Pressemeldung vom 28. Dezember 2017

Patientenverfügung – Entscheidungen am Lebensende  


Oberärztin Dr. med. Christine Reichert-Eckhardt informiert im Arzt-Patienten-Seminar des Klinikums Hanau, wie der Patientenwille gesichert werden kann

„Ich will das nicht!“ – Ein Satz der vielen eigentlich leicht über die Lippen geht. Aber was, wenn man zum Beispiel durch einen Unfall oder altersbedingt, genau das eben nicht mehr sagen kann? Dann stellen sich gerade auch für die Angehörigen ernste Fragen im Grenzbereich zwischen Leben und Tod, die in einer sowieso schon schwierigen Situation zusätzlichen Druck aufbauen. Welche Behandlung will der Patient und welche vielleicht nicht (mehr)? Eine Patientenverfügung ist dann hilfreich: Sie macht den Willen der Betroffenen klar und gibt im besten Falle den behandelnden Ärzten eine eindeutige Orientierung. Aber wie genau muss sie formuliert sein? Was muss alles festgelegt werden? Wie überprüft man, dass man auch nichts vergessen hat? Und wo liegt überhaupt der Unterschied zwischen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und einer Betreuungsverfügung?

Auf diese und weitere Fragen wird Dr. med. Christine Reichert-Eckhardt, Oberärztin der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Klinikums Hanau, wird im Arzt-Patienten-Seminar, am Donnerstag, den 4. Januar 2018 ab 17:30 Uhr, eingehen. Die Veranstaltung findet in der Aula der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Hanau, Julius-Leber-Straße 2a, 63450 Hanau statt.

Eine Patientenverfügung muss bestimmten Kriterien genügen, damit sie im Falle des Falles auch wirksam ist. Gerade im Internet kursieren aber Dutzende Vordrucke, die oft qualitativ ungenügend sind. Wie eine Patientenverfügung aussehen sollte, ist daher eine wichtige Frage. Wie bindend sie in der konkreten Situation dann ist, eine weitere. „Am Klinikum Hanau ist es uns wichtig, die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren. Deshalb veranstalten wir in regelmäßigen Abständen die Arzt-Patienten-Seminare, bei denen unsere Experten zu den unterschiedlichsten Themen referieren und auf die Fragen der Besucher eingehen können“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke. Die Informationsveranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb Stunden. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen. Der Eintritt ist kostenfrei.