Pressemeldung vom 18. Dezember 2012

Versorgung von extrem frühgeborenen Babies am Klinikum Hanau gestärkt


Das Bundessozialgericht hat in seiner heutigen Entscheidung die Stellung des Klinikums Hanau in der Versorgung von extrem Frühgeborenen mit einen Geburtsgewicht unter 1.250 Gramm gestärkt. Das Klinikum Hanau hatte mit 41 anderen Kliniken gegen eine Erhöhung der Mindestfallzahlen von 14 auf 30 geklagt. Durch eine Anhebung der Mindestfallzahlen wäre eine wohnortnahe Versorgung von Frühgeboren in vielen Regionen nicht mehr möglich gewesen. Eltern hätten mitunter über Monate zwischen ihrem Wohnort und einem entfernten Krankenhaus pendeln müssen, um ihr Kind zu besuchen. „Das ist eine gute und wichtige Entscheidung für die Hanauer Bürger, den Main-Kinzig-Kreis und das Klinikum Hanau", sagte der Ärztliche Direktor des Klinikum Hanau, Dr. med. André Michel: „Das Gericht ist unserer Auffassung gefolgt, dass auch Kliniken mit kleiner Fallzahl eine überdurchschnittliche Qualität erbringen können. Wäre es diesen Kliniken nicht mehr gestattet gewesen Kinder zu behandeln, würde sich die Versorgungsqualität in Deutschland verschlechtern statt verbessern."

Hätten die Krankenkassen und der Gemeinsame Bundesausschuss in Kassel Recht bekommen, wäre es dem Klinikum Hanau nicht mehr möglich gewesen, Kinder unter 1.250 Gramm zu behandeln. Und dies, obwohl die guten Ergebnisse der Hanauer Kinderklinik selbst mit großen Uniklinken vergleichbar sind und erwiesener Maßen jedem Zweifel erhaben sind. „Qualität lässt sich nicht auf Mindestfallzahlen reduzieren", sagt Dr. med Bernhard Bungert, Ärztlicher Leiter der Neonatologie am Klinikum Hanau: „Entscheidend für die Versorgung der kleinsten Patienten ist neben der rein technischen Ausstattung einer Kinderintensivstation und einem eingespielten Team insbesondere die intensive Einbindung der Eltern." Dies ist aber nur möglich, wenn die wohnortnahe Versorgung auch die Einbindung der Eltern ermöglicht. „Das Klinikum Hanau ist damit weiterhin der einzige Maximalversorger im Main-Kinzig-Kreis, der als Perinatalzentrum Level 1 alle Risikoschwangerschaften und Frühgeborenen behandeln darf", erläutert PD Dr. Thomas Müller, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikum Hanaus.