Pressemeldung vom 15. November 2017

Atemnot? Leistungsabfall? – Ist es eine Herzschwäche?  


Kliniken, niedergelassene Fachärzte und Herzstiftung informieren Patienten, Angehörige und Interessierte am 22. November 2017 beim Gesundheitstag.

Es schlägt 60- bis 80-mal pro Minute und das rund um die Uhr, zirka 100.000-mal pro Tag. In dieser Zeit befördert das Herz rund 7.000 Liter Blut durch unseren Körper. Es ist unser Motor und wenn dieser Motor nicht mehr richtig läuft, kann sich das beispielsweise in Form von Atemnot, Leistungsschwäche und Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen bemerkbar machen. Unter dem Motto „das schwache Herz: Diagnose und Therapie der Herzinsuffizienz“ informiert Priv. Doz. Dr. med. Christof Weinbrenner, Chefarzt der Medizinischen Klinik I – Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und internistische Intensivmedizin des Klinikums Hanau gemeinsam mit weiteren Hanauer Ärzten am Mittwoch, 22. November, 19 Uhr bis 21 Uhr, in der neuen Mensa der Karl-Rehbein-Schule Hanau zum Thema. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung statt und steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Im fortgeschrittenen Stadium bedroht die Herzschwäche das Leben. Je früher sie erkannt wird, umso eher können Ärzte mit den heutigen Therapiemöglichkeiten die Entwicklung der Krankheit aufhalten oder verlangsamen und so die Lebensqualität des Patienten sichern. Die chronische Herzschwäche ist die Folge anderer Herzerkrankungen. In etwa 70 % der Fälle entwickelt sie sich aus der koronaren Herzkrankheit (KHK) und Bluthochdruck. In Deutschland leiden zwei bis drei Millionen Menschen an einer Herzschwäche. Jährlich werden über 444.000 Patienten deshalb in ein Krankenhaus eingeliefert. Unbehandelt liegt die Sterblichkeitsrate innerhalb von fünf Jahren bei der Hälfte der Patienten und in der Todesursachenstatistik Deutschlands steht die Herzschwäche auf Platz drei, noch vor den Krebserkrankungen.

Programm

Grußwort: Claus Kaminsky, Oberbürgermeister der Stadt Hanau; OStD Jürgen Scheuermann, Schulleiter der Karl-Rehbein-Schule Hanau

Aufgaben und Ziele der Deutschen Herzstiftung: Wolfgang Lang, ehrenamtlicher Beauftragte der Deutschen Herzstiftung

Was ist eine chronische Herzschwäche und ist sie vermeidbar? Ursachen der Herzschwäche; Wie wird sie diagnostiziert?: Dr. med. Wolfgang Dembowski, Ärztlicher Direktor und Leiter der Abteilung für Innere Medizin des St. Vinzen-Krankenhauses Hanau

Behandlung der Herzschwäche – Behandlung der Ursachen; Medikamente: Wirkungen und Nebenwirkungen, wichtige Kontrollen: Frank Schlauch, Gemeinschaftspraxis für Kardiologie Langenselbold-Hanau

Herzkatheter bei Herzschwäche; Schutz vor dem plötzlichen Herztod – der Defibrillator; Wem hilft die Resynchronisationstherapie?: Priv. Doz. Dr. med. Christof Weinbrenner, Chefarzt der Medizinischen Klinik I des Klinikums Hanau

Bewegung als Therapie der Herzschwäche: Was ist erlaubt? Was muss sein? (seelische Probleme, Ernährung, Reisen, Sex): Dr. med. Jan Pollmann, Facharztzentrum Hanau, Kardiologie-Neurologie

Im Anschluss ist ausreichend Zeit für Fragen und Gespräche eingeplant.