Häufig gestellte Fragen  

Was machen Anästhesisten?
Die Ausbildung zum Facharzt für Anästhesiologie dauert fünf Jahre und beinhaltet neben der Durchführung von Anästhesien für Operationen und Interventionen eine einjährige Weiterbildung in der Intensivmedizin. Der Anästhesist geht täglich mit hochwirksamen und schnell wirkenden Pharmaka um. Er ist ein Experte in lebenserhaltenden und lebensrettenden Maßnahmen und somit geeignet für die Behandlung von Patienten mit allen akut lebensbedrohlichen Zuständen (Notfallmedizin). Ein weiteres Betätigungsfeld von Anästhesisten ist die Therapie chronischer Schmerzen sowie die Palliativmedizin. Palliativmedizin kümmert sich vor allem um die Linderung von Krankheitssymptomen zur Steigerung der Lebensqualität.


Warum muss ich vor einer Operation mit einem Anästhesisten sprechen?
Im so genannten Prämedikations-Gespräch informiert sich der Arzt über Ihren Gesundheitszustand und mögliche Einschränkungen für eine Narkose. Er bespricht zugleich auch Ihre Fragen und Wünsche. Dann erst kann das für Sie am besten geeignete Anästhesie-Verfahren ausgewählt werden und im Narkose-Protokoll festgehalten werden.

 

Macht der Anästhesist, den ich am Vortag während des Prämedikations-Gespräches kennengelernt habe, meine Narkose?
Dies ist prinzipiell wünschenswert und wird von uns auch angestrebt. Aus organisatorischen Gründen ist dies aber nicht immer umsetzbar. In unserer täglichen Frühbesprechung besprechen wir jedoch die ganz individuelle Situation jedes einzelnen Patienten und das festgelegte Anästhesie-Verfahren. So besitzen alle Ärzte im Team stets alle und die gleichen Informationen.

 

Was muss ich als Patient beachten?

 

Wie läuft ein Operationstag ab?
Sie bekommen am Vorabend der Operation sowie 30 Minuten vor dem Eingriff eine Beruhigungstablette. Sie sollten diese Tabletten in jedem Fall einnehmen, ein Suchtgefährdungspotenzial besteht nicht. Im Gegenteil helfen diese Beruhigungstabletten, den Narkosemittelbedarf während der Operation zu reduzieren.

Anschließend werden Sie in Ihrem Bett in den Operationstrakt gefahren und an der Schleuse auf einen Operationstisch gelegt. Dort werden Ihre Identität und die geplante Operation überprüft. Im so genannten Anästhesie-Einleitungsraum wird mit dem geplanten Anästhesie-Verfahren begonnen.

Nach der Operation werden Sie in den Aufwachraum gebracht und von dort nach zirka einer Stunde auf die Bettenstation zurückverlegt.

 

Wie wird der Wundschmerz nach einer Operation behandelt?
Das hängt ganz vom vorherigen Eingriff ab - entweder mit Schmerzkathetern, Schmerzinfusionen, Schmerztabletten oder Schmerztropfen.

 

Ist es normal, dass ich mich nach jeder Narkose übergeben muss?
Nein. Diese unangenehme Komplikation ist zwar nicht in jedem Fall zu vermeiden, insbesondere, wenn Sie zum ersten Mal in Ihrem Leben eine Narkose bekommen sollten. Ist Ihnen jedoch schon von Vornarkosen bekannt, dass Sie zu Übelkeit oder gar Erbrechen nach einer Narkose neigen, sagen Sie dies bitte dem Anästhesisten beim Narkoseaufklärungsgespräch. Wir werden dann Maßnahmen ergreifen, um die Wahrscheinlichkeit zu reduzieren, dass es erneut zu dieser Komplikation kommt.

 

Was ist der Zweck von Intensivmedizin?
Der sinnvolle Einsatz diagnostischer und therapeutischer intensivmedizinischer Maßnahmen hat zum Ziel, dem Körper Zeit zu verschaffen, sich von einem großen operativen Eingriff oder einer schwerwiegenden Funktionseinschränkung eines oder mehrerer Organe zu erholen. Viele Operationen sind erst durch die Möglichkeiten der Intensivmedizin für den Patienten überlebbar geworden. Intensivmedizin verschafft bei schweren und häufig zu Beginn unklaren Krankheitsbildern durch Stabilisierung der verschiedenen Organfunktionen mit hochwirksamen Medikamenten und medizintechnischen Geräten auch dem behandelnden Team Zeit für diagnostische und therapeutische Schritte.

 

Kann ich auf der Intensivstation Besuch empfangen?
Ja, allerdings nur zu den ausgewiesenen Besuchszeiten, da die restliche Zeit für pflegerische, diagnostische und therapeutische Maßnahmen genutzt wird.

Letzte Aktualisierung: 11. Januar 2011

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