Pressemeldung vom 16. Oktober 2017

Informationsveranstaltung für Patienten: Wie kann man Parkinson in der Spätphase behandeln?  


Zittern, versteifte Muskeln und verlangsamte Bewegungen – Parkinson-Patienten und deren Angehörige kennen diese Symptome gut. Eine Heilung der Parkinson-Krankheit ist auch 200 Jahre nach ihrer Entdeckung noch nicht möglich, aber das Verständnis und die Behandlungsmöglichkeiten haben sich weiterentwickelt. Durch eine gute Therapie kann viel erreicht werden, die Lebenserwartung von Parkinson-Kranken ist dank der medizinischen Möglichkeiten kaum herabgesetzt. Welche Behandlungsmöglichkeiten es für die Patienten in fortgeschrittenen Stadien gibt, erfahren Betroffene, Angehörige und Interessierte am Mittwoch, 1. November 2017 von 15 bis 17 Uhr, in der Aula der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie (2. Stock) des Klinikums Hanau.

Gemeinsam mit der Klinik für Neurochirurgie der Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Bundesverband der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V. (dPV) bietet die Klinik für Neurologie des Klinikums Hanau die Möglichkeit zum direkten Austausch mit Ärzten und anderen Betroffenen. In zwei Vorträgen informieren Dr. med. Sven Thonke, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Klinikum Hanau sowie Dr. med. Johanna Quick-Weller, Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main über Behandlungsverfahren mittels Medikamentenpumpen oder tiefe Hirnstimulation durch einen operativen Eingriff.

Die Teilnahme ist kostenfrei, um eine telefonische Anmeldung unter (06181) 296-6310 oder per E-Mail an neurologie@klinikum-hanau.de wird gebeten. Der Anmeldeschluss wurde bis zum 25. Oktober verlängert. 

Über die Klinik für Neurologie
In der Klinik für Neurologie werden alle Erkrankungen, bei denen Nervenstrukturen beeinträchtigt sind, behandelt. Dies kann Erkrankungen des Gehirns, des Rückenmarks, der peripheren Nerven, der Muskeln und des Bewegungsapparates betreffen. Das Aufgabenspektrum umfasst insbesondere die Akutbehandlung des Schlaganfalls, die Diagnostik und Behandlung der Parkinson-Erkrankung, atypischer Parkinson-Syndrome und anderer Bewegungsstörungen wie Dystonien oder das Restless-Legs-Syndrom (RLS), akute und chronische Entzündungen des Nervensystems (Multiple Sklerose, Borreliose u. a.), aber auch die Behandlung von Epilepsien, akuten und chronischen Schmerzerkrankungen (z.B. Kopfschmerzen und Bandscheibenerkrankungen), Schwindel, Demenzerkrankungen, Polyneuropathien und neuromuskuläre Erkrankungen (z.B. Myasthenie oder Myopathien). Außerdem steht für schwerstkranke Patienten, die an neurologischen Erkrankungen leiden, eine interdisziplinäre Intensivstation zur Verfügung, auf der intensivpflichtige Patientinnen und Patienten mit den modernsten Mitteln der Intensivmedizin betreut werden. Die Klinik für Neurologie ist Regionalzentrum im Kompetenznetz Parkinson und hat traditionell einen besonderen Schwerpunkt in der stationären und ambulanten Behandlung von Parkinson-Kranken.

Über das Klinikum Hanau
Das Klinikum Hanau ist ein Haus der Maximalversorgung und akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität Frankfurt am Main sowie zertifiziertes Ausbildungszentrum. In 13 Kliniken, drei Instituten und der zentralen Notaufnahme werden jährlich mehr als 35.000 stationäre und 64.500 ambulante Patienten versorgt. 1.800 Mitarbeiter setzen sich täglich mit moderner medizinischer Ausstattung für die Patienten aus einem Einzugsgebiet mit 400.000 Einwohnern ein. Das Klinikum Hanau ist mit einer Vielzahl an zertifizierten Zentren diagnostisch auf hohem Niveau – darunter ein Perinatalzentrum Level 1, das die optimale Versorgung für Früh- und Neugeborene bietet. Durch das Darmzentrum, das gynäkologische Krebszentrum sowie das Brustzentrum ist es außerdem ein Haus mit onkologischem Schwerpunkt. Die zertifizierte Stroke Unit, für die optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten und das Gefäßzentrum runden das Angebot ab. Durch das neu errichtete Adipositaszentrum erhalten auch adipöse Patienten eine speziell auf sie abgestimmte Behandlung. Das Klinikum befindet sich in öffentlicher Trägerschaft der Stadt Hanau.