Pressemeldung vom 28. September 2017

Den Schlaganfall verhindern: Die Therapie der Carotisstenose  


Chefarzt Dr. med. Karsten Schmidt-Schoormann informiert im Arzt-Patienten-Seminar des Klinikums Hanau über lebensrettende Operationen an der Halsschlagader

Pro Jahr erleiden in der Bundesrepublik etwa 270.000 Menschen einen Schlaganfall, in etwa 80 % der Fälle ist die Ursache eine Verengung der Halsschlagader (Carotis) durch Ablagerungen, die sogenannte Carotisstenose. Dann kann eine Operation Leben retten und schwere Folgen eines möglichen Schlaganfalls vermeiden. Ein Schlaganfall tritt dann auf, wenn bestimmte Bereich des Gehirns nicht mehr ausreichend durchblutet werden und damit nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe erhalten. Wenn nicht schnell genug gehandelt wird, drohen die Hirnzellen durch diese Unterversorgung abzusterben, und können – je nachdem, wie lang dieser Zustand anhält – ihre Funktion zeitweise oder gar dauerhaft nicht mehr übernehmen.

Im Arzt-Patienten-Seminar des Klinikums Hanau stellt Dr. med. Karsten Schmidt-Schoormann, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, vasculäre und endovasculäre Chirurgie am Klinikum Hanau und Leiter des Gefäßzentrums Rhein-Main die aktuellsten Therapiemöglichkeiten der Carotisstenose vor und beantwortet Ihre Fragen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 5. Oktober 2017, ab 17.30 Uhr in der Aula des Gebäude P (Psychiatrie) in der Julius-Leber-Str. 2 statt.

Bei Ablagerungen in der Halsschlagader bietet eine Operation wirksame Hilfe: Dabei wird die Enge im Gefäß ausgeschält und die Schlagader wieder durchgängig macht. Solche Eingriffe erfordern großes Können und langjährige Erfahrung. Das Gefäßzentrum Rhein-Main am Klinikum Hanau ist auf solche Eingriffe spezialisiert. Dort arbeiten Gefäßchirurgen, Angiologen (Gefäßmediziner) und Radiologen eng zusammen. „Durch den Zusammenschluss der beteiligten Spezialisten können wir unseren Patienten die neuesten diagnostischen und therapeutischen Verfahren anbieten. Sie sind deshalb auch bei sehr komplexen und seltenen Gefäßerkrankungen optimal interdisziplinär versorgt. Sie alle arbeiten eng zusammen, um die oft lebensbedrohlichen Folgen von Gefäßerkrankungen, wie eben einen Schlaganfall zu verhindern“, erklärt der Leiter des Zentrums, Dr. med. Schmidt-Schoormann

„Am Klinikum Hanau ist es uns wichtig, die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren. Deshalb veranstalten wir in regelmäßigen Abständen die Arzt-Patienten-Seminare, bei denen unsere Experten zu den unterschiedlichsten Themen referieren und auf die Fragen der Besucher eingehen können“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke. Die Informationsveranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb Stunden. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen. Der Eintritt ist kostenfrei.