Computertomographie   

Was ist die Computertomographie?
Die Computertomographie ist ein Schichtverfahren, bei dem der Körper des Patienten durch einen schmalen, fächerförmigen Röntgenstrahl aus verschiedenen Perspektiven durchleuchtet wird. Die durch die unterschiedlichen Körperstrukturen abgeschwächten Röntgenstrahlen werden durch Detektoren registriert. Aus der Drehung der Röntgenröhre um den Patienten ergeben sich zahlreiche Schwächungsmessungen, die mit Hilfe eines Computers zu einem Querschnittsbild berechnet werden.

1989 wurde mit dem Spiral-CT eine entscheidende Weiterentwicklung eingeführt. Die gleichzeitige Bewegung der Röntgenröhre um den Patienten und die des Patiententisches erbrachte bei kontinuierlicher Abtastung die Erfassung nicht nur einer Schicht sondern eines ganzen Körperabschnittes.
Seit 1999 besteht die neueste Entwicklung in der gleichzeitigen Abbildung von mehreren Schichten (Mehrzeilen-Spiral-CT). Damit ist es möglich einen Körperabschnitt in der gleichen Zeit entweder mit in einer wesentlich höheren räumlichen Auflösung oder bei gleicher Auflösung in einer erheblich kürzeren Zeit zu untersuchen. Lässt man die Auflösung und Untersuchungszeit unverändert, so kann ein wesentlich größerer Körperabschnitt abgebildet werden.

Diagnostischer Einsatz der Computertomographie

In welchen Fällen wird die Computertomographie eingesetzt?
Mit Hilfe dieser Methode können durch geeignete Wahl der Untersuchungsparameter alle Körperabschnitte untersucht werden.

Welche Vorteile bringt die Mehrzeilenspiral-CT?
Die entscheidende Innovation besteht in dem neuartigen Kranz mit vier parallel geschalteten Detektoren. Bei einer kompletten Rotation um den Patienten gelingt in einem kürzeren Zeitraum die Aufnahme größerer Datenmengen im Vergleich zu bisherigen Systemen.
Dies hat zur Folge, dass die Auswertung an erforderlichen, speziellen Nachverarbeitungskonsolen eine qualitativ hochwertige Darstellung von Organen in allen Körperebenen ermöglicht. Hierdurch können neue wichtige Informationen, z. B. für die chirurgische OP-Planung, herausgearbeitet werden. Gleichzeitig ergeben sich neue Untersuchungsmöglichkeiten.

Neben den schon bisher bestehenden Indikationen kommen folgende Gebiete hinzu

Wie ist der Untersuchungsablauf?
Eine CT-Untersuchung erfordert keine großen Vorbereitungen, und es können alle verschriebenen Medikamente weiter eingenommen werden. Es ist hilfreich, unmittelbar vor Beginn die Toilette aufgesucht zu haben, damit die Untersuchung nicht unterbrochen werden muss.

Die Untersuchung der Patienten erfolgt zumeist in Rückenlage, in seltenen Fällen ist eine andere Position (Seiten-, Bauchlage) hilfreich. Dabei ist, wie bei vielen anderen radiologischen Untersuchungsverfahren, eine bewegungsfreie Position notwendig. Für Untersuchungen bestimmter Körperbereiche (Lunge, Bauchraum) werden Atemkommandos gegeben, damit die Aufnahme auch nicht durch die natürliche Atembewegung „verschmiert" wird.

Für die meisten Untersuchungen wird in eine Vene über eine Kunststoff-Verweilkanüle ein Kontrastmittel gespritzt. Dies ist zur besseren Abgrenzung mancher Strukturen (z. B. Gefäße) bzw. zur Beurteilung der Durchblutung verschiedener Prozesse (z. B. Tumoren oder Entzündungsherde) erforderlich. Die Kontrastmittelgabe setzt eine normale Nierenfunktion voraus. Im Falle einer Schilddrüsenüberfunktion oder einer Allergie auf Kontrastmittel können diese nur nach vorbereitenden Maßnahmen in Ausnahmefällen gegeben werden.

Bei den Untersuchungen des Bauchraumes ist es erforderlich, den Darm zu markieren um eine Unterscheidung von krankhaften Veränderungen treffen zu können. Dies wird erreicht durch Trinken von Kontrastflüssigkeiten zumeist über einen längeren Zeitraum (je nach Fragestellung 30 bis 90 Minuten). Zur Kontrastierung des Dickdarmes erfolgt die Gabe der Kontrastmittel von hinten über den After.

Besteht die Gefahr der Komplikationen?
Nach Anwendung von Kontrastmittel wird häufig ein allgemeines Wärmegefühl angegeben. Dies hat keinen Krankheitswert und vergeht meist sehr rasch. Andererseits können verschiedene Krankheitszustände hervorgerufen werden:

Wie steht es mit der Strahlenbelastung?
Die Computertomographie bietet im Vergleich zur konventionellen Röntgendiagnostik eine wesentlich höhere Aussagekraft mit einem entsprechenden diagnostischen Zugewinn. Dies muss jedoch mit einer im Vergleich höheren Strahlenbelastung erkauft werden. Durch strenge Indikationsstellung, durch Anpassung der Untersuchungsprotokolle an die Fragestellung und ständige Optimierung mit Hilfe spezieller Programme zur Dosis-Berechnung kann die Belastung minimiert werden.


CT-gestützte minimal invasive Eingriffe
In Verbindung mit der Computertomographie werden zusätzliche interventionelle Behandlungsmethoden in örtlicher Betäubung, teilweise auch ambulant durchgeführt. Dadurch können in vielen Fällen belastende Operationen vermieden werden.

 

Letzte Aktualisierung: 16. September 2008

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