Pressemeldung vom 18. Dezember 2014

Einzigartig im Main-Kinzig-Kreis: Alles unter einem Dach – Qualitätsgesicherte und wohnortnahe Versorgung


Unabhängige Experten bestätigen: Gynäkologisches Krebszentrum und Brustzentrum des Klinikums Hanau bieten Patientinnen eine besonders hohe Qualität

Das Gynäkologische Krebszentrum des Klinikum Hanau ist jetzt zertifiziert – als einziges im Main-Kinzig-Kreis. Damit hat das Zentrum einen langen und aufwändigen Prüfungsprozess erfolgreich abgeschlossen. Gleichzeitig wurde dem Brustzentrum des Klinikums Hanau seine hohe Qualität mit der Rezertifizierung erneut bestätigt. „Bei Krebserkrankungen müssen Patienten zu 100 Prozent darauf vertrauen, dass ihre Therapie die Bestmögliche ist“, sagt der Ärztliche Direktor des Klinikums Hanau, Dr. med. André Michel, und erläutert: „Deswegen sind Zertifizierungen so wichtig. Sie zeigen den Patienten ganz klar, wo sie eine von unabhängigen Experten nachgeprüfte Qualität erwarten können.“

Das Brustzentrum am Klinikum Hanau, mit der Zentrumskoordinatorin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Oberärztin Dr. Christin Hoche, stellt seine Qualität bei der Behandlung von Brustkrebs schon seit Jahren immer wieder unter Beweis. Dafür sprechen die jährlichen Kontrollen der externen Gutachter der Deutschen Krebsgesellschaft. Nun erhält das Tumorzentrum Klinikum Hanau, zu dem auch das zertifizierte Darmzentrum gehört, Nachwuchs: Das Gynäkologische Krebszentrum am Klinikum Hanau wurde ebenfalls nach den Vorgaben der „Deutschen Krebsgesellschaft“ zertifiziert. „Für eine Zertifizierung sind jahrelange Vorarbeiten notwendig“, bestätigt Roland Fricker, leitender Oberarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Zentrumskoordinator des Gynäkologischen Krebszentrums. Ansonsten seien die hohen Anforderungen, die die Krebsgesellschaft an die behandelnden Ärzte, die Diagnostik und die Zentrumsstrukturen stellt nicht zu schaffen.

„Auch das Gynäkologische Krebszentrum sichert eine heimatnahe, umfassende und qualitativ bestmögliche Versorgung‚ unter einem Dach und aus einer Hand“, unterstreicht der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Privatdozent Dr. Thomas Müller. Das Klinikum Hanau als einziger „Maximalversorger“ im Main-Kinzig-Kreis bietet eine optimal strukturierte Versorgung durch ein interdisziplinäres Spezialistenteam vor Ort. „Wir haben das ganze fachliche und apparative Know-how hier bei uns im Haus: von der Kernspintomographie, modernster CT- und Röntgendiagnostik über alle operativen Möglichkeiten, einschließlich des gesamten Spektrums der plastischen Chirurgie und Urologie bis hin zur Strahlentherapie oder ambulanten chemotherapeutischen Nachbehandlung“, fügt der Chefarzt hinzu.

Anders als bei Behandlung in kleineren Kliniken muss deshalb fast nie eine Patientin für weitere Untersuchungen oder Behandlungen das Klinikum oder die Stadt verlassen: nicht vor, während oder nach der Behandlung. „Und wir bringen alle Mediziner in Hanau an einen Tisch: In erster Linie spezialisierte Frauenärzte, Pathologen, Chirurgen, internistische Onkologen, plastische Chirurgen, Strahlentherapeuten etc.“, betont PD Dr. Thomas Müller. Das ist die eigentliche Grundidee eines Zentrums. Herzstück ist deshalb die regelmäßige Tumorkonferenz mit Vorstellung aller Patienten – und zwar sowohl vor einer Operation wie auch danach. Dort wird der weitere individuelle Behandlungsvorschlag von einem interdisziplinären Experten-Team erarbeitet.

Das Gynäkologische Krebszentrum ist einzigartig im Main-Kinzig-Kreis und eines von nur acht in ganz Hessen. Deutschlandweit verfügen nur 59 der mehr als 850 Frauenkliniken über ein solches Zentrum. Zum Behandlungsspektrum im Zentrum gehören alle Formen des Unterleibkrebses der Frau. Dazu zählen in erster Linie Tumore am Scheideneingang (Vulvakarzinom), Krebs der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumkarzinom) und des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom) sowie der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Eine wichtige Voraussetzung für die Zertifizierung eines Organzentrums sind ausreichend hohe Patientenzahlen. Dahinter steht die Idee: Wird ein Krankheitsbild häufig in einer Klinik behandelt, sind dort die Abläufe systematisiert und die Versorgungsstrukturen professioneller. Spezialisierte Ärzte und Pflegekräfte verfügen dann über die entsprechende Erfahrung, Diagnostik und Behandlung folgen anerkannten und verbindlichen fachlichen Regeln. Dabei gehen Mitgefühl und Herzlichkeit bei der Patientenbetreuung keineswegs verloren, im Gegenteil: Die betreffenden Mitarbeiter konzentrieren sich speziell auf diese Patientinnen und steigern so die Individualität der Behandlung. „Besonders gelobt wurden wir im Audit, seit Jahren und auch diesmal wieder, nicht nur für unsere hohe Patientenanzahl, sondern insbesondere auch für ‚das Herzblut‘ mit dem sich die Mitarbeiter für die Versorgung ihrer Patientinnen einsetzen“, freut sich der Chefarzt der Klinik PD Dr. Müller und ergänzt: „Ein schöneres Lob kann es doch gar nicht geben.“