Pressemeldung vom 21. Januar 2016

„Der Kontakt mit Patienten ist mir wichtig“ Neuer Chefarzt der Radiologie vorgestellt – Zuständig für Klinikum und St. Vinzenz


Hanau. Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten am Mittwoch Oberbürgermeister Claus Kaminsky und die Geschäftsführung des Klinikums Hanau den neuen Chef des Instituts für Radiologie: Mit Professor Dr. Christopher Bangard hat das kommunale Krankenhaus einen Fachmann in die Brüder-Grimm-Stadt geholt, der in der interventionellen und onkologischen Radiologie den Schwerpunkt setzt und hier große, fachübergreifende Wachstumsfelder sieht.

Erstmal richtig ankommen – so lautet die Devise von Prof. Dr. Christopher Bangard. Zwar hat der neue Chefarzt des Instituts für Radiologie seine Arbeit bereits am 1. November 2015 aufgenommen, aber erst jetzt trat er mit der Geschäftsführung des Klinikums, Monika Thiex-Kreye und Dr. André Michel, offiziell vor die Presse. „Ich wollte schließlich aussagefähig sein“, sagt der 42-Jährige, der sich nach insgesamt 14 Jahren an der Uniklinik Köln nun in Richtung Rhein-Main-Gebiet orientierte. Auf Fragen antworten können, Ziele definieren, etwas zum Haus sagen – so etwas könne man aus seiner Sicht nicht am ersten Tag.

Jetzt aber: Der gebürtige Siegener, der in Homburg (Saarland) und Kiel studierte, in Hannover Praxiserfahrung, unter anderem in der Neurologie, sammelte und schließlich in Köln nach seiner Facharztprüfung für Radiologie als Oberarzt und sieben Jahre als leitender Oberarzt am radiologischen Institut der Uniklinik arbeitete, weiß, was er will und was er kann. Onkologische Bildgebung und Interventionen (minimal-invasive Eingriffe) aller Art sind seine fachlichen Schwerpunkte, wie unter anderem in seiner Habilitationsschrift „Radiofrequenzablation im Tiermodell“ verdeutlicht wird (Bei der Radiofrequenzablation wird eine Nadel in einen Tumor eingeführt, der dann mit Hilfe von Hitze zerstört wird). Für seine Tätigkeit in Hanau sieht er hier die größten Wachstumsfelder und die Chance in der interdisziplinären Zusammenarbeit: „Aus meiner Sicht ist in den nächsten Jahren Handlungsbedarf vor allem in der Erkennung und Behandlung von Krebserkrankungen und Gefäßkrankheiten wie z. B. dem „diabetischen Fuß“. Hier können und müssen wir uns noch stärker positionieren und unsere Kompetenz bei der immer interdisziplinärer werdenden Patientenbehandlung einbringen.“

Gerade die fachübergreifende Tätigkeit, das Zusammenwirken der unterschiedlichen Abteilungen, aber vor allem auch die Arbeit mit den von Krankheit betroffenen Menschen selbst stehen für den neuen Chefarzt im Fokus: „Der Kontakt mit Patienten ist mir wichtig. Wenn ich ihnen helfen kann, ist das eine Riesengenugtuung.“ Auch deshalb habe er sich innerhalb der Radiologie für den onkologischen und interventionellen Schwerpunkt begeistert, „Beide Bereiche ergänzen sich. Eine genaue bildgebende Darstellung der Tumorausbreitung ist vor jeder Intervention entscheidend“.

Nach den Jahren als leitender Oberarzt in der Uniklinik Köln stand für Christopher Bangard im vergangenen Jahr ein Wechsel auf einen Chefarztposten auf der Agenda – dass efas die Stelle in Hanau wurde, freut ihn sehr: Es handelt sich mit seiner Top- Geräteausstattung, um eine der modernsten Radiologien im Rhein-Main-Gebiet, auch in der Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung habe er ein gutes Gefühl, die Lage der Goldschmiedestadt im Rhein-Main-Gebiet tue ein übriges. „Die Region hier ist zukunftsträchtig, das macht die Personalsuche deutlich einfacher.“ Für das Klinikum sprach aus seiner Sicht auch der Mix seines insgesamt rund 50-köpfigen Teams: Viele motivierte und erfahrene Oberärzte und Assistenzärzte und eine große Konstanz in der Personalbesetzung seien ein großer Pluspunkt. Dies gelte aber nicht nur für sein Institut, sondern für die Expertendichte generell: „Hier sind sehr gute Leute aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen. Sie bringen ein breites Spektrum der Fachkompetenz auf hohem Niveau mit“, lobt Bangard, „das ist für uns Radiologen so besonders wichtig, denn als Querschnittsfach bedienen wir ja praktisch alle Fachrichtungen.“

„Wir haben mit Prof. Bangard nicht nur einen absoluten Experten ans Klinikum berufen, sondern gewinnen mit ihm eine Persönlichkeit, die in einem so stark vernetzten Fach wie der Radiologie Menschen zusammenführt und für Interdisziplinarität und Teamarbeit steht“, erklärt der ärztliche Direktor und Klinik Geschäftsführer Dr. André Michel.

Und was hat der frisch ernannte Professor nun alles unter seinen Fittichen? „Zum Institut für Radiologie gehören Röntgen, Magnetresonanztomografie (MRT), Computertomografie (CT), Mammaradiologie und Sonografie. Zuständig bin ich dafür natürlich schwerpunktmäßig im Klinikum, aber da die Radiologie des St. Vinzenz-Krankenhaus durch das Klinikum Hanau betrieben wird, bin ich und mein Team auch dort anzutreffen“, erklärt Christopher Bangard.

Übrigens: Beim Durchatmen hilft dem Vater dreier Söhne (fünf, acht und zehn Jahre) vor allem das Zeitung lesen, Rollerbladen mit lauter Musik und natürlich die Familie. „Mein Beruf ist toll, aber eben nicht alles im Leben. Nach Hause zu kommen, mit meiner Frau und den Kindern gemeinsam zu essen, am Wochenende beim Fußball, Hockey oder Tennis am Spielfeldrand zuzugucken – das ist mein bester Ausgleich.“