Pressemeldung vom 10. Dezember 2014

Statement der Geschäftsführung zum Bericht in RTL explosiv vom 9. Dezember 2014


Hanau, 10. Dezember 2014 – In der RTL Sendung explosiv vom 9. Dezember wurden von der Mutter des dreijährigen Maximilian Vorwürfe gegen das Klinikum Hanau erhoben. Maximilian sei im Januar und Februar 2014 zwei Mal „nach Hause geschickt“ worden und der Eindruck wurde erweckt, dass dies nicht der ärztlichen Sorgfalt entsprochen habe. Das Kind ist am 9. Februar 2014 in der Uniklinik Frankfurt verstorben.

An erster Stelle ist es uns, der Geschäftsführung und den Ärzten des Klinikums Hanau wichtig, unsere Betroffenheit und die Anteilnahme mit der ganzen Familie des kleinen Maximilians zum Ausdruck zu bringen. Wir können nachempfinden, dass das Schicksal des seit Geburt erkrankten Kindes großes Leid in die Familie gebracht hat.
Gerade deshalb ist es für uns, genauso wie für die Familie, ein großes Anliegen, dass die Ereignisse mit höchster Transparenz detailliert aufgeklärt werden. Das Klinikum wird sich intensiv in die Aufklärung des Falles einbringen. Die Geschäftsführung hat bei der Staatsanwaltschaft den förmlichen Antrag gestellt, einen Einblick in den Obduktionsbericht, der über die tatsächliche Todesursache des kleinen Maximilians aufklärt, zu erhalten. Die Klinikleitung hat bisher keine Möglichkeit erhalten, Einblick in die Obduktionsunterlagen nehmen zu können.

Nach Aussage der Staatsanwaltschaft soll die komplette Aufklärung des Falles noch eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, da es sich um komplexe Zusammenhänge, bei denen viele unterschiedliche Ärzte auch außerhalb des Klinikums Hanau beteiligt sind, handele. Dem Klinikum wurde auf Anfrage von der Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass die Behandlungsunterlagen derzeit auf dem Weg zur Landesärztekammer seien, damit ärztliche Gutachter zur differenzierten Aufklärung benannt werden können.
Wir bedauern außerordentlich, dass der Sender RTL die Ergebnisse aus dem laufenden Aufklärungsverfahren nicht abgewartet hat, um das Risiko einer Vorverurteilung zu verhindern. Deshalb betonen wir ausdrücklich, welch große Betroffenheit Maximilians Fall bei den Ärztinnen und Ärzten sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem
Klinikum Hanau ausgelöst hat. Wir würden uns weiterhin wünschen, mit der Familie ins direkte Gespräch kommen zu können.

Es ist uns wichtig klarzustellen, dass der kleine Maximilian nicht zwei Mal nach Hause geschickt wurde. Bei der ersten Aufnahme im Klinikum, im Januar 2014, wurde der ärztlichen Empfehlung der stationären Aufnahme nicht gefolgt. Beim zweiten Termin, im Februar 2014, wurde aufgrund der medizinischen Indikation, die dafür sprach, die Operation zu verschieben, ein neuer OP-Termin vereinbart. Aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht und im Sinne des Schutzes der Familie können weitere Details an dieser Stelle nicht ausgebreitet werden.

Wir bitten um Ihr Verständnis.

Für Ihre Fragen steht die Klinikleitung zur Verfügung.