Ohren  

Mittelohroperation
Dazu zählen der Verschluss von Trommelfelldefekten (so genannte Tympanoplastik), die mikroskopische Inspektion des Mittelohres (so genannte Tympanoskopie) u.s.w.
Ohrmuschel/Gehörgangstumoren
Entfernungen von Hautveränderungen an der Ohrmuschel und im äußerem Gehörgang werden am häufigsten unter mikroskopischer Sicht durchgeführt. Diese Eingriffe erfolgen in der Regel in örtlicher Betäubung und unter ambulanten Bedingungen.

Ohranlegeplastik
Abstehende Ohren und Verformungen des äußeren Ohres sind eine häufige Deformität, die bei Kindern zu schwerwiegenden psychischen Problemen führen kann.
Aber auch zu jedem späteren Zeitpunkt ist es möglich, dass Veränderungen des äußeren Ohres, eventuell bedingt durch berufliche oder private Gründe, als störend und psychisch belastend empfunden werden.
Das Ohr ist mit dem vierten bis sechsten Lebensjahr ausgewachsen. Die Operation sollte zwischen dem fünften und sechsten Lebensjahr, also vor der Einschulung, durchgeführt werden, da die Kinder in der Regel zu diesem Zeitpunkt noch nicht dem Spott der Umgebung ausgesetzt sind. Zudem werden in diesem Alter die Nachsorgemaßnahmen von ihnen bereits toleriert.
Selbstverständlich ist es auch möglich, eine Ohrkorrektur in jedem späteren Lebensabschnitt vornehmen zu lassen.
Die Kosten für diesen Eingriff werden in der Regel von den gesetzlichen Krankennkassen übernommen. Im Anschluss an das sechste Lebensjahr entscheiden die Krankenkassen individuell. Eine privatärztliche Behandlung ist zu jeder Zeit möglich.
Der Eingriff kann teilweise ambulant erfolgen.

Hörtest
Beim Audiogramm werden der zu untersuchenden Person Töne unterschiedlicher Tonhöhe für jedes Ohr über einen Kopfhörer (Luftleitung) und über Knochenleitungshörer (Knochenleitung) vorgespielt. Der von ihr gerade noch hörbare Schalldruck wird mit dem Durchschnittswert der normalhörenden Menschen verglichen. So kann - wie beim Schallpegel - das mögliche Ausmaß des Hörverlustes bestimmt werden.

Hörnerventest
Mittels BERA (Brainstem Evoked Response Audiometry) wird die Leitfähigkeit des Hörnervs vom Innenohr bis zum Hirnstamm untersucht. Über einen Kopfhörer werden abwechselnd auf beide Ohren Klack-Geräusche eingespielt. Die daraufhin im Innenohr entstehenden akustischen Potenziale werden über den Hörnerv zum Gehirn weitergeleitet. Mit Hilfe von Elektroden werden diese Potenziale abgeleitet und in einem Computer ausgewertet.

Neugeborenen-Hörscreening
Otoakustische Emissionen (OAE) sind akustische Signale sehr geringer Intensität, welche von den kontraktionsfähigen äußeren Haarzellen (Nervenzellen des Innenohres) erzeugt werden und im äußeren Gehörgang mit speziellen, hochempfindlichen Mikrophonen gemessen werden können. Dies ist ein hervorragendes Screening-Verfahren zur Früherkennung kindlicher Hörstörungen (bei Säuglingen anwendbar) und führt zum Nachweis von Innenohrschäden.

Letzte Aktualisierung: 07. Oktober 2008

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