Brustraum
Lunge
Bei Erkrankungen der Lunge, seien sie entzündlicher Ursache (Pneumonie), bei vermutetem Tumor (Bronchialkarzinom) oder mit einer Strukturänderung einhergehend (Emphysem, Fibrose), steht immer die Thorax-Übersicht in zwei Ebenen am Beginn der röntgenologischen Diagnostik. Erweist sich eine weiterführende Abklärung als notwendig, so wird immer die CT aufgrund ihrer Detailgenauigkeit eingesetzt. Die MRT spiet in der Routinediagnostik keine Rolle, wird jedoch zunehmend in bestimmten Fällen eingesetzt.
Herz
Im zunehmende Maße hält die Untersuchung des Herzens mittels MRT in die klinischen Routine Einzug. Als Spezialuntersuchung zur Beantwortung bestimmter Fragestellungen (genaue Feststellung ob und wenn ja in welchen Ausmaß eine Schädigung des Herzmuskels nach Infarkt eingetreten ist, Wandbewegungsanalyse, Ausmaß der Klappenundichtigkeit, Erkrankungen des Herzbeutels, Herztumore, Herzfehlbildungen) darf sie nicht losgelöst von einer vorangehenden Beurteilung des Patienten durch einen Kardiologen durchgeführt werden. Die CT spielt nur bei der Untersuchung der Herzkranzgefäße (Ausmaß der Verkalkungen) eine Rolle. Beide Methoden können zurzeit nicht die Katheter-Untersuchung der Herzkranzgefäße ersetzen.
Gefäße
Bei Verdacht auf lebensbedrohliche Einrisse in der Brustschlagader (Disseziierendes Aortenaneurysma) oder Vorliegen eines Lungengefäß-Verschlusses (Embolie) ist in der Akutphase auf Grund der Schnelligkeit und geometrischen Genauigkeit zur Beantwortung der Frage nach einer OP-Würdigkeit des Befundes der CT der Vorzug zu geben. Die MRT hat eine geringere Auflösung, kann aber weiterführende Aussagen liefern (z. B. Dichtigkeit der Aortenklappe, Lagebeziehung der Herzkranzgefäße, Blutflussdynamik). Nachteil ist dabei die längere Dauer der Untersuchung.
Letzte Aktualisierung: 10. März 2008
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