Kopfbereich   

Kopfschmerzen
Kopfschmerzen sind ein häufiges Symptom, das nur selten durch eine Erkrankung im Kopfbereich hervorgerufen wird. Eine umfassende klinische Untersuchung sollte zunächst verschiedene andere Ursachen, wie z. B. Bluthochdruck, allgemeine Infektionen, psychische Belastung, ausschließen. Werden spontane Blutungen aus umschriebenen Gefäßerweiterungen oder Nasennebenhöhlenentzündungen vermutet, so ist die Computertomographie (CT) die Untersuchung der ersten Wahl. Besteht hingegen der Verdacht auf entzündliche Erkrankungen der Gefäße (Vaskulitis) oder eine Tumorerkrankung, sollte eher die Magnetresonanztomographie (MRT) zum Einsatz kommen

Multiple Sklerose

Multiple Sklerose ist eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die schon bei jüngeren Menschen auftritt (20 bisd 40 Jahre) und mit Empfindungsstörungen der Arme, Beine und/oder Sehstörungen beginnen kann. MRT ist dabei die Untersuchungsmethode der Wahl.

Riechstörungen

Häufigste Ursache sind entzündliche Nasennebenhöhlenveränderungen. Zur Planung eines minimal invasiven HNO-Eingriffes kommt das CT zum Einsatz. Sehr seltene Ursache ist ein Tumor an der Hirnbasis, zu dessen Abklärung wird die MRT eingesetzt.

Schlaganfall
Treten vorübergehend oder auch länger bestehend Lähmungserscheinungen auf, so sollte unverzüglich ein Arzt zu Rate gezogen werden. Sollten seine Untersuchungsergebnisse den Verdacht auf einen Schlaganfall bestätigen, ist eine unverzügliche Untersuchung mittels MRT anzustreben. Wird innerhalb eines „Zeitfensters" von ca. drei Stunden der Schlaganfall mit dieser Untersuchung bewiesen und wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind, wird eine Behandlung eingeleitet. So können die oft verheerenden Folgen in Grenzen gehalten werden. Zu einem späteren Zeitpunkt kann eine Behandlung keinen Erfolg mehr bringen. Bei schwerstkranken Patienten, die einer intensiven Überwachung bedürfen, kann auch die CT wichtige Aspekte erbringen.

Sehstörungen
Werden sie durch einen Augenarzt als Ursache von Erkrankungen des Augapfels ausgeschlossen, so sollte eine MRT zum Nachweis/Auschluss von Erkrankungen im Verlauf der Sehbahnen erfolgen.

Schwindel / Hörstörungen
Sie treten oft in Kombination mit Erkrankung des Gleichgewichtsorgans auf. Wegen der höheren Empfindlichkeit zum Ausschluss eines Tumors im Bereich des Hörnervs sollte die MRT eingesetzt werden.

Unfall
Bei heftigem Anprall oder Aufschlag des Kopfes z. B. bei einem Verkehrsunfall kann es zu einer Gehirnerschütterung oder - je nach Heftigkeit des Schlages - zu einer Gehirnquetschung oder -blutung kommen. In der ersten Phase nach Eintreffen des Patienten im Krankenhaus, ist meist die CT aufgrund der Schnelligkeit und einfacheren Nachweises von frischem Blut und Knochenbrüchen am Schädel erforderlich. Für speziellere Fragestellungen im weiteren Verlauf (bei stabilisierten Patienten) kommt die MRT zum Einsatz.

Vergesslichkeit / Leistungsabfall
In manchen Fällen kann es notwendig sein über die präzise neurologische Untersuchung hinaus eine Bildgebung durchzuführen. Dabei geht es um die Abgrenzung verschiedener Krankheitsbilder, die sich mit einem vorzeitiger Hirnabbau manifestieren. So kann es wichtig sein, einen Hirnabbau im Rahmen der Alzheimer Krankheit von einem als Folge der Arteriosklerose zu unterscheiden. Geht es um eine orientierende Darstellung genügt die CT, geht es um wichtige Details (wie z. B. bei einer Jakob-Creutzfeld Erkrankung), so muss die MRT eingesetzt werden.

Letzte Aktualisierung: 16. September 2008

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