Pressemeldung vom 9. März 2017

Arzt-Patienten-Seminar: Übergewicht: Ein schwerwiegendes Problem – Möglichkeiten der Adipositas-Chirurgie


Oberarzt Dr. med. Christoph Kramps informiert im Arzt-Patienten-Seminar über den Umgang mit krankhaftem Übergewicht und die Möglichkeiten der Adipositas-Chirurgie

Kaum einer spricht in Deutschland darüber, die morbide Adipositas, also das krankhafte und damit therapiebedürftige Übergewicht, ist in der Bundesrepublik immer noch ein absolutes Tabuthema. Dies zeigt auch eine aktuelle Umfrage einer der größten deutschen Krankenkassen. Dabei handelt es sich bei der Krankheit um ein schwerwiegendes Problem, das immense Ausmaße annimmt - sowohl für die Betroffenen als auch für die gesamte Gesellschaft, die die steigenden Gesundheitskosten tragen muss. Denn Adipositas ist nicht nur eine Krankheit an sich, sondern bringt auch viele weitere Krankheitsbilder mit sich. Zwei Drittel der Männer und ein Drittel der Frauen in der Bundesrepublik sind mittlerweile übergewichtig. Als Indikator für die Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den sogenannten Body Mass Index (BMI = Körpergewicht/Körpergröße²) festgelegt. Ab einem BMI von 25 spricht man in Fachkreisen von Übergewicht, ab einem Index von 30 von Adipositas. Aber was genau ist das eigentlich? Was verbirgt sich hinter dem metabolischen Syndrom? Welche operativen Behandlungsmaßnahmen gibt es und wie sieht ein Leben nach einer OP aus? Auf diese und weitere Fragen wird Dr. med. Christoph Kramps, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Klinikum Hanau, im Arzt-Patienten-Seminar am Donnerstag, den 16. März 2017, ab 17.30 Uhr Antworten geben. Auch Vertreter der Selbsthilfegruppe werden anwesend sein und für Fragen zur Verfügung stehen. Die Veranstaltung findet in der Aula des Gebäude P (Psychiatrie) in der Julius-Leber-Str. 2 statt.

Bei Adipositas Grad II (BMI von 35 bis 40) – insbesondere in Verbindung mit Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder Verschleißerscheinungen an Wirbelsäule und Gelenken – sind operative Methoden angeraten, vor allem dann, wenn konservativen Therapien gescheitert sind. Bei einem BMI von mehr als 40 bringen Ansätze wie Diät, Verhaltenstherapie, Lebensstiländerung und körperliche Bewegung zur Gewichtsreduktion keinen Erfolg mehr. In diesen Fällen muss operiert werden, um dauerhafte Abhilfe zu schaffen, man spricht dann von der Adipositas- oder der Bariatrischen Chirurgie. Als Facharzt der Chirurgie hat Dr. Kramps seinen klinischen Schwerpunkt auf die Adipositas- und metabolische Chirurgie gelegt, ein Mal wöchentlich bietet er am Klinikum Hanau zusätzlich eine Spezialsprechstunde zu diesen Themen an.

„Am Klinikum Hanau ist es uns wichtig, die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren. Deshalb veranstalten wir in regelmäßigen Abständen die Arzt-Patienten-Seminare, bei denen unsere Experten zu den unterschiedlichsten Themen referieren und auf die Fragen der Besucher eingehen können“, erklärt der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke. Die Informationsveranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb Stunden. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen. Der Eintritt ist kostenfrei.