Was ist Strahlentherapie  

Bei der Strahlentherapie kommen Photonenstrahlung (ultraharte Röntgenstrahlen) bzw. Korpuskularstrahlung (Elektronenstrahlen) zur Anwendung. Abhängig von der Beschleunigungsenergie und der Strahlenart kann die Eindringtiefe und Hautbelastung variiert werden. Es erfolgt die Anwendung der Strahlentherapie bei der Behandlung bösartiger Erkrankungen, aber auch bei speziellen gutartigen Erkrankungen. Die Therapie von Tumorerkrankungen besteht aus dem Zusammenspiel der Chirurgie, der Strahlentherapie und der Chemotherapie. Während die Chemotherapie auf den ganzen Körper wirkt, kann die Strahlentherapie gezielt zur lokalen Behandlung eingesetzt werden. Für die Durchführung der strahlentherapeutischen Methoden (3D-konformale-, IMRT-, koplanare und non-koplanare Techniken) kommen moderne Geräte zum Einsatz. Hierzu gehören die rechnergestützte 3-dimensionale Bestrahlungsplanung und virtuelle Simulation am abteilungseigenen Computertomographen, 3D-Lasersysteme zur reproduzierbaren Patientenlagerung und zwei Beschleuniger mit großen Multileafkollimatoren, Flatpanel zur Online-Lagerungskontrolle und -korrektur sowie Tischvorwärtssteuerung. Im Klinikum Hanau werden modernste Linearbeschleuniger eingesetzt, wodurch es möglich ist, Tumorgewebe sicher zu bestrahlen und das umgebende, gesunde Gewebe bestmöglich zu schonen. Die gesamten Sicherheitsvorkehrungen sind umfassend und unterliegen genauen gesetzlichen Vorschriften, die zur Sicherheit unserer Patienten und unserer Mitarbeiter strengstens eingehalten werden. Alle Maschinen werden regelmäßig von speziell ausgebildeten Medizinphysikexperten und Fach-Ingenieuren überwacht.