Pressemeldung vom 16. Dezember 2016

Ulcus cruris: Offene Beine - was kann man dagegen tun?


Chefarzt Dr. med. Thomas Dahm informiert im Arzt-Patienten-Seminar des Klinikums Hanau über Ursachen und Behandlung von Venenleiden

Etwa drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung leiden nach Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie unter einer relevanten Venenschwäche. Diese gilt mit etwa 80 Prozent als Hauptursache für das Ulcus cruris, das umgangssprachlich häufig auch „offenes Bein" genannt wird. Es beschreibt eine schlecht heilende Wunde, meistens im Bereich des Innenknöchels. Im Arzt-Patienten-Seminar des Klinikums Hanau berichtet der Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin, Dr. med. Thomas Dahm, über Venenleiden und insbesondere die „offenen Beine". Patienten und Interessierten haben im Anschluss die Möglichkeit, sich mit dem Experten auf dem Gebiet der Gefäßmedizin auszutauschen. Das Arzt-Patienten-Seminar findet am Mittwoch, 21. Dezember 2016, um 17.30 Uhr im Konferenzraum in der 5. Etage des HB-Gebäudes (Neubau) statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Interessierte können sich über das Sekretariat der Klinik unter 06181- 296 2310 anmelden. Die Höchstteilnehmerzahl beträgt aufgrund der Raumkapazität 50 Personen.

Besonders häufig tritt das Ulcus cruris bei Patienten jenseits des siebzigsten Lebensjahres auf. „Aufgrund der immer älter werdenden Gesellschaft, ist also damit zu rechnen, dass die Zahl solcher Gefäßleiden in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen wird" erläutert Dr. Dahm. Im Arzt-Patienten-Seminar wird der Chefarzt über vorbeugende Maßnahmen, Verlauf, und neue Behandlungsoptionen von Venenschwäche sprechen. Dabei geht er besonders auf die Behandlung und spezielle Wundversorgung des ulcus cruris ein.

Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Thomas Dahm haben sich die Klinik für Gefäßmedizin, vasculäre und endovasculäre Chirurgie und das Gefäßzentrum Rhein-Main des Klinikums Hanau auf die Diagnostik und Behandlung komplexer Gefäßerkrankungen wie Durchblutungsstörungen in den Beinen spezialisiert. Zum Leistungsrepertoire des Klinikums Hanau zählen dabei offene Operationen wie in zunehmendem Maße die endovasculäre Chirurgie, das bedeutet: Eingriffe mittels Katheter-Systemen über kleine Zugänge in den Körper.

Die Klinik ist Teil des interdisziplinären Gefäßzentrums Rhein-Main. Es ist dreifach zertifiziert, d.h: die hohe Qualität ist vom unabhängigen externen Gutachtern überprüft und bestätigt. Das Zentrum bietet ein umfassendes Leistungsspektrum auf höchstem medizinischen Niveau. Die Kooperation vieler Spezialisten ermöglicht Patienten die neuesten diagnostischen und therapeutischen Verfahren. Sie sind deshalb auch bei sehr komplexen und seltenen Gefäßerkrankungen optimal versorgt. Seite 2

„Um die Bevölkerung umfassend über Gesundheitsthemen zu informieren, kooperiert das Klinikum Hanau im Rahmen der Arzt-Patienten-Seminare mit dem Verein Gesundes Hanau e.V.", erklärt der Geschäftsführer des Klinikums, Volkmar Bölke. Die Informationsveranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb Stunden. Es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen vorgesehen.