Operationen / Tumortherapie   

Es werden mehrere 1.000 Tumoroperationen an der Haut pro Jahr durchgeführt, wobei die häufigste maligne Erkrankungen das Plattenepithelzellkarzinom sowie das Basaliom sind. Die Operationen erfolgen mit dermatohistopathologischer Schnittrandkontrolle, der Wundverschluss mittels plastischer Chirurgie, um für den Patienten einen optimalen Wundverschluss herbeizuführen.

Zu den weiteren häufigen Tumorerkrankungen der Haut zählt das maligne Melanom, auch „schwarzer Hautkrebs" genannt. Bei der Behandlung wird entsprechend der Tumoreindringtiefe zunächst eine Nachexzision (chirurgisches Entfernen von Gewebe) durchgeführt, um im weiteren Verlauf einen sekundären Wundverschluss herbeizuführen.
Je nach Tumordicke, kann eine Entfernung des Wächterlymphknotens (Sentinel Node) in Erwägung gezogen werden. Als weitere Maßnahmen können eine adjuvante Immuntherapie, z. B. mit Interferon, oder eine Chemotherapie folgen. Adjuvante Therapien werden nach einem vollständigen operativen Entfernen des Gewebes eingesetzt, um nicht nachweisbare, aber mögliche Mikrotumoren zu bekämpfen.
In jedem Fall sollte eine Nachsorgebehandlung erfolgen, die individuell auf jeden Patienten unter Berücksichtigung neuester Studienergebnisse zugeschnitten ist.

Bei Hautkrebsvorstufen oder oberflächlichen Tumoren findet eine großflächige photodynamische Tumortherapie (PDT) seit Jahren Anwendung und ist ein fester Bestandteil in der dermatologischen Onkologie.

Neben der operativen Therapieformen von häufigen Hauttumoren beinhaltet die dermatologische Onkologie auch die Therapie von seltenen malignen Hauterkrankungen wie das T-Zell-Lymphom der Haut (Mycosis fungoides) u. a. erfolgt die Behandlung dabei mit UV- Licht und Medikamenten.


 

Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2011

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