Die Mitte 2010 erfolgte Zertifizierung des Zentral-OP wird dazu genutzt, mittels SOPs die anästhesiologischen Abläufe weiter zu vereinheitlichen. Dabei wird dem Leitspruch „keep it safe and simple" gefolgt.

Intensivmedizin

  • Die Etablierung der arteriovenösen pumpenlosen Lungenassistenz (av-ECLA / iLA) für die Therapie des akuten Lungenversagens (ARDS) sowie die Möglichkeit zur extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) stellen wichtige Schwerpunkt in der Ausweitung des Therapieangebots für Patienten mit Multiorgandysfunktion dar. Dieses Therapiekonzept wird ergänzt durch eine frühzeitige und konsequente gravimetrischen (schwerkraftabhängige) Positionierung von pulmonalen Risikopatienten, sei es durch kontinuierliche axiale Rotation, Bauchlagerung oder 135-Grad-Lagerung.
  • Derzeit werden zwei Maschinen (Prismaflex R) zur kontinuierlichen venovenösen Hämodiafiltration (Blutwäsche) vorgehalten. Es ist das Ziel, die Citratdialyse als Routineverfahren für alle Patienten anzubieten, die ein kontinuierliches Unterstützungsverfahren der Niere benötigen.
  • Kürzlich wurde durch die Anschaffung eines hochleistungsfähigen Ultraschallgerätes mit der Möglichkeit der Herzuntersuchung über die Speiseröhre (transösophageale Echokardiographie -TEE) die diagnostische Leistungsfähigkeit bei komplexen intensivmedizinischen Krankheitsbildern weiter erhöht.
  • Einsatz gasförmiger Anästhetika mit organschützenden Eigenschaften (Isofluran/Sevoflurane) in der Kurzzeitsedierung (AnaConDa).
  • Implementierung des halbautomatischen Easy-Intensiv-Systems (Fa. Medlinq R) zur Dokumentation der pflegerischen und ärztlichen Maßnahmen sowie der Vitalparameter


Notfallmedizin

  • Die Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerzmedizin verantwortet seit jeher die Reanimationen in den operativen Kliniken. Auf unsere Initiative hin wurden zum Zweck strukturverbessernder Maßnahmen alle peripheren Stationen im Gesamtklinikum mit einheitlichen Reanimationsrucksäcken ausgestattet. Parallel dazu erfolgt permanent eine strukturierte Weiterbildung des Pflegepersonals. Angedacht ist eine Forcierung dieses Projekts mit dem Ziel, automatische Defibrillatoren (AEDs) auf den Bettenstationen vorzuhalten.
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerzmedizin besetzen in Zusammenarbeit mit den Chirurgischen Kliniken das zweite am Haus stationierte Notarzteinsatzfahrzeug (NEF).
  • Der Schockraum wird mit dem Team der Interdisziplinären Zentralen Notaufnahme (Leitung: Dr. med David Schramm und Christof Rother) und den chirurgischen Kliniken sowie der Klinik für Neurologie von ärztlichen und pflegerischen Mitarbeitern der Klinik für Anästhesiologie, Operative Intensivmedizin und Schmerztherapie besetzt.
  • Simulatortraining für alle internen ärztlichen sowie notfallmedizinisch interessierte Pflegemitarbeiter und ärztliche Kollegen aller Fachdisziplinen in Zusammenarbeit mit der zentralen Ausbildungsstätte des Deutschen Roten Kreuzes, Bezirksverband Frankfurt am Main.

Schmerztherapie

  • Die perioperative Schmerztherapie wird im Haus dominiert von der thorakalen Epiduralanästhesie (s.o.) sowie Schmerzkathetern an peripheren Nerven, die eine i.v.-PCA (Schmerzmittelverabreichung über die Vene) nur bei sehr wenigen Patienten erforderlich machen. Im Rahmen der Aktualisierung des bereits bestehenden Klinikum-weiten Schmerzkonzeptes, wird eine weitere Intensivierung der frühzeitigen oralen Gabe von Opioiden angestrebt.
  • Derzeit besteht keine Ermächtigung für eine ambulante Versorgung chronisch schmerzkranker Patienten. Chronisch schmerzkranke stationäre Patienten werden vom Team des Akutschmerzdienstes konsiliarisch mit betreut.