Was wir behandeln
Diagnostik
Die Voraussetzung für eine bestmögliche Behandlung unserer Patientinnen und Patienten ist die gründliche Diagnose. Die Diagnose gibt Aufschluss über die Ursachen und Folgen eines Krankheitsbildes. Auch die Ausdehnung der Erkrankung wird erfasst, so dass die Art und Stärke der Behandlung an die Verhältnisse beim einzelnen Patienten optimal angepasst werden können.
Die Diagnostik wird in enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Kliniken und Abteilungen der Klinikum Hanau GmbH, im Einzelfall auch für Spezialuntersuchungen mit auswärtigen Partnern durchgeführt. Auf diese Weise werden jederzeit bestmögliches Fachwissen und modernste Untersuchungsverfahren für die einzelne Leistung geboten. Diese werden von einem Spezialisten innerhalb eines Gesamtkonzeptes, das verbindliche inhaltliche Vorgaben und Fristen vorsieht, koordiniert.
Diagnostik wird angeboten für alle Arten von Blutbildveränderungen, zur Abklärung unklarer Gewebsvermehrungen (Tumoren) innerer Organe, von vergrößerten Lymphknoten (Lymphomen), oder einer Milzschwellung (Splenomegalie). Zu unserem Aufgabengebiet gehören weiter vermutete Störungen des Immunsystems oder unklare Zustände (beispielsweise unklares, länger bestehendes Fieber oder unklare Gewichtsabnahme) oder Laborwertveränderungen (wie unklare Beschleunigung/Erhöhung der Blutsenkung oder Leukozytose = Vermehrung der weißen Blutkörperchen oder Anämie = Verminderung der roten Blutkörperchen = Blutarmut).
Ausstattung
Die Medizinische Klinik III bietet neben der Führung des Patienten sonographische Untersuchungsverfahren an. Zur Abklärung von Blut-, Lymphdrüsen- und Knochenmarkerkrankungen werden mikroskopische, und in Kooperation mit unserem Zentrallabor durchflusszytometrische Untersuchungen angeboten. Weitergehende zytogenetische und molekulargenetische Untersuchungen werden durch kooperierende ausgewählte Speziallabors geleistet. Die Medizinische Klinik III kann alle gängigen Methoden der Radiologie (z. B. Mehrzeilen-Computertomographie - CT, Magnetresonanz-Tomographie - MRT), der Nuklearmedizin (z. B. Szintigraphien, PET derzeit mit kooperierenden Abteilungen), der Endoskopie (Verfahren der Spiegelung innerer Organe wie Bronchoskopie, Gastroskopie, Koloskopie, ERCP) und andere Verfahren in den Fachabteilungen der Klinikum Hanau GmbH anfordern. Dazu gehören auch minimal invasive Eingriffe oder beispielsweise sonographisch oder durch CT gesteuerte Feinnadelbiopsien zur Gewinnung von Probenmaterial, wenn die Umstände dies erforderlich machen. Termine für diese Untersuchungen stehen aufgrund der zentralen Koordination abhängig vom Einzelfall sehr rasch zur Verfügung.
Therapie
Auf einer exakten und gründlichen Diagnose der Beschwerden entwickeln unsere Ärzte fachübergreifend in Abstimmung mit den Patienten die individuell bestmögliche Therapie. Eine Therapie hat zuerst immer die Heilung der Krankheit zum Ziel. Wo dies nicht möglich ist, richtet sich die Behandlung auf die Symptomkontrolle. Dem Patienten soll dabei ermöglicht werden, auf die bestmögliche Art und Weise und so beschwerdearm wie möglich, mit seiner Krankheit gut leben zu können. Dafür stehen in der Klinik zahlreiche spezialisierte und qualifizierte Therapieangebote auf dem aktuellen Stand des medizinischen Wissens zur Verfügung: diese richten sich nicht nur nach den Erfahrungen der Ärzte des Klinikums, sondern beziehen auch nationale oder internationale Leitlinien ein, soweit vorhanden. Die Ärzte der Klinik befinden sich in ständigem Gedankenaustausch mit Ärzten und Wissenschaftlern anderer Zentren. Darüber hinaus ist die Klinik Mitglied verschiedener Netzwerke zur Behandlung von selteneren Blut- und Lymphdrüsenerkrankungen, um jederzeit die modernste, wirksamste und schonendste Behandlungsmethode zur Verfügung stellen zu können. Bei bestimmten Erkrankungen sind wir Mitglied von nationalen oder sogar internationalen Studiengruppen, um auch neuartige Therapieverfahren – auf Wunsch – anbieten zu können.
Therapieformen
An Therapieformen werden regelmäßig durchgeführt:
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Therapie mit zellteilungshemmenden Medikamenten (Zytostatika) in Infusions- oder/und Tablettenform
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Immuntherapeutika (Beeinflussung des Immunsystems zur verbesserten Tumorabwehr oder Einsatz von Medikamenten, die bestimmte Mechanismen des Immunsystems zur gezielten Tumortherapie nützen)
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Behandlung mit Blutprodukten (Transfusion von Erythrozyten- und Thrombozyten-Konzentraten, Immunglobuline usw.)
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Behandlung mit Antibiotika, Bisphosphonaten, Immunsuppressiva (gezielte Unterdrückung von übersteigerten Reaktionen des Immunsystems)
Einzige nicht im Hause angebotene Therapieform ist die Knochenmarktransplantation. Ist eine Knochenmarktransplantation angezeigt, wird die Planung und Vorbereitung im Hause vorgenommen, die Nachbetreuung findet ebenfalls bei uns statt. Die eigentliche Übertragung der Stammzellen wird im kooperierenden Transplantationszentrum vorgenommen.
Alle Behandlungen erfolgen in enger Abstimmung aller Fachdisziplinen im Hause, die an der Versorgung onkologischer Patienten teilnehmen. Zu dieser Abstimmung gehören auch die mindestens zweimal wöchentlich im Klinikum Hanau stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenzen, an denen die Chefärzte und Fachärzte aus allen wesentlichen medizinischen Bereichen teilnehmen. Auf diese Weise kann ein durchgängiges und gesamtheitliches Behandlungskonzept angeboten werden, das alle wesentlichen möglichen Therapieelemente von vornherein einbezieht und so ein optimales Therapieergebnis ermöglicht.
Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2011
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Untersuchung mit dem Mikroskop


