Extremitäten
Becken / Bein-Schlagadern
Im Rahmen der Arteriosklerose kommt es in vielen Körperbereichen,
v. a. jedoch im Bereich der unteren Extremität, zu Gefäßverengungen. Bislang war es erforderlich eine invasive Angiographie zur Beurteilung des Ausmaßes und der daraus sich ableitenden Therapie-Optionen durchzuführen. Diese Abklärung kann jetzt bei weitgehend gleicher, teilweise besserer Qualität mit Hilfe der MRT erfolgen. Weiterhin Domäne der Angiographie / minimal invasiven Intervention ist die Erweiterung oder Wiedereröffnung krankhaft veränderter Gefäße.
Gelenke
Die häufigsten Gelenkschmerzen treten im Rahmen von Verschleißerscheinungen und nach Unfällen auf. Auch hier gilt: Am Anfang ist die Untersuchung durch den behandelnden Arzt und in aller Regel eine konventionelle Röntgenuntersuchen des entsprechenden Gelenkes in zwei Ebenen erforderlich. Mit der „normalen" Röntgenuntersuchung ist jedoch die Beurteilung oft auf die Fragestellung nach Knochenbruch ja / nein eingeschränkt. Bei kompliziertem Bruchverlauf kann die Untersuchung des entsprechenden Gelenkes, meist im Rahmen einer Operationsplanung, auf die Computertomographie ausgeweitet werden, da diese knöcherne Strukturen hervorragend abbildet und auch 3 D-Rekonstruktionen ermöglicht.
Stellt sich die Frage nach dem Zustand der Knorpel, der Gelenkkapsel, der Sehnen oder der Bänder, kann die MRT heute als Standard angesehen werden und wird häufig der Spiegelung/Operation vorgeschaltet.
Schulter / Ellenbogen
Die MRT bietet hervorragende Möglichkeiten zur Beurteilung des inneren Gelenkraumes, der die Gelenkte stabilisierende Strukturen und der umgebenden Weichteilen. Bei Instabilitäten und chronischen Schmerzen, wann immer die klinische/röntgenologische Untersuchung keinen weiteren Aufschluss erbringt, sollte die MRT eingesetzt werden.
Handwurzel
Eingesetzt wird die MRT zur Untersuchung der feinen Gelenkscheibe zwischen Handwurzel und Elle (Discus) zur Abklärung schlecht durchbluteter Knochen (z. B. im Rahmen einer so genannten Lunatummalazie), zur Erfassung von röntgenologisch nicht immer sichtbarer Ermüdungsfrakturen und gelegentlich auch im Falle rheumatischer Erkrankungen.
Hüfte
Die MRT kommt zum Einsatz bei allgemeinen Reizungen von entzündlichen Gelenkerkrankungen oder umschriebenen Durchblutungsstörungen des Knochens, die v.a. bei Kindern rechtzeitig erkannt werden sollen (dies geschieht viel früher im Vergleich zur konventionellen Röntgendiagnostik).
Knie
MRT eignet sich dabei als hervorragendes Instrument zur Erkennung von Schädigungen im Inneren des Kniegelenkes wie z. B. bei Knorpelveränderungen, Meniskus- und Bandeinrissen sowie bei Schwellungen unklarer Ursache.
Fuß
Neben der konventionellen Röntgen-Untersuchung zum Ausschluss von Knochenbrüchen und der so genannten „gehaltenen Aufnahme" (dabei wird der Fuß in einen Apparat eingespannt, um die passive Aufklappbarkeit des Gelenkes zu prüfen) zum indirekten Nachweis von Bandverletzungen, ist eine Domäne der MRT. Sie leistet den Nachweis von sehr feinen Verletzungen, die beim Röntgen dem Nachweis entgehen können. Bei entsprechendem Verdacht, können kleinste Knorpelaussprengungen oder, indirekt über eine Flüssigkeits-Einlagerung, auch Verletzungen der feinen Knochenbälkchen sichtbar gemacht werden.
Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2011
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