Pressemeldung vom 20. Dezember 2013

Gemeinschaftlicher Abschied am Kindergrabmal


Die nächste öffentliche Beisetzung für alle früh- und fehlgeborenen Kinder aus dem Klinikum Hanau findet am Mittwoch, den 8. Januar um 15 Uhr am Kindergrabmal auf dem Hauptfriedhof Hanau statt. Die Zeremonie der gemeinschaftlichen Beisetzung wird seitens der katholischen Kirche von Diakon Reiner Schauberger und seitens der evangelischen Kirche von Klinikpfarrer Hans-Joachim Roth geleitet.

Reden und Schweigen, Beten und Hören, Schauen und Weinen, ein Licht anzünden, sich dem Grab nähern und wieder zurücktreten ‑ schlicht ist die Zeremonie der vierteljährlichen gemeinschaftlichen Beisetzung. So erhalten die betroffenen Eltern, Großeltern und Freunde Zeit und Raum für ihren Kummer und ihre Hoffnungen. Nicht selten mischen sich unter die frisch trauernden Menschen Eltern, die schon vor längerem ein Kind verloren haben. Auch sie suchen die Gemeinschaft mit Menschen, die ihr Schicksal teilen. Alle sind herzlich willkommen.

Sich der Gemeinschaft anvertrauen – darin sieht die evangelische und katholische Klinik-Seelsorge am Klinikum Hanau einen weiter führenden Sinn der vierteljährlichen Bestattungen am Kindergrabmal Hanau. Der Gemeinschaft mit anderen trauernden Eltern, der Gemeinschaft mit anderen früh verstorbenen Babys, der Gemeinschaft mit Gott können sich die Betroffenen anschließen. „Das entlastet von einsam um sich selbst kreisenden Phantasien, was denn wohl alles aus einem früh verstorbenen Baby hätte werden können“, sagt Klinikpfarrer Hans-Joachim Roth.

Auch schon im Krankenhaus wird den betroffenen Eltern Begleitung und Unterstützung angeboten, die gern in Anspruch genommen wird. Nähere Informationen unter www.klinikseelsorge-hanau.de oder unter der Telefonnummer (06181) 296-8270.