Pressemeldung vom 23. Juni 2017

Erhöhte Expertendichte am Samstag: Klinikum Hanau lädt zum 5. Viszeralmedizinischen Tag rund um das Thema Adipositas


Beim 5. Viszeralmedizinschen Tag des Klinikums Hanau tauschen sich Deutschlands Adipositasspezialisten über die Therapieoptionen des metabolischen Syndroms und morbider Adipositas aus

Spezialisten der Inneren Medizin, Gastroenterologie sowie der bariatrischen Chirurgie aus Hamburg, Lüdenscheid und Mannheim folgen am kommenden Samstag, den 24. Juni, dem Ruf der Hanauer Adipositasexperten. Zum fünften Mal laden die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, und Thoraxchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Peter Langer, und die Klinik für Gastroenterologie, Diabetologie und Infektiologie unter der Leitung von PD Dr. med. Axel Eickhoff, zum Viszeralmedizinischen Tag des Klinikums Hanau in die Brüder-Grimm-Stadt ein. Im Fokus stehen in diesem Jahr die neuesten Entwicklungen der konservativen und chirurgischen Therapieoptionen zur Behandlung des metabolischen Syndroms und der morbiden Adipositas.

Neben den Experten des Adipositaszentrums am Klinikum Hanau, in dem die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachdisziplinen weiter gefördert wird, werden am Samstag auch Prof. Dr. med. Georg Kähler, Leiter der Zentralen Interdisziplinären Endoskopie am Universitätsklinikum Mannheim, Prof. Dr. med. Oliver Mann, Ärztlicher Leiter des Adipositas-Zentrums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, und Prof. Dr. med. Joachim Teichmann, Direktor der Klinik für Allgemeine Innere Medizin, Gastroenterologie und Endokrinologie am Klinikum Lüdenscheid im Congresspark Hanau in zwei Sitzungen die medizinischen Herausforderungen für Hausärzte, niedergelassene Fachärzte und Krankenhausärzte thematisieren und die neuesten medizinischen Entwicklungen der vergangenen Jahre darstellen. „Es freut mich, dass wir ein so hochkarätig besetztes Panel für unsere Veranstaltung gewinnen konnten“, sagt PD Dr. med. Axel Eickhoff und Prof. Dr. med. Peter Langer erklärt: „Mit dem gebündelten Expertenwissen aus ganz Deutschland können wir an diesem Tag auf der Basis existierender wissenschaftlicher Daten aufklären, informieren und hoffentlich auch mit einigen Vorurteilen gegenüber der Adipositaschirurgie aufräumen. Das ist nicht nur wichtig für den Umgang mit betroffenen Patienten, sondern bringt auch den interdisziplinären Dialog voran, der bei der Behandlung von adipösen Patienten notwendig ist.“

„Dass unser Klinikum und die einzelnen Kliniken mit Fachveranstaltungen wie dem Viszeralmedizinischen Tag den medizinischen Austausch fördern, macht deutlich, dass das Wohl der Patienten für unsere Teams eine übergeordnete Rolle spielt und wir alles daran setzen, eine individuell zugeschnittene Behandlung auch in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Fach- und Hausärzten zu ermöglichen“, sagt Geschäftsführer Volkmar Bölke. Erst in der vergangenen Woche zeigte das Team des Adipositaszentrums, dass betroffene Patienten am Klinikum Hanau bestens aufgehoben sind. Als erste und bisher einzige Klinik im Main-Kinzig-Kreis wurde bei einer bereits operierten Patientin das sogenannte Overstitch-Verfahren angewandt. Diese Methode wurde speziell für Betroffene entwickelt, bei denen nach einer adipositaschirurgischen OP der Effekt nachlässt und sich der Magen wieder vergrößert. Bei diesem minimalinvasiven Eingriff arbeiteten die Gastroenterologen eng mit dem chirurgischen Team zusammen, um ein bestmögliches Ergebnis für die Patientin zu erzielen.

Die morbide Adipositas, also das krankhafte und damit therapiebedürftige Übergewicht, ist in der Bundesrepublik immer noch ein Tabuthema. Dies zeigt auch eine aktuelle Umfrage einer der größten deutschen Krankenkassen. Dabei handelt es sich bei der Krankheit um ein schwerwiegendes Problem, das immense Ausmaße annimmt - sowohl für die Betroffenen als auch für die gesamte Gesellschaft, die die steigenden Gesundheitskosten tragen muss. Denn Adipositas ist nicht nur eine Krankheit an sich, sondern bringt auch viele weitere Krankheitsbilder mit sich. Zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen in der Bundesrepublik sind mittlerweile übergewichtig. Als Indikator für die Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den sogenannten Body Mass Index (BMI = Körpergewicht/Körpergröße²) festgelegt. Ab einem BMI von 25 spricht man in Fachkreisen von Übergewicht, ab einem Index von 30 von Adipositas.