Leistungsspektrum 

Das Versorgungsspektrum des Institutes für Radioonkologie und Strahlentherapie umfasst Patienten aus allen Fachrichtungen des Gesamtklinikums und der zuweisenden Kollegen. Die Therapie findet normalerweise werktäglich statt. Je nach Allgemeinbefinden und zusätzlich erforderlichen Therapien ist die Bestrahlung meist ambulant durchführbar. Eine stationäre Behandlung ist selbstverständlich bei Bedarf möglich.

Das Behandlungsspektrum umfasst als Schwerpunkte:

  • Strahlentherapie bösartiger Erkrankungen mit kurativem (heilendem) Therapieansatz, am häufigsten Tumoren der Brust, der Prostata, der Lunge, des Magen-Darm-Traktes, der Gebärmutter, aber auch des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs und des Gehirns sowie von Hämoblastosen (meist Lymphome)
  • Strahlentherapie bösartiger Erkrankungen mit palliativem (linderndem) Therapieansatz, zumeist Bestrahlungen von Primärtumorregionen sowie Knochen-, Hirn- oder Weichteilmetastasen
  • Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen
    • bei hormonell bedingter Augenmuskelverdickung (endokrine Orbitopathie)
    • Entzündungsbestrahlung degenerativer Erkrankungen/Gelenkbeschwerden
      (wie Schultern, Hüften, Ellenbogen, Hände, Fersensporne)
    • sogenannte Ossifikationsprophylaxen (unerwünschte Knochenneubildungen) oder
      Keloidprophylaxe (unerwünschte Narbenbildung)

Es werden individuelle Behandlungskonzepte in Form von kombinierten (multimodalen) Therapien aus den drei Standbeinen der Onkologie Strahlentherapie, Operation und/oder Chemotherapie entsprechend der Indikation neoadjuvant (vor Durchführung einer Operation), adjuvant (zusätzlich/ergänzend) oder prophylaktisch (vorbeugend) durchgeführt. Zudem kommen kombinierte Therapieverfahren aus Teletherapie (hautdurchdringende Strahlentherapie), IMRT (Intensitätsmodulierte Strahlentherapie) und Afterloadingtherapie (Strahlentherapie tumor-nah in Körperöffnungen), vor allem bei gynäkologischen Erkrankungen, zur Anwendung.

Das Institut arbeitet eng mit den anderen Kliniken und Einrichtungen des Klinikums Hanau sowie mit Kooperationspartnern zusammen. So finden im Rahmen des Brustzentrums und des Interdisziplinären Onkologischen Tumorboardes Besprechungen in wöchentlichen Sitzungen mit den Fachdisziplinen der Internistischen Onkologie, Gynäkologie, Chirurgie, Gastroenterologie, Pathologie, Radiologie und Nuklearmedizin im Haus und zusätzlich in regelmäßigen Abständen im Tumorboard im St. Vinzenz-Krankenhaus in Hanau und im Onkologischen Arbeitskreis Main Kinzig in Gelnhausen statt.