Durchleuchtung   

Was bedeutet Durchleuchtung?
Die Durchleuchtungsdiagnostik beruht ebenfalls auf der Anwendung von Röntgenstrahlen. Diese erfolgt allerdings über einen längeren Zeitraum bzw. in sehr kurz aufeinander folgenden Abständen. Als Aufnahmemedium dient ein Bildverstärkersystem, das die sofortige Betrachtung der gewonnenen Bilder ermöglicht.

Wozu wird die Durchleuchtung eingesetzt?
Die Durchleuchtung dient in erster Linie zur Erfassung dynamischer Vorgänge:

Die Durchleuchtungsuntersuchungen werden gegenwärtig seltener eingesetzt, da es mittlerweile Alternativverfahren gibt, die mit einer geringeren Strahlenbelastung einhergehen oder zusätzliche Informationen erbringen. Daher ist vor jeder Untersuchung die strenge Indikationsprüfung durch den durchführenden Radiologen in Zusammenarbeit mit dem zuweisenden Arzt erforderlich.

Wie läuft die Untersuchung ab?
Wie im Falle der konventionellen Projektionsradiographie sind vor der Untersuchung Kleidung und Schmuck abzulegen, um Überlagerungen zu vermeiden.
Durchleuchtungsuntersuchungen werden meistens auf speziellen Tischen angefertigt, die es erlauben - je nach Fragestellung - die Untersuchung im Stehen, in halbschräger oder liegender Position oder auch in Kopftieflage.
Die Durchleuchtung erfolgt entweder mit kontinuierlicher Röntgenstrahlung oder zur Reduktion der Strahlenexposition an modernen Geräten mit gepulster Röntgenstrahlung, wobei sich die Pulsfolge je nach dem zeitlichen Auflösungsbedarf in unterschiedlichen Stufen wählen lässt. Zur Dokumentation werden entweder Einzelbilder oder Bildfolgen angefertigt.
Der durchführende Arzt zieht bei der Beurteilung der Durchleuchtungsuntersuchung nicht nur die angefertigten Standbilder in Betracht. In den Befund fließt auch der gesamte Untersuchungshergang mit den am Patienten erlebten Beschwerdebild und die nicht notwendigerweise dokumentierten Bildsequenzen. Die Qualität einer Durchleuchtungsuntersuchung hängt somit in höherem Maße von der Erfahrung und der gründlichen Arbeitsweise des durchführenden Radiologen ab, ähnlich wie dies bei der Sonographie der Fall ist.

Welche Untersuchung gibt es im einzelnen?

Wie steht es mit der Strahlenbelastung?
Die im Verlauf der Untersuchung erforderlichen Strahlendosen, die von modernen Geräten abgegeben werden, sind im Allgemeinen höher als diejenigen in der konventionellen Röntgendiagnostik. Bei gegebener Indikation gilt die Belastung der meist älteren Patienten die zur Untersuchung kommen als vertretbar.

 

Letzte Aktualisierung: 16. September 2008

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