Diagnostik und Therapie
Diagnostik
Die Klinik verfügt über eine komplette und moderne technische Ausstattung im apparativen Bereich. Zu den zeitgemäßen und wichtigsten Diagnosemethoden der Klinik gehören unter anderem:
- Doppler- und Farbduplex-Sonographie der hirnversorgenden Gefäße: Ultraschallverfahren, mit dem Verengungen (Stenosen) und andere krankhaften Veränderungen der hirnversorgenden Gefäße festgestellt werden können.
- Elektroenzephalographie (EEG)
- Elektromyographie (EMG) und Elektroneurographie (NLG)
- Evozierte Potentiale (EP): visuell, akustisch, somatosensibel und motorisch evozierte Potentiale (Magnetstimulation)
- Liquordiagnostik (Lumbalpunktion)
- Langzeit-Blutdruckmessung
Wenn es um die Abklärung von Hirnerkrankungen geht, durch die bestimmte höhere Hirnfunktionen wie beispielsweise das Reaktionsvermögen, das Gedächtnis oder sprachliche Leistungen beeinträchtigt werden, wie zum Beispiel bei der Alzheimer-Krankheit, können durch unseren klinischen Psychologen testpsychologische Untersuchungen durchgeführt. werden. Hierdurch erhält man genauere Hinweise auf bestimmte Beeinträchtigungen, die dann nach Möglihckeit gezielt behandelt werden können.
In Zusammenarbeit mit dem Radiologischen Institut stehen alle notwendigen radiologischen Untersuchungen wie Computertomographie (CT), Kernspintomographie (MRT), Angiographie und konventionelle Röntgenuntersuchungen zur Verfügung. In Kooperation mit der nuklearmedizinischen Abteilung werden SPECT-Untersuchungen durchgeführt.
In Kooperation mit dem Institut für Labormedizin des Klinikums werden alle notwendigen Blutuntersuchungen und Untersuchungen des Nervenwassers (Liquor cerebrospinalis) durchgeführt.
Therapie
Neben der ärztlichen Behandlung verfügt die Klinik über folgende therapeutische Angebote:
Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Neuropsychologie und Gedächtnistraining.
Logopädie
Unsere Logopädinnen (Sprachtherapeutinnen) betreuen neurologische Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen bereits in der Akutphase. Es wird bei allen Patienten frühzeitig eine genaue Funktionsdiagnostik durchgeführt und die Störung dann gezielt behandelt. Ist eine logopädische Therapie auch nach dem stationären Aufenthalt erforderlich, so kann die Weiterbehandlung über den stationären Aufenthalt hinaus vermittelt werden.
Ergotherapie
Die Ergotherapie beschäftigt sich insbesondere mit der Funktionsverbesserung der oberen Extremität, der Schulter- und Armfunktion und funktionellen Behinderungen im täglichen Leben. Nach einer Analyse der bestehenden Funktionsdefizite wird durch individuell angepasste Therapiemethoden sowie spezielle Übungsmaterialien an den bestehenden Behinderungen gearbeitet. In Zusammenarbeit unserem Neuropsychologen werden Hirnleistungsstörungen im Rahmen des individuellen sozialen Umfelds behandelt. Ziel ist es, den Patienten sämtliche Fertigkeiten zu vermitteln, die sie zur Bewältigung des Alltags benötigen.
Physiotherapie
Neurologische Erkrankungen führen häufig zu Störungen der Bewegungsabläufe (z.B. halbseitigen Lähmungen nach Schlaganfällen oder Gangstörungen bei Parkinson-Kranken). Zum umfassenden Behandlungsprogramm für unsere Patienten gehört eine regelmäßige Krankengymnastik. In der Klinik für Neurologie werden deshalb Patienten mit Beeinträchtigungen der Bewegungsabläufe oder Schmerzpatienten durch Krankengymnasten und Krankengymnastinnen intensiv physiotherapeutisch behandelt. Sie werden unterstützt durch die "aktivierende Pflege" der Krankenschwestern und Krankenpfleger der Abteilung. Die Bobath-Methode, Kinestetik und basale Stimulation unterstützen die angewandte Bereichspflege in der Versorgung der Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern.
Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2011
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