Pressemeldung vom 2. Oktober 2017

Körper und Psyche zusammen heilen: Klinikum Hanau erhält Versorgungsauftrag für Psychosomatik  


Die tägliche Arbeit der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Hanau zeigt den hohen Versorgungsbedarf der Bevölkerung im Bereich psychischer Störungen – das Ministerium für Soziales und Integration bewilligt jeweils 20 stationäre und 20 tagesklinische Plätze für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Die Depressionsstation der Klinik hatte eine lange Warteliste und die Nachfrage in der psychiatrischen Institutsambulanz nimmt seit Jahren stetig zu. „Dem hohen Bedarf konnte die Klinik nicht mehr gerecht werden“, sagt PD Dr. med. Dipl. Phys. Thomas Schillen, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Aufgrund dieser Situation hat das Klinikum Hanau beim Hessischen Ministerium für Soziales und Integration die Ausweitung seines Auftrags für die Versorgung psychischer Störungen beantragt. Das Ministerium hat den Versorgungsbedarf geprüft und daraufhin 20 stationäre Betten und 20 tagesklinische Plätze für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie bewilligt. Zurzeit werden die räumlichen Voraussetzungen geplant, um die neue Abteilung in direkter Nähe zur Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie einzurichten.

Psychiatrie und Psychosomatik beschäftigen sich mit den Wechselwirkungen zwischen körperlichen, psychischen und sozialen Abläufen. Schwerpunkte der Psychosomatik betreffen beispielsweise körperliche Störungen ohne organische Ursache aufgrund psychischer Belastungen, depressive Störungen, Angst- und Zwangsstörungen, Essstörungen, Schmerzstörungen und  posttraumatische Belastungsstörungen.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Hanau setzt seit einigen Jahren ein bundesweit beachtetes Modellprojekt moderner Behandlungskonzepte erfolgreich um („Hanauer Modell“), dessen positive Erfahrungen sich auf die psychosomatische Versorgung übertragen lassen. Das neue Angebot wird die Versorgung der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ergänzen und gewährleistet eine noch umfassendere Behandlung psychischer Störungen.