Zertifizierung steht für hohe Qualität
Die Anforderungen für das DZH werden von den wissenschaftlichen Fachgesellschaften wie z. B. der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) vorgegeben.Dazu gehören vor allem eine herausgehobene Qualifizierung von Ärzten und Pflegepersonal, eine besondere apparative Ausstattung und die Mindestzahl von 50 Darmkrebsoperationen pro Jahr.
Weitere Kriterien sind
- Die Therapie erfolgt nach bestimmten hochwertigen Standards (Leitlinien). Dazu gehört zentral eine wöchentliche Tumorkonferenz, in der die Behandlung jedes einzelnen Patienten im Expertenkreis besprochen wird. Daran nehmen alle wesentlichen Vertreter von Diagnostik und Therapie teil: Chirurgie, Onkologie, Gastroenterologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie. Für alle beteiligten Fachdisziplinen werden Qualitätsmanagement-Beauftragte ausgebildet. Die Tumorkonferenz bildet praktisch das Kernstück des Darmzentrums.
- Um die Qualität der Behandlungsergebnisse überprüfen zu können, werden die Patientendaten in einem Tumor-Dokumentations-Programm erfasst.
- Die Nachbehandlung der Patienten wird gemeinsam mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten organisiert und sichergestellt.
- Zu den Leistungen des DZH gehören auch: Stoma-Therapie (künstlicher Darmausgang), Ernährungsberatung, genetische Beratung, psycho-onkologische Betreuung, Sozialberatung, Überleitungspflege und Palliativmedizin.
Nur dann erhält ein Darmzentrum die Zertifizierung, diese entspricht einem Qualitätssiegel durch unabhängige Prüfer.
Das Darmzentrum ist nach DIN EN ISO 9001:2000 sowie den Vorgaben der Deutschen Krebs Gesellschaft (DKG) zertifiziert.
Darmzentren stellen eine ganz neue Entwicklung dar. Erst 2006 wurden die ersten Darmzentren in Deutschland zertifiziert; in Hessen gehört das Darmzentrum Hanau zu den ersten Einrichtungen dieser Art.
Ein ganz wichtiges Merkmal des DZH ist das optimale Zusammenwirken der beteiligten Kliniken unter dem Dach des Klinikums Hanau und mit den Ärzten außerhalb des Krankenhauses. Diese neue Form der Kooperation führt auch zu positiven Auswirkungen auf die Behandlung anderer Darmkrankheiten wie zum Beispiel:
- Ausstülpungen der Schleimhaut (Sigmadivertikulitis)
- Chronisch entzündliche Erkrankungen
- Chirurgie von Tochtergeschwülsten, die von anderen Krebserkrankungen stammen
Letzte Aktualisierung: 25. Januar 2011
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