Stimm und Sprachdiagnostik   

Bei den Stimm- und Sprachstörungen kommen folgende Untersuchungsmethoden zum Einsatz:

Mit dem Lupenendoskop kann man im 90 Grad-Winkel sozusagen um die Ecke in den Kehlkopf sehen und die Stimmbänder sowie die Strukturen der unteren Rachenanteile und des Kehlkopfes beurteilen. Mit einer speziellen Atemtechnik können die meisten Patienten in der Regel ihren möglicherweise vorhandenen Würgereiz gut unterdrücken. In Ausnahmefällen verwenden wir allerdings ein Spray zur Oberflächenanästhesie (es hält zirka zehn Minuten an). Wir können dann beurteilen, ob es sich bei den beklagten Beschwerden um eine so genannte funktionelle Störung handelt oder aber ob Polypen, Knötchen, Tumoren oder ähnliches als Ursache für die Beschwerden vorliegen.

Bei der Stroboskopie wird ein kleiner Schwingungsaufnehmer um den Hals gelegt. Er muss mit dem Kehlkopf Kontakt haben. Während der o.g. Lupenlaryngoskopie wird eine Blitzlampe zugeschaltet, die durch eine justierbare Phasenverschiebung eine Pseudozeitlupenbetrachtung der einzelnen Schwingungen der Stimmlippen erlaubt. Für die exakte Diagnostik einer funktionellen Stimmstörung oder Kontrolle einer Stimmbandlähmung ist diese Untersuchung unerlässlich.

Die Untersuchung von Stimme und Sprache basiert auf der genauen Untersuchung der Sprachwerkzeuge (Mund, Zunge, Lippen, Zähne, Gesichtsmuskulatur, Gaumensegel, etc.), der Überprüfung von Dysgrammatismus, Dyslalie (Konsonantenfehlbildung), auditiver Wahrnehmung, der Kopf- und Körperhaltung, der Atemgewohnheiten usw. Ferner beurteilen wir die Heiserkeit der Stimme anhand ihrer Rauhigkeits- und Behauchtheitsanteile. Die Therapie besteht häufig in der Verordnung einer Sprach- und Stimm- Therapie, der Planung eines operativen Eingriffs oder aber aus der Kombination beider Therapieverfahren.

Letzte Aktualisierung: 10. März 2008

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