Pressemeldung vom 22. Dezember 2011

Abschied am Kindergrabmal


Am Mittwoch, den 4. Januar 2012 um 15:00 Uhr werden am Kindergrabmal auf dem Hauptfriedhof Hanau die früh- und fehlgeborenen Kinder aus dem Klinikum Hanau öffentlich beigesetzt. Eltern, Großeltern, Angehörige und Freunde sind herzlich eingeladen. Seelsorgende der evangelischen und katholischen Kirche leiten die Beisetzung und geben den Betroffenen Hilfestellung in ihrer Trauer.
Die Klinikseelsorgerin und die Seelsorger der beiden Konfessionen im Klinikum Hanau wissen darum, dass leider nicht alle Schwangerschaften einen glücklichen Ausgang nehmen. Sie stehen den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Klinikpfarrerin Beate Kemmler erläutert: „Wir bieten unsere Unterstützung an, weil wir immer wieder erleben, wie wichtig die seelsorgliche Begleitung gerade in so einer Situation ist und ermutigen die Eltern, dass sie sich im Krankenhaus ausdrücklich von ihrem Kind verabschieden. Darüber hinaus bieten wir unsere Hilfe bei der Gestaltung einer möglichst würdevollen Bestattungsfeier und weitere Trauerbegleitung an."

Weitere Unterstützung auf dem Weg ihrer Trauer können Betroffene unter anderem auch von Monika Wiedemann erhalten. Sie ist Diplompsychologin und Trauerbegleiterin und bietet in der katholischen Familienbildungsstätte Hanau einen Gesprächskreis für trauernde Eltern an.

Außerdem besteht die Möglichkeit, dass am Kindergrabmal ein Gedenkschild oder ein kleiner Gedenkstein mit Namen und Datum auf dem „Weg der Erinnerung" angebracht werden kann. Auch Eltern, die früher ihr Kind verloren haben und kein Grab als Anlaufstelle haben, können nachträglich ein solches Schild oder einen Stein anbringen lassen. Ein kreuzförmiger Gedenkstein mit einem Stern in der Mitte und der Inschrift „Allen Kindern ohne Grab" erinnert daran, dass ein solcher Bestattungsort wie das Hanauer Kindergrabmal keine Selbstver-ständlichkeit war und ist.
Nähere Informationen - auch zu weiterführender Trauerbegleitung - gibt die evangelische (Telefon 06181/ 296-8270) oder die katholische Klinikseelsorge (Telefon 06181/ 296-4580).