Pressemeldung vom 22. März 2018

Die Schilddrüse: Was tun, wenn sie außer Kontrolle gerät?


Fachärztin Dr. med. Stefanie Wolak informiert beim Arzt-Patienten-Seminar über individualisierte Ursachenforschung und Behandlungsmöglichkeiten
Die Schilddrüse produziert Hormone, die für den Organismus lebenswichtig sind. Wenn das im gesunden Zustand nur ca. 20 ml große Organ im Hals den Körper nicht mehr optimal mit Hormonen versorgt, beeinflusst das alle weiteren Organe sowie den Stoffwechsel insgesamt negativ und bringt viele Beschwerden für Betroffene mit sich. In vielen Fällen kann mit einer hormonellen Medikamententherapie geholfen werden, eine Schilddrüsenoperation ist vor allem dann notwendig, wenn der Verdacht besteht, dass ein Knoten bösartig, die Schilddrüse eine Überfunktion hat oder die Schilddrüse zu groß ist. Was sind Anzeichen, dass die Funktion der Schilddrüse gestört ist und welche Werte sind normal? Macht eine Vorsorgeuntersuchung Sinn? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Im Arzt-Patienten-Seminar am Donnerstag, den 5. April 2018, ab 17:30 Uhr beantwortet Dr. med. Stefanie Wolak, Fachärztin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie und Leitung des Schilddrüsenzentrums, Betroffenen, Angehörigen und Interessierten diese und weitere Fragen rund ums Thema. Die Veranstaltung findet in der Aula des Gebäude P (Psychiatrie) in der Julius-Leber-Str. 2 statt.

„Am Klinikum Hanau ist es uns wichtig, die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren. Deshalb veranstalten wir in regelmäßigen Abständen die Arzt-Patienten-Seminare, bei denen unsere Experten zu den unterschiedlichsten Themen referieren und auf die Fragen der Besucher eingehen können“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke. Die Informationsveranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb Stunden. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen. Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Aufgabe der Schilddrüse besteht vor allem darin, die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin - auch T4 und T3 genannt - herzustellen. Diese beeinflussen zum Beispiel den Sauerstoffverbrauch der Zellen, den gesamten Energiestoffwechsel (Verstoffwechselung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen), die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems und des Magen-Darm-Traktes, Wachstums- und Differenzierungsvorgänge sowie die geistige Entwicklung bei Ungeborenen und Kindern. Die Hormonproduktion der Schilddrüse wird durch das Gehirn gesteuert. Je nach Konzentration der Schilddrüsenhormone im Blut, reguliert die Hirnanhangsdrüse durch das so genannte TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon), ob die Schilddrüse „angekurbelt“ oder „gebremst“ wird. Eine Störung kann durch eine Blutuntersuchung der verschiedenen Schilddrüsen- und Steuerhormone untersucht werden.

Über die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

In der Chirurgischen Klinik I werden alle Erkrankungen der Verdauungsorgane, der endokrinen Organe (hormonproduzierende Drüsen) und der Organe des Brustkorbs behandelt.  Hinzu kommt der gesamte Bereich der Allgemeinchirurgie (Narben- und Leistenbrüche, Abszesse, Lymphknoten-Entfernungen etc.). Ein besonderer interdisziplinärer Schwerpunkt liegt in der onkologischen Chirurgie, sprich der Behandlung von Tumorerkrankungen der Bauchorgane und des Brustkorbes. Der Klinik sind außerdem das zertifizierte Darmzentrum, das zertifizierte Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie, das in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Heidelberg errichtete Lungenzentrum und das neu gegründete Adipositaszentrum angeschlossen. Wo immer möglich und sinnvoll werden minimalinvasive Techniken zur Minimierung des Traumas und Beschleunigung der Erholung von der Operation eingesetzt. Die Klinik wird geleitet von Prof. Dr. med. Peter Langer, er ist Facharzt für Chirurgie mit den Schwerpunktbezeichnungen Viszeralchirurgie und Proktologie. Bei der individuellen Behandlung der Patienten setzen er und sein Team auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen, insbesondere der Anästhesie, Radiologie, Nuklearmedizin, Onkologie und Strahlentherapie.